06. November 2026 – Sebastian Tegtmeyer

Bereit für den Winter

So funktioniert der Winterdienst in Hamburg

Der letzte Winter dürfte uns allen noch gut in Erinnerung sein. Der Winterdienst der Stadtreinigung Hamburg war im Dauereinsatz, um die Schneemassen zu beseitigen. Damit es auch dieses Jahr auf Hamburgs Straßen sicher ist, laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. 

Winterdienst, Stadtreinigung Hamburg
Der Winterdienst der Stadtreinigung Hamburg I Foto: Stadtreinigung Hamburg

  • Winterdienst der Stadtreinigung bereitet sich auf Einsätze vor
  • Über 720 Mitarbeiter im Bedarfsfall im Einsatz
  • Wofür Anwohner selber sorgen müssen

Die Winterdienstzentrale der Stadtreinigung Hamburg ist bereits seit Mitte Oktober in Bereitschaft und rechnet auch in der aktuellen Saison mit mehreren großen Einsätzen. Deshalb gab es bereits im September und Oktober an den

großen Standorten der Stadtreinigung Probeläufe für den Winterdienst. Darin wurden unter anderem die betrieblichen Abläufe erfolgreich simuliert und testweise auch schon einmal die Schneeräumschilde an die Fahrzeuge montiert.

So funktioniert der Winterdienst in Hamburg

Bei Winterwetter sichern die Einsatzkräfte die verkehrswichtigen Straßen, anliegerfreie Gehwege, eine ausgewähltes Radwegenetz sowie Bushaltestellen und Fußgängerüberwege. Dafür sind die Mitarbeiter in der Einsatzzentrale noch bis Mitte April im Einsatz, sobald sich eine winterliche Witterung abzeichnet. Die Mitarbeiter stehen im Kontakt mit Polizei, HVV und den Wetterdiensten und koordinieren die notwendigen Streueinsätze.

Auf Grundlage der Vorhersagen der Wetterdienste und der Daten der eigenen Glättemeldeanlagen gibt die Stadtreinigung dann im Bedarfsffall spätestens mittags eine Rufbereitschaft für die Einsatzkräfte heraus. Im Volleinsatz sind dann 729 Männer und Frauen im Einsatz, die mit 367 Fahrzeugen rund 4.385 Kilometer Strecke sichern (inkl. 1538 Busbuchten, ca. 4.436 Bushaltestellen und 8.364 Fußgängerüberwegen (wie Zebrastreifen und deren Mittelinseln).

So sehen die die einzelnen Einsatzstufen im Überblick aus

Örtlich glatte Stellen sichern 15 sogenannte "Sofortruf"-Fahrerinnen und Fahrer auf Fahrbahnen und 10 "Sofortruf"-Fahrer auf Gehwegen ohne Anlieger, an Bushaltestellen und auf Radwegen. Die Meldungen kommen von der Polizei oder vom HVV.

Das 332 Kilometer lange Winterdienstnetz für den Radverkehr bearbeitet die Stadtreinigung im Einsatzfall mindestens einmal (räumen und streuen), bei länger anhaltender winterlicher Witterung wird die Bearbeitung je nach Bedarf wiederholt. Dafür werden – je nach Lage der Radwege – feinkörnigen Kies oder Feuchtsalz genutzt, das mit 36 Einsatzfahrzeugen ausgebracht wird.

Die SRH sichert rund 660 Kilometer Gehwegstrecke ohne Anlieger mit feinkörnigem Kies, z.B. Gehwege auf Brücken und Gehwegverbindungen zu Haltestellen von Bussen und Bahnen. 60 Einsatzkräfte bearbeiten die Strecken maschinell mit kleinen Streufahrzeugen und gut 252 Einsatzkräften manuell.

90 Einsatzkräfte sichern mit ebenso vielen Fahrzeugen die wichtigen Hauptverkehrsstraßen und Strecken mit Buslinienverkehr (2787 km) sowie 1.538 Busbuchten mit Feuchtsalz und danach die Verbindungsstrecken zwischen diesen Straßen (606 km). 291 Einsatzkräfte beseitigen mit 97 Fahrzeugen Eis und Schnee auf knapp 8.400 Fußgängerüberwegen (Zebrastreifen sowie unmittelbare Umgebung mit Mittelinseln) manuell mit Schneeschiebern und mit einem Kies-Salz\u0002Gemisch.

Schnee und Eis auf Gehwegen müssen in Hamburg die Anlieger entfernen

Schnee sofort nach Ende des Schneefalls, Glätte sofort nach Eintritt (mind. 1 m breit, bei starker Frequenz mehr, bei Eckgrundstücken bis zur Bordsteinkante). Nach 20 Uhr haben Anwohner Zeit bis morgens um 8.30 Uhr, an Sonn- und Feiertagen bis 9.30 Uhr. Auf Gehwegen dürfen keine Tausalze verwendet werden, nur abstumpfende Stoffe. Infos über die Pflichten von Anliegern seht ihr auch unter www.hamburg.de/winterdienst.

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(Quelle: Stadtreinigung Hamburg)

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