12. März 2026 – Chiara-Lee Haartje

Rückzugsorte für Fische

Studie zeigt Wege für eine „Lebendige Alster“

Eine Studie zeigt, wie die Alster ökologisch aufgewertet werden könnte. Geplant sind unter anderem schwimmende Pflanzeninseln, naturnähere Ufer und neue Rückzugsorte für Fische.

Eppendorf, Stadtteil der Woche
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Mit neuen Maßnahmen soll die Außenalster in Hamburg ökologisch aufgewertet werden. Eine Machbarkeitsstudie des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und des Naturschutzbund Deutschland (Nabu) zeigt nun konkrete Möglichkeiten für mehr Natur im beliebten Stadtgewässer.

Vorgeschlagen werden unter anderem schwimmende Röhricht-Inseln, zusätzliche Bepflanzungen sowie der Umbau von bisher stark befestigten Uferbereichen.

Neue Rückzugsräume für Tiere

Teil der Pläne sind auch mit Naturmaterial gefüllte Körbe und spezielle Rückzugsmöglichkeiten für Fische. Diese könnten unter den Steganlagen der Ruder- und Segelclubs rund um die Alster angebracht werden. Solche Maßnahmen sollen den Lebensraum im Wasser strukturreicher machen und mehr Arten Schutz bieten.

Naturschützer sehen starken Druck auf das Gewässer

Der Lebensraum Alster stehe unter erheblichem Druck, sagte BUND-Geschäftsführer Lukas Mörchen. Vielen Menschen sei nicht bewusst, wie stark das Gewässer belastet sei. Die Studie zeige jedoch, dass eine naturnähere Außenalster mit gezielten Eingriffen möglich sei.

Für den Hamburger Nabu-Vorsitzenden Malte Siegert kommt es besonders auf die Zusammenarbeit mit den Vereinen rund um die Alster an. Insgesamt nutzen sieben Ruder- und elf Segelclubs die Gewässer und verfügen über 17 Steganlagen. An zwei dieser Stege wurden bereits erste Naturkörbe installiert.

Projekt läuft seit mehr als einem Jahrzehnt

Das Projekt „Lebendige Alster“ wird von der Hamburger Umweltbehörde sowie der Stiftung Lebensraum Elbe unterstützt und läuft bereits seit 2011. Nach Maßnahmen an der Oberalster und den Hamburger Fleeten ist nun die Außenalster der letzte Abschnitt des Projekts. Bis 2028 stehen dafür rund 600.000 Euro zur Verfügung.

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(Quelle: dpa)

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