02. September 2026 – Isabell Wüppenhorst

Tarifstreit um Löhne

Verdi ruft zu 48-Stunden-Warnstreik im Hamburger Hafen auf

Zum 48-stündigen Warnstreik sind mehr als ein Dutzend Betriebe im Hamburger Hafen aufgerufen. Ab der Spätschicht am Mittwoch soll für 48 Stunden die Arbeit niedergelegt werden.

Verdi, Warnstreik
Verdi Warnstreik I Foto: geogif / Shutterstock.com

  • Die Gewerkschaft Verdi hat in der Tarifrunde für die deutschen Seehäfen zu einem zweiten Warnstreik aufgerufen.
  • Ab der Spätschicht am Mittwoch soll für insgesamt 48 Stunden die Arbeit im Hamburger Hafen niedergelegt werden.
  • Zum Warnstreik aufgerufen seien unter anderem Hafenarbeiterinnen und Hafenarbeiter von mehr als einem Dutzend Betrieben.

Die Gewerkschaft Verdi hat in der Tarifrunde für die deutschen Seehäfen zu einem zweiten Warnstreik im Hamburger Hafen aufgerufen. Der Ausstand beginne am Mittwoch (03.09.) mit der Spätschicht und soll 48 Stunden dauern, teilte die Gewerkschaft mit. Bereits am 18. August hatten Hafenarbeiter in Hamburg, Bremerhaven, Wilhelmshaven, Bremen, Brake und Emden für 24 Stunden die Arbeit niedergelegt. Dadurch wurde der Warenumschlag verlangsamt und teils sogar gestoppt.

Mehr als ein Dutzend Betriebe zum Warnstreik aufgerufen

Zum Warnstreik aufgerufen seien Hafenarbeiterinnen und Hafenarbeiter von mehr als einem Dutzend Betrieben, darunter die Beschäftigten der HHLA Containerterminals Altenwerder, Burchardkai und Tollerort sowie die Beschäftigten des Containerterminals Eurogate und der Gesamthafenbetriebs-Gesellschaft. Am Freitag (04.09.) sei eine Demonstration geplant. Sie führt nach Gewerkschaftsangaben von 9.00 Uhr an vom Parkplatz des Containerterminals Burchardkai durch den Hafen.

Zuvor hatten die Beschäftigten das Angebot des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) aus der dritten Verhandlungsrunde nach Gewerkschaftsangaben in einer Befragung mit großer Mehrheit abgelehnt. Insgesamt hätten sich an der einwöchigen Rückkopplungsrunde mehr als 6.000 Beschäftigte beteiligt. Für Verdi-Fachbereichsleiter André Kretschmar ist das Ergebnis der Befragung eindeutig: "Dieses Angebot reicht nicht. Die Arbeitgeber können das nicht einfach ignorieren."

Verdi: Arbeitgeber soll an den Verhandlungstisch zurückkehren

Der ZDS hatte in der dritten Verhandlungsrunde eine Entgeltsteigerung von 5,1 Prozent rückwirkend zum 1. August 2026 bei einer Laufzeit von 18 Monaten angeboten. Zudem sollten die Löhne um mindestens 1,20 Euro pro Stunde steigen. Verdi fordert dagegen bei einer Tariflaufzeit von zwölf Monaten ein Lohnplus von 8,2 Prozent, mindestens jedoch 2,50 Euro pro Stunde.

Verdi forderte den ZDS auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. "Wir warten immer noch auf einen neuen Verhandlungstermin", sagte Christian Warnke von der Verdi-Bundestarifkommission. Bislang herrsche Funkstille. "Wer nicht an den Verhandlungstisch will, muss den Druck von der Straße spüren. Deshalb legen wir nun die Arbeit nieder."

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(Quelle: dpa)

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