Radio Hamburg

Nach Corona-Preisschock

Benzin an den Tankstellen wieder deutlich teurer

Hamburg, 14.05.2020
Tankstelle, Tanken, Shell, Tankwart, Benzin, Öl, Zapfhahn

Dem einen oder anderen Autofahrer mag es an der Zapfsäule schon aufgefallen sein. Benzin ist wieder deutlich teurer. Was dahinter steckt, erklärt euch Staupilot André!

Aufgrund der Coronakrise waren die vergangenen Wochen für Autofahrer fast schon ein Grund zur Freude: Kaum Verkehr, viele freie Parkplätze in den Innenstädten und dann auch noch Benzin so günstig wie selten. Doch mit den Coronalockerungen wendet sich das Blatt jetzt wieder. Besonders an den Zapfsäulen gab es für viele Autofahrer in den vergangenen Tagen eine böse und vor allem teure Überraschung. Radio Hamburg Staupilot André klärt zusammen mit dem ADAC auf, woran das liegt und was die Coronapandemie damit zu tun hat.

Hört euch hier das ganze Interview mit André und dem ADAC noch einmal an:

Interview von Staupilot André mit ADAC

Benzin wieder deutlich teurer

Nachdem die Kraftstoffpreise elf Wochen in Folge gesunken waren, ziehen sie nun wieder an. Kostete ein Liter Super E10 im Bundesmittel in der Vorwoche 1,133 Euro, so sind es in dieser Woche 1,166 Euro wie Johannes Boos vom ADAC erklärt. Das sind 3,3 Cent mehr. Der Preis für Diesel kletterte hingegen nur um 1,2 Cent und zwar von 1,037 Euro auf jetzt 1,049 Euro. Somit hat sich die Preisdifferenz zwischen beiden Kraftstoffsorten in dieser Woche auf knapp 12 Cent erhöht. Das liegt daran, dass im Frühjahr die Nachfrage nach Heizöl sinkt.

Grund: Rohöl wird wieder teurer

Nachdem die Preise für Rohöl zu Beginn des Jahres von rund 70 Dollar zeitweise auf 20 Dollar gesunken waren, kletterten sie in Erwartung einer langsam anziehenden Nachfrage auf rund 30 Dollar. Da in vielen Ländern Produktionen und Fabriken wieder hochgefahren werden, steigt auch der Bedarf nach Öl. "Es sind aber auch einfach wieder mehr Leute unterwegs", so Johannes Boos, weshalb auch an den Tankstellen selbst wieder mehr Nachfrage herrscht. Der aktuelle Anstieg der Kraftstoffpreise an den Tankstellen lässt sich also unmittelbar auf das teurere Rohöl zurückführen.

ADAC empfiehlt den Preisvergleich

Der ADAC empfiehlt Autofahrern, vor dem Tanken die Preise zu vergleichen. Wer die teilweise erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Tageszeiten nutzt, spart bares Geld und stärkt zudem den Wettbewerb zwischen den Anbietern. So tankt man "in der Regel am günstigsten zwischen 18 und 22 Uhr", zeigt Johannes Boos auf. Um den günstigsten Preis zu finden, kann euch zum Beispiel die Smartphone-App "ADAC Spritpreise" helfen. Es gibt in den App Stores aber noch viele weitere Angebote. Dazu durchsucht ihr den App-Store einfach nach dem Stichwort "Spritpreise". Die aktuellen Preise an den Zapfsäulen seht ihr aber auch noch einmal unter www.adac.de/tanken.

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