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Behördenangelegenheiten in Hamburg: Vieles ist heute digital möglich

Hamburgs Behörden werden digital: Anträge, Nachweise und sogar Bauunterlagen lassen sich heute oft bequem von zu Hause einreichen. Doch mit dem neuen Komfort wachsen auch die Anforderungen – an Dateiformate, Struktur und Vollständigkeit. Wer hier den Überblick behält, spart Zeit und Nerven.

Elektronische Akte, Laptop, Dokumente, Digitalisierung
Foto: UnderhilStudio/Shutterstock

Hamburg hat sich in den vergangenen Jahren leise verändert. Nicht mit großen Ankündigungen, sondern im Alltag. Das zeigt sich insbesondere bei den Hamburger Behörden, bei denen heute vieles anders läuft als noch vor wenigen Jahren. Der klassische Gang ins Amt ist nun seltener erforderlich. Stattdessen können Formulare, Nachweise und Anträge oft zuhause erstellt und von dort aus dann auch eingereicht werden. Behördenangelegenheiten passieren somit daheim am Laptop oder auch am Handy. Das ist komfortabel und spart Wege, aber es hat auch die Art verändert, wie mit Unterlagen umgegangen wird. Nicht immer verläuft alles reibungslos.

Wenn der Behördengang zu Hause beginnt

Viele Anliegen lassen sich in Hamburg inzwischen online vorbereiten oder vollständig digital erledigen. Das betrifft zum Beispiel die Wohnsitzummeldung, das Anfordern eines Führungszeugnisses oder einer Meldebescheinigung sowie Bewohnerparkausweise. Was früher Papier war, ist heute Datei. Unterlagen werden nicht abgegeben, sondern hochgeladen.

Wenn ein Termin erforderlich ist, so dient das oft nur noch der letzten Überprüfung oder der Identifikation. Was davor gemacht werden muss, passiert digital. Eine große Rolle spielen dabei Fotos von Dokumenten. Diese müssen in vielen Fällen weiterverarbeitet werden, etwa wenn mehrere Seiten zu einer Datei zusammengeführt werden sollen. Glücklicherweise ist es heutzutage problemlos möglich, online JPG ins PDF zu übertragen und den Dateityp entsprechend anzupassen. Eine Software muss dafür nicht gekauft oder heruntergeladen werden.

Neue Anforderungen an alte Unterlagen

Der Wandel bringt neue, oft unausgesprochene Erwartungen mit sich. Die Verwaltung spricht meistens von Uploads. Dabei wird zwar üblicherweise auch das erforderliche Dateiformat genannt, in der Praxis erklärt das jedoch nicht immer, wie aus einzelnen Seiten und Belegen ein verwertbares Dokument wird. Typische Situationen tauchen immer wieder auf:

  • Mehrere Einzelseiten sollen als ein Dokument eingereicht werden
  • Anhänge müssen übersichtlich und klar zugeordnet sein
  • Formate werden vorgegeben, aber selten erklärt Das betrifft nicht nur die Stadtverwaltung. Auch Jobcenter, Schulen oder andere öffentliche Stellen arbeiten mit ähnlichen Systemen. Wer hier unsortiert einreicht, bekommt Rückfragen oder wartet länger als nötig.

Planung, Bau und digitale Verfahren Insbesondere bei größeren Vorhaben zeigt sich der digitale Wandel deutlich. Auch Bauanträge werden in Hamburg zunehmend digital vorbereitet oder eingereicht. Pläne, Nachweise und ergänzende Unterlagen liegen dann als Dateien vor. Das kann die Abstimmung zwischen Ämtern, Architekturbüros und den Antragstellern zum Teil erheblich erleichtern. Gleichzeitig steigen aber auch die Anforderungen an die Struktur und an die Vollständigkeit. Ein fehlendes Dokument verzögert den Prozess schnell.

Persönliche Termine gibt es trotz der digitalen Strukturen auch weiterhin. Sie sind aber oft erst dann erforderlich, wenn die Unterlagen bereits geprüft sind. Der eigentliche Behördengang hat sich still, aber spürbar verschoben.

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