15. Juni 2026 – Mara Schwarzenberger
Die Straße von Hormus ist ein Zankapfel der Kriegsparteien. Seit Beginn des Konflikts ist die wichtige Meerenge weitgehend blockiert. Auch Schiffe deutscher Reedereien sitzen im Golf fest.
Die deutsche Handelsschifffahrt hat erleichtert auf das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran reagiert. Der Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder (VDR), Martin Kröger, sagte: "Die Signale aus den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran machen auch der Schifffahrt Hoffnung."
Vereinbarung soll am Freitag in Genf unterzeichnet werden
Wie in der Nacht zu Montag bekanntgeworden ist, haben die USA und der Iran sich verständigt, den Krieg beizulegen. Am Freitag soll in Genf eine Vereinbarung unterzeichnet werden. Teil der Verhandlungen war die Straße von Hormus, die seit Kriegsbeginn Ende Februar weitgehend blockiert ist. Die für den Öl- und Gashandel wichtige Meerenge soll nach der Unterzeichnung des Abkommens wieder für den Verkehr geöffnet werden, wie US-Präsident Donald Trump mitteilte. Kröger sagte, es müsse sich zeigen, ob die Passage dauerhaft wieder sicher möglich werde. "Wir sind aber vorsichtig optimistisch."
VDR: 46 Schiffe deutscher Reedereien sitzen noch fest
Nach Angaben des VDR aus Hamburg sitzen noch 46 Schiffe deutscher Reedereien mit rund 1.000 Seeleuten im Persischen Golf fest. Auch die UN-Sonderorganisation für Seeschifffahrt (IMO) lobte die Einigung. Nach Angaben der IMO gab es seit Kriegsbeginn 46 bestätigte Angriffe auf Handelsschiffe in der Region. Dabei starben 14 Seeleute. Der internationale Schifffahrtsverband Bimco bewertet die Sicherheitslage in der Straße von Hormus trotz des Abkommens weiter als instabil. Eine Durchfahrt ist dem Verband zufolge nach wie vor sehr riskant.
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Foto: Bloomicon / Shutterstock.com
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