Cyber-Versicherung wichtig?

Die Notwendigkeit einer Cyber-Versicherung

Die zunehmende Digitalisierung in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens soll uns das Leben erleichtern und uns hierbei jede Menge Arbeit abnehmen.

Foto: Shutterstock
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Das Nutzen von sozialen Netzwerken, Online-Banking sowie der Einkauf beim Discounter über das Internet sind keineswegs mehr fremd für uns. Während wir diese digitalen Angebote nutzen, hinterlassen wir eine Vielzahl unterschiedlicher Informationen zu unserer Person. Diese motiviert wieder Cyber-Kriminelle, welche möglichst viel Schaden bei Privatleuten und Unternehmen anrichten möchten. Eine Cyber-Versicherung kann in diesem Zusammenhang ein geeigneter Schutz sein.

Die größten Gefahren aus dem Internet

Cyber-Kriminelle sind in den letzten Jahren überaus kreativ und trickreich geworden. Hacker-Angriffe aus dem Internet finden täglich und weltweit statt. Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen können sich dieser Bedrohung nicht entziehen, weshalb große Anstrengungen gegen derartige Bedrohungen unternommen werden.

Folgende Schadvarianten gehören zu den häufigsten Angriffsarten

Spam und Pishing:

Sogenannte Spam-E-Mail bzw. gefälschte E-Mails werden von Hackern mit infizierten Anhängen oder schadhaften Verlinkungen ausgestattet und versendet. Unachtsame Benutzer laufen Gefahr, versehentlich den Anhang zu öffnen oder auf den hinterlegten Link zu klicken. Ist das geschehen, aktiviert sich automatisch ein Schadcode, welcher sensible Daten, wie zum Beispiel Passwörter oder Bankdaten, abgreift und den Angreifer übermittelt.

Schadsoftware:

Schadsoftware kann sowohl in E-Mails als auch in Dateien aus dem Internet enthalten sein. Besonders gefährlich ist hierbei das Herunterladen von ausführbaren Dateien (".exe") von unseriösen Seiten aus dem Internet. Das Ausmaß des Schadens lässt sich hierbei nur überaus schwer beziffern, da die Schadcodes stetig angepasst und verfeinert werden. Oftmals kommt es vor, dass das Schadprogramm unbemerkt vom Anwender im Hintergrund selbständig E-Mails versendet und weitere PCs infiziert.

DoS-Angriffe:

DoS-Angriffe haben das Ziel, eine bestimmte Internetseite mit so vielen Anfragen zu konfrontieren, dass deren Verarbeitung nicht mehr stattfinden kann und es zum Zusammenbruch der Seite kommt. Angriffe dieser Art kommen in der Regel dann zum Einsatz, von einer anderen Attacke abgelenkt werden soll.

Einer Cyber-Versicherung deckte diese Angriffe umfassend ab. Die Police kann vor derartigen Bedrohungen nicht schützen, aber sie kann für die Kosten des entstandenen Schadens aufkommen. Abhängig von der Sensibilität der gespeicherten Daten kann der Abschluss einer Cyber-Versicherung also durchaus sinnvoll sein.

Wann eine Cyber-Versicherung Sinn ergibt

Der Abschluss einer Cyber-Versicherung ist in erster Linie für Unternehmen ratsam, welche mit personenbezogenen Daten bzw. vertraulichen Daten täglich arbeiten und darüber hinaus von deren Verfügbarkeit abhängig sind. Unternehmen jedweder Größe sollten sich deshalb für die Inanspruchnahme einer solchen Police entscheiden, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. Firmen, die der Auffassung sind, vor Bedrohungen aus dem Internet zu 100 Prozent geschützt zu sein, liegen einer Falschannahme auf. Niemand kann solches Sicherheitsniveau gewährleisten. Selbstverständlich spricht nichts dagegen, wenn sich Privatpersonen ebenfalls für eine Cyber-Versicherung entscheiden, um sich beispielsweise gegen Cyber-Mobbing in sozialen Netzwerken zu wehr setzen zu können.

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