22. Juni 2026 – Chiara-Lee Haartje
Mit mehr als 80 Startpunkten und der spektakulären Überfahrt über die Köhlbrandbrücke demonstrierten Tausende Radfahrer bei der Hamburger Fahrradsternfahrt für bessere Radwege, mehr Verkehrssicherheit und weniger Autoverkehr.
- Tausende Radler in Hamburg
- Forderung nach besseren Radwegen
- Köhlbrandbrücke als Höhepunkt
Die traditionelle Fahrradsternfahrt hat erneut zahlreiche Menschen aus Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein in die Hansestadt gelockt. Bereits zum 13. Mal hatte der Verein „Mobil ohne Auto Nord“ zur großen Demonstration für bessere Bedingungen für Radfahrer aufgerufen.
Während die Polizei von rund 6.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sprach, zählten die Veranstalter sogar etwa 13.500 Menschen. Ziel der Sternfahrt war der Jungfernstieg in der Hamburger Innenstadt.
Mehr als 80 Startpunkte
Die Radfahrer machten sich von über 80 verschiedenen Orten aus auf den Weg. Je nach Entfernung erfolgte der Start zu unterschiedlichen Zeiten. Bereits am Morgen ging es beispielsweise im niedersächsischen Bardowick los, während Teilnehmer aus Hamburg erst am Nachmittag in die Pedale traten.
Die Demonstration wurde von der Polizei begleitet, zahlreiche Hauptverkehrsstraßen waren zeitweise gesperrt.
Köhlbrandbrücke als besonderer Höhepunkt
Ein besonderes Erlebnis war erneut die Fahrt über die Köhlbrandbrücke. Von dort bot sich den Teilnehmern ein beeindruckender Blick auf den Hamburger Hafen und die Skyline der Stadt.
Allerdings kam es bei der Abfahrt von der Brücke zu vier Unfällen. Nach Angaben der Organisatoren wurden drei Menschen verletzt. Andere Verkehrsteilnehmer waren an den Stürzen nicht beteiligt.
Forderungen nach mehr Sicherheit und weniger Autoverkehr
Mit der Sternfahrt wollten die Teilnehmer auf das Fahrrad als umweltfreundliches Verkehrsmittel aufmerksam machen. Gleichzeitig forderten sie einen konsequenten Ausbau der Radinfrastruktur in Hamburg und der Metropolregion.
Zu den zentralen Anliegen gehörten außerdem die Vision Zero mit dem Ziel, Tote und Schwerverletzte im Straßenverkehr zu vermeiden, Tempo-30-Zonen, bessere Ampelschaltungen für Radfahrer sowie autofreie Sonntage.
Darüber hinaus sprechen sich die Organisatoren für eine weitgehende Sperrung der Hamburger Innenstadt für den privaten Autoverkehr aus. Aus ihrer Sicht soll sich die Verkehrsplanung künftig stärker an den schwächsten Verkehrsteilnehmern orientieren.
Fahrrad-Gottesdienste und friedliche Proteste
Wie in den Vorjahren fanden entlang einiger Strecken zudem Fahrrad-Gottesdienste statt. Insgesamt verlief die Demonstration weitgehend friedlich und unterstrich erneut die wachsende Bedeutung des Fahrrads als Bestandteil einer nachhaltigen Mobilität.
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Foto: Bloomicon / Shutterstock.com
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