25. September 2026 – Jette Maren Dreher
Mehrere hundert Schüler gehen in Hamburg und in Schleswig-Holstein auf die Straße, um gegen die Rückkehr einer Wehrpflicht zu protestieren. Das sind ihre Sorgen.
- Schüler protestierten heute (25. September) bundesweit gegen eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht und kritisierten höhere Ausgaben für die Bundeswehr zulasten von Bildung und Sozialem.
- In Hamburg richtete sich der Protest zusätzlich gegen die Militärübung "Red Storm Charlie".
- Auch in Schleswig-Holstein gab es Proteste. Das neue Wehrdienstgesetz sieht verpflichtende Musterungen für junge Männer ab Jahrgang 2008 vor; bei zu wenigen Freiwilligen könnte der Bundestag über eine Wehrpflicht entscheiden.
Im Norden haben Schüler gegen die Wiedereinführung einer Wehrpflicht protestiert. Die Aktion "Schulstreik gegen Wehrpflicht" fand bundesweit statt. In Hamburg richtete sich die Demonstration zudem gegen die dreitägige Militärübung "Red Storm Charlie", die am Donnerstag begonnen hatte. Es versammelten sich mehrere Hundert Menschen in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofs. Konkrete Zahlen lagen der Polizei zunächst nicht vor.
Die teilnehmenden Schüler zeigten sich besorgt. Die Investition in die Bundeswehr nehme da Geld, wo es eigentlich gebraucht werde: in der Bildung und im sozialen Bereich. "Besonders ist aber unsere Sorge natürlich, dass wir mindestens ein halbes Jahr geklaut bekommen für den Zweck, dass uns gezeigt wird, wie man auf Menschen schießt, wie man im Zweifel Menschen umbringt. Und wir sollen da verwertbar gemacht werden für Interessen, die nicht unsere sind", sagte der 16-jährige Elias in Hamburg.
Auch Demonstrationen in Schleswig-Holstein
Auch in Schleswig-Holstein demonstrieren Schüler in den vier kreisfreien Städten Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster sowie in Itzehoe. In der Landeshauptstadt des nördlichsten Bundeslands kamen nach Polizeiangaben rund 600 Menschen zusammen. Dabei kam es laut einer Sprecherin der Polizei zu keinen besonderen Vorkommnissen.
Das Gesetz über den neuen Wehrdienst war zum 01. Januar in Kraft getreten. Kern ist die verpflichtende Musterung für junge Männer ab dem Jahrgang 2008. So sollen Freiwillige für einen Ausbau der Truppe rekrutiert werden. Sollten die Zielkorridore verfehlt werden, kann der Bundestag über eine Wehrpflicht entscheiden.
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Foto: Bloomicon / Shutterstock.com
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