22. Januar 2026 – Isabell Wüppenhorst

Wirtschaftswachstum

Tschentscher lobt Hamburgs Wirtschaftsbilanz

Beim Wirtschaftswachstum schneidet Hamburger besser ab als andere Länder. Darauf verweist der Bürgermeister im Hotel "Atlantic". Günther appelliert an die Unternehmen seines Landes, Kurs zu halten.

Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister Hamburg
Peter Tschentscher wurde als Erster Bürgermeister Hamburgs wiedergewählt I Foto: Picture Alliance

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat anlässlich des Neujahrsempfangs der UVNord die Wirtschaftsbilanz des Senats gelobt. "Das Wirtschaftswachstum Hamburgs liegt auch 2025 - zum zweiten Jahr in Folge - über dem bundesweiten Durchschnitt, deutlich vor Baden-Württemberg und Bayern", sagte Tschentscher laut einer Mitteilung.

Tourismus und Bauwirtschaft entwickelten sich gut, sagte Tschentscher demnach weiter. Er verwies auch auf den Anstieg des Containerumschlags, und lobte, dass mittlerweile 300 Leistungen der Verwaltung online bereitstünden. Hamburg und Schleswig-Holstein seien "bei der Digitalisierung Vorreiter in Deutschland". Veranstaltet wurde das Treffen im Hotel "Atlantic".

Wachstum in Hamburg, leichter Rückgang in Schleswig-Holstein

Laut dem Statistikportal des Bundes und der Länder wuchs das Hamburger Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Halbjahr 2025 vorläufig und preisbereinigt um 1,1 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Bundesweit stagnierte die Wirtschaft. In Baden-Württemberg und Bayern sank das BIP - ebenso in Schleswig-Holstein.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) äußerte dennoch Zuversicht. "Wir können gestalten", sagte er laut Mitteilung. Er warb um Aufbruchstimmung. An die Wirtschaft appellierte der Ministerpräsident, sie solle Treiber von Veränderung bleiben. "Halten Sie weiterhin Kurs, investieren Sie, bilden Sie aus, gehen Sie neue Wege."

UV-Nord-Präsident lobt Bemühungen in den Ländern

UVNord-Präsident Philipp Murmann lobte die wirtschaftspolitischen Bemühungen in den Ländern, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Hamburg baue Bürokratie ab und bemühe sich um Wohnungen für Auszubildende, den Bau von Schulen und die Modernisierung des Hafens. Schleswig-Holstein habe beim Klima «schon die Nase vorne», sagte Murmann weiter. Windenenergie, Batterietechnologie und Wasserstoff nannte er unter anderem als Beispiele. Mit der Digitalisierung und Staatsmodernisierung solle es so weitergehen. UVNord steht für Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein. Der Spitzenverband der norddeutschen Wirtschaft vertritt nach eigenen Angaben 116 Mitgliedsverbände und repräsentiert die Interessen von mehr als 106.000 Unternehmen.

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(Quelle: dpa)

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