11. August 2026 – Jette Maren Dreher

Abrissarbeiten in Hamburg-Altona

Teilabriss des Hauses 195 und 197 in der Holstenstraße

Am 11. August beginnen die Abrissarbeiten des einsturzgefährdeten Hauses in der Holstenstraße in Hamburg-Altona. Für die Anwohner bleibt die Situation belastend. Auch Nachbarhäuser mussten geräumt werden.

Hamburg-Altona, Haus einsturzgefährdet,
Einsatzkräfte haben das akut einsturzgefährdeten Haus abgesperrt I Foto: Picture Alliance

  • Das Mehrfamilienhaus in der Holstenstraße wird teilweise abgerissen.
  • Mieter empfinden die Situation als sehr belastend und protestieren .
  • Auch Bewohner der Nachbarhäuser mussten ihre Wohnungen für den Abriss verlassen.

Vor zwei Wochen wurde bekannt, dass das Mehrfamilienhaus in der Holstenstraße 195 und 197 in Hamburg-Altona einsturzgefährdet ist. Eine erneute Prüfung hat gezeigt, dass sich der Zustand weiter verschlechtert hat. Deshalb soll heute der hintere Teil des Gebäudes abgerissen werden. Ob und wann das Hinterhaus neu gebaut werden kann, ist noch offen. Der Bezirk Altona hofft, dass die Bewohner später wieder zurückkehren können.

Die Abrissarbeiten beginnen

Am 11. August wird das Hinterhaus des Mehrfamilienhauses in der Holstenstraße abgerissen. Eine Mieterin berichtet: "Es ist sehr belastend, weil unsere Leben da drinnen stecken." Auch ihr Schulmaterial befindet sich noch in der Wohnung, weshalb sie derzeit nicht lernen kann und nur wenig Kleidung zur Verfügung hat. Eine weitere Bewohnerin kritisiert, dass das Haus überhaupt soweit verfallen konnte. Sie findet es skandalös, dass alles so schnell gehen musste und die Mieter das Gebäude innerhalb von nur zehn Minuten verlassen mussten. Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass dabei auch die Nachbarhäuser durch den Abriss beschädigt werden, mussten deren Bewohner ebenfalls ihre Wohnungen verlassen. Erst nach dem Abriss soll entschieden werden, ob und wann sie zurückkehren können.

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11.08.2026
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Protestkundgebung der Mieter

Am 10. August, hat es am einsturzgefährdeten Wohnhaus eine Protestkundgebung gegeben. Rund 300 Menschen waren laut Aussagen der Polizei vor Ort. Mieter sowie Unterstützer fordern, dass sie ihre persönlichen Sachen aus den Wohnungen holen können, die sie bei der schnellen Evakuierung zurücklassen mussten. Gleichzeitig wollen sie darauf aufmerksam machen, dass sich ein solcher Fall in Hamburg nicht wiederholen darf. Kritisiert wird vor allem, dass das Gebäude überhaupt so stark verfallen konnte und die Bewohner ihre Wohnungen schließlich innerhalb kürzester Zeit verlassen mussten.

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