10. September 2026 – Mara Schwarzenberger

Tarifverhandlungen seit Juli

Seehäfen unterbreiten Hafenarbeitern neues Angebot

Die Gewerkschaft will bis Montag mit den Beschäftigten beratschlagen, ob das Angebot angenommen werden soll. Es kam während der Verhandlungen bislang zu zwei Warnstreiks.

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Warnstreik der Hafenarbeiter im Hamburger Hafen I Foto: Picture Alliance

  • Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe hat Hafenarbeitern ein neues Tarifangebot unterbreitet.
  • Die Tarifverhandlungen hatten im Juli begonnen und betreffen rund 11.000 Beschäftigte in Hamburg, Bremen, Bremerhaven, Wilhelmshaven, Brake und Emden.
  • Der Vertrag soll ein Jahr laufen.

Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) hat Hafenarbeitern ein neues Tarifangebot unterbreitet. Das teilten der ZDS und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) mit. Nach Einschätzung der Gewerkschaft stellt das Angebot aus der vierten Verhandlungsrunde, die am Mittwochabend (9. September) in Hamburg beendet worden ist, eine geringfügige Verbesserung dar. Verdi will mit den Beschäftigten bis Montag über das Angebot beratschlagen.

Tarifverhandlungen seit Juli

Die Tarifverhandlungen hatten im Juli in Bremen begonnen. Die Gespräche betreffen rund 11.000 Beschäftigte in den Seehäfen Hamburg, Bremerhaven, Bremen, Wilhelmshaven, Brake und Emden. Ein voriges Angebot der Arbeitgeber hatte Verdi abgelehnt und die Laufzeit kritisiert.

Verdi fordert Erhöhung der Löhne

Verdi fordert 8,2 Prozent höhere Löhne als bislang. Der Vertrag soll ein Jahr lang laufen. Der ZDS bietet einen Vertrag, der wie gefordert ein Jahr lang Bestand haben soll. Die Löhne sollen rückwirkend um 3,4 Prozent steigen. Weitere Zahlungen sind vorgesehen, etwa für die Beschäftigten in den umsatzstarken Containerbetrieben. Verdi-Verhandlungsführerin Sylvi Krisch sagte: "Spricht sich die Mehrheit gegen eine Annahme des Angebots aus, geht es in eine qualifizierte Mitgliederbefragung zur Einleitung unbefristeter Arbeitskampfmaßnahmen." Verdi hatte bislang zu zwei Warnstreiks aufgerufen.

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(Quelle: dpa)

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