25. September 2026 – Sebastian Tegtmeyer

Hamburger Fußball-Legende

Trauer um Ex-HSV-Meisterkapitän Peter "Eiche" Nogly

Der Hamburger SV nennt Peter Nogly einen der besten Verteidiger in seiner Vereinsgeschichte. Jetzt ist der einstige HSV-Kapitän, Meister-Spieler und Europapokalsieger im Alter von 79 Jahren gestorben.

Peter Nogly, schwarz-weiß
Der HSV trauert um seinen Ex-Meisterkapitän Peter "Eiche" Nogly I Foto: Picture Alliance

  • HSV-Legende Peter Nogly ist im Alter von 79 Jahren gestorben.
  • Der als "Eiche“ bekannte Verteidiger absolvierte 320 Bundesliga-Spiele für den HSV
  • Mit dem Hamburger SV gewann Nogly den DFB-Pokal, den Europapokal der Pokalsieger und 1979 die deutsche Meisterschaft.

Der ehemalige HSV-Kapitän Peter Nogly ist tot. Der viermalige Fußball-Nationalspieler starb am Donnerstag im Alter von 79 Jahren. Das teilte der Hamburger SV unter Berufung auf seine Familie mit. Der Verteidiger war eine der prägenden Figuren in der erfolgreichen HSV-Ära in den 70er Jahren.

Der aus Lübeck-Travemünde stammende Nogly kam 1969 zu den Hamburgern und blieb bis 1980. In dieser Zeit gewann er 1976 den DFB-Pokal, ein Jahr später den Europacup der Pokalsieger und wurde 1979 deutscher Meister.

Nur Uwe Seeler trug beim HSV häufiger die Kapitänsbinde

In der folgenden Saison erreichte er mit dem HSV das Finale im europäischen Landesmeister-Wettbewerb, verlor aber gegen Nottingham Forest. Insgesamt bestritt er 320 Bundesliga-Spiele für die Hamburger und erzielte 38 Tore. 122 Mal war er Kapitän. Nur Uwe Seeler trug beim HSV häufiger die Binde.

Nach seiner Zeit beim HSV wechselte er nach Nordamerika und spielte dort für zwei Clubs. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland 1983 war er noch für Hertha BSC und den FC St. Pauli in der 2. Bundesliga aktiv. 1989 war endgültig Schluss.

Keine Rote Karte

Nogly galt als Inbegriff der Zuverlässigkeit, war hart gegen sich und andere, aber nie unfair. In seiner gesamten Laufbahn sah er keine Rote Karte. "Ich kam selten zu spät, war meist schon da und stand dem Gegner immer ganz gut im Weg", sagte er einmal. "Die meisten meiner Gelben Karten habe ich deshalb auch nicht wegen Fouls, sondern wegen Meckerns bekommen."

Seinen Spitznamen "Eiche" erhielt er von seinem Teamkollegen und damaligen Torwart Gert Girschkowski. Nogly hatte 1970 in einem Spiel des Messestädte-Pokals - des Vorgänger-Wettbewerbs des späteren UEFA-Pokals - in Gent einen Ellbogenschlag ins Gesicht erhalten und einen vierfachen Jochbeinbruch erlitten. Girschkowskis Kommentar: "Jetzt ist die Eiche gefällt."

Einer der ersten Spieler auf dem HSV-"Walk of Fame"

Der Verein ehrte Nogly für seine Verdienste. Als einer der ersten Spieler wurde er auf dem "Walk of Fame" des HSV verewigt. Die Fans wählten ihn beim 125. Vereinsjubiläum 2012 in die "Jahrhundert-Mannschaft". Dem HSV blieb er auch nach seiner Karriere verbunden. Unter anderem war er von 2014 bis 2017 Mitglied des Aufsichtsrats.

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(Quelle: dpa)

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