09. März 2026 – Chiara-Lee Haartje (deaktiviert)

Heiße Schlacke:

Tödlicher Arbeitsunfall im Aurubis-Werk

Tragischer Arbeitsunfall bei Aurubis in Hamburg: Heiße Schlacke fällt in einer Werkshalle auf einen Gabelstapler und setzt das Fahrzeug in Brand. Für den Fahrer kommt jede Hilfe zu spät. Ein weiterer Mitarbeiter wird leicht verletzt.

Krankenwagen, Rettungswagen, Feuerwehr
Foto: SteffenTravel/Shutterstock

Bei einem schweren Arbeitsunfall im Hamburger Werk des Kupferproduzenten Aurubis ist ein Arbeiter ums Leben gekommen. Nach Angaben der Feuerwehr fiel am späten Freitagabend in einer Werkshalle heiße Schlacke auf einen Gabelstapler, den der 42-jährige Mann fuhr. Durch den Kontakt mit der heißen Substanz geriet das Fahrzeug in Brand. Für den Fahrer kam jede Hilfe zu spät – er erlitt tödliche Verletzungen.

Verpuffung beim Entleeren eines Kübels

Nach Angaben des Unternehmens ereignete sich der Unfall in der Rohhütte Werk Nord, einem nachgelagerten Bereich der Primärkupferproduktion. Beim Entleeren eines Kübels mit Rückständen von schmelzflüssigem Material kam es zu einer Verpuffung. In der Folge fiel die heiße Schlacke auf den Gabelstapler. Ein weiterer Mitarbeiter wurde bei dem Vorfall leicht verletzt.

Großeinsatz der Feuerwehr

Die Berufs- und die Werksfeuerwehr konnten den Brand löschen. Insgesamt waren rund 60 Einsatzkräfte der Hamburger Feuerwehr im Einsatz. Wie genau es zu der Verpuffung kommen konnte, ist noch unklar.

Unternehmen kündigt Aufarbeitung an

Der Vorstandsvorsitzende der Aurubis AG, Toralf Haag, zeigte sich tief betroffen über den Unfall. Er sprach den Angehörigen des verstorbenen Mitarbeiters sowie allen Betroffenen sein Mitgefühl aus. Zugleich kündigte er an, dass der Vorfall gemeinsam mit den zuständigen Behörden umfassend untersucht werden soll.

Mehrere schwere Unfälle in den vergangenen Jahren

In den vergangenen Jahren kam es auf dem Werksgelände mehrfach zu schweren Arbeitsunfällen. Im Juli 2024 wurde ein Arbeiter einer Gerüstbaufirma von einer Stange am Kopf getroffen und starb später im Krankenhaus. Im August 2023 wurde ein 53-jähriger Arbeiter von einem fahrenden Kranhaken eingequetscht und verletzt. Besonders tragisch war ein Unglück im Mai 2023: Damals starben drei Mitarbeiter im Alter von 24, 49 und 53 Jahren nach einem Stickstoffaustritt bei Instandhaltungsarbeiten in der Rohhütte Werk Ost.

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(Quelle: dpa)

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