22. Oktober 2026 – Mara Schwarzenberger
Streit um Geld
Sechs Männer nach gewaltsamem Tod von 24-Jährigem verhaftet
Ein 24-Jähriger wird in einer Winternacht schwer verletzt an einer Straße in Hamburg-Eißendorf gefunden. Er stirbt im Krankenhaus. Nach monatelangen Ermittlungen sitzen nun sechs Verdächtige in Haft.
Foto: BCFC, Shutterstock
- Sechs Tatverdächtige nach tödlicher Gewalttat in Hamburg-Eißendorf festgenommen.
- Streit um Geldforderung soll in massive Schläge und Tritte gegen den 24-Jährigen eskaliert sein.
- Ermittler widerlegten die ursprüngliche Darstellung eines maskierten Angriffs und setzten 5.000 Euro Belohnung aus.
22.10.2026
Anhören: Haftbefehle für sechs Männer nach gewaltsamen Mord
Knapp neun Monate nach dem gewaltsamen Tod eines 24-Jährigen in Eißendorf sind sechs Tatverdächtige verhaftet worden. Die Haftbefehle gegen die Männer im Alter von 19 bis 23 Jahren seien am Morgen vollstreckt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Sie seien dringend verdächtig, einen Totschlag durch Unterlassen begangen zu haben. Fünf von ihnen werde darüber hinaus gemeinschaftliche Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen.
Streit um eine Geldforderung eskalierte
Sie sollen den 24-Jährigen am Abend des 6. Februar kontaktiert und zu einem Treffpunkt in Wilhelmsburg bestellt haben. Hintergrund seien Streitigkeiten um eine Geldforderung gewesen. Um den 24-Jährigen zur Zahlung zu bewegen, sollen ihn die Beschuldigten unvermittelt massiv geschlagen haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass mehrere von ihnen den am Boden liegenden 24-Jährigen auch gegen den Kopf traten. Dann sollen sie einen Komplizen kontaktiert haben, der das bewusstlose und schwer verletzte Opfer zur Straße Göhlbachtal in Eißendorf fuhr. Die Beschuldigten verständigten außerdem einen Bekannten des 24-Jährigen. Dieser habe versucht, den Schwerverletzten zu reanimieren, und habe gegen 1:30 Uhr Rettungskräfte alarmiert. Der 24-Jährige starb wenig später im Krankenhaus.
Ermittler widerlegen Angaben des Bekannten
Zwei Tage nach der Tat hatte die Polizei mitgeteilt, der 24-Jährige habe sich an jenem Abend mit einem 23-Jährigen an einer Bushaltestelle getroffen. Nach Angaben des Jüngeren seien sie gemeinsam zu Fuß durch den Stadtteil im Bezirk Harburg gegangen, als fünf maskierte Männer sie angegriffen hätten.
Der 23-Jährige selbst habe sich in dieser Situation von seinem Bekannten getrennt, um sich dem Angriff zu entziehen. Später habe er erfolglos versucht, seinen Bekannten anzurufen und ihn nach stundenlanger Suche mit lebensgefährlichen Verletzungen gefunden.
Im April hatte die Polizei mitgeteilt, diese Darstellung sei widerlegt worden. Die Staatsanwaltschaft setzte eine Belohnung von 5.000 Euro für Hinweise zu der Tat aus.
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(Quelle: dpa)