Unterwegs auf Hamburger Gewässern

Die Wasserstraßen der Stadt mit dem Kanu entdecken

Hamburg bietet jede Menge Wasserstraßen! Und viele sind geeignet für vielseitiger Wassersportmöglichkeiten. Wie wäre es mit dem Kanu?

Foto von Taryn Elliott von Pexels
Foto von Taryn Elliott von Pexels


Die Hafenstadt Hamburg ist für ihre zahlreichen Wasserstraßen und ihre vielseitigen Wassersportmöglichkeiten bekannt. An der Außenalster, auf der Elbe und in vielen Gewässern im Umland hat sich eine aktive Wassersportszene etabliert.

Beliebte Paddelreviere in Hamburg

Sportliche Aktivitäten gelten als gesundheitsfördernd und sind deshalb beliebt. Auch in Hamburg liegt Sport im Trend. Allerdings ist nicht jeder Sport für Anfänger geeignet, da für manche Sportarten besondere Vorkenntnisse oder spezielle Voraussetzungen notwendig sind. Zu den Freizeitaktivitäten, die nur wenige Grundkenntnisse erfordern, gehört das Kanufahren. Beim Kanusport handelt es sich um eine aufregende Sportart, die grundsätzlich von Jedermann ausgeübt werden kann. Beim Fahren über Seen, Flüsse und Wildwässer lässt sich der Alltagsstress vergessen und Abenteuer mit Erholung verbinden. Darüber hinaus besteht beim Kanufahren die Möglichkeit, eine neue Seite der Natur zu entdecken. Beim Kanufahren wird zwischen verschiedenen Arten unterschieden. Oft wird das Kanufahren mit dem Paddeln in einem Kanu in Verbindung gebracht. Dabei ist die Bezeichnung Kanu nur der Oberbegriff für verschiedene Paddelboote. Beim Kanufahren kommen deshalb Kanadierboote und Kajaks zum Einsatz, wobei beide Arten von Booten ihre Vor- und Nachteile haben. Während ein Kanadierboot etwas breiter als ein Kajak und oben vollständig offen ist, ist das Kajak komplett geschlossen. Außerdem findet im Kajak meist nur eine Person Platz. Im Gegensatz dazu wird das Kanadierboot von mindestens zwei oder mehreren Personen gesteuert. Der Kanadier wird vor allem für Kanutouren über lange Strecken eingesetzt, da sich dieses Kanu gut über Flüsse steuern lässt und kippstabil ist. Aufgrund der Stabilität des Bootes ist der Kanadier auch für Anfänger geeignet. Zu den Begriffen, nach denen in Hamburg am meisten gesucht wurde, gehören in diesem Jahr vor allem aktuelle Themen wie die Coronakrise und die Wahl in Hamburg. Dennoch kommen auch Freizeitaktivitäten nicht zu kurz, da viele Menschen durch Sport ihre Fitness verbessern wollen. Der Einstieg in den Kanusport erfordert lediglich einige Grundkenntnisse. Nach einer kurzen Einführung in den Umgang mit dem Boot und der Ausrüstung kann es losgehen. Außer Spaß am Paddeln und Schwimmkenntnissen gibt es keine weiteren Voraussetzungen für das Kanufahren. Angehende Kanusportler sollten allerdings körperlich fit sein. Zum Paddeln in Hamburg gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ein beliebtes Paddelrevier sind die Alsterkanäle, die an Stadtteilen wie Winterhude und Eppendorf vorbeiführen und einen Blick auf Gärten und Villen ermöglichen. Auch abseits bekannter Routen kann die Hansestadt per Kanu erkundet werden. Bevor mit dem Kanusport begonnen wird, sollte man sich über die Voraussetzungen sowie über andere wesentliche Dinge informieren. Informative Quellen findet man beispielsweise im Internet wie bei kanu-zum-fruehstueck.com, einem unabhängigen Online-Magazin für den Kanusport. Auf der von ihm gegründeten Plattform veröffentlicht der Experte Hannes Wagner aus Hamburg Fakten zum Thema Kanufahren, außerdem findet man dort Ratgeber und Tourenvorschläge. Wenn kein eigenes Kanu zur Verfügung steht, kann eine Kanutour auch mit einem geliehenen Boot unternommen werden. Auf der Gose und Dove, den beiden Nebenarmen der Elbe, gibt es weder Strömung noch Stromschnellen, sodass Kanuausflüge in den Vier- und Marschlanden auch für Anfänger geeignet sind. In der ländlichen Umgebung Hamburgs gibt es viele schöne Stellen für eine Picknick- und Badepause.

Worauf sollte bei einer Kanutour geachtet werden?

Für eine längere Rundtour mit dem Kanu auf Hamburgs Wasserwegen sollten auch bei zügigem Paddeltempo mindestens vier bis fünf Stunden eingeplant werden. Mit Picknickpausen dauert der Kanuausflug über die Gose Elbe und den Neuengammer Durchstich bis zur Dove Elbe entsprechend länger. Die Route führt an der Reitbrooker Mühle sowie an der Ruder-Regattastrecke vorbei. Bei der Routenplanung gilt es zu beachten, dass der Neuengammer Durchstich jedes Jahr während der Brutzeit zwischen dem 15. April und dem 15. Juni für Paddler gesperrt ist. Alternativ kann auch eine kleinere Tour auf der Strecke zwischen Kirchwerder und der alten Seefelder Schule in Erwägung gezogen werden. Unterwegs auf der Gose Elbe sind vom Wasser aus viele Wiesen, Kuhweiden und alte Fachwerkhäuser zu sehen. Gegenüber der alten Schule gibt es einen schönen Picknickplatz. Wer auf der Alster paddeln will, kann eine Kanutour auf den Alsterkanälen unternehmen. Die acht Kilometer lange Strecke beginnt beim Stadtparksee und verläuft über den Rondeelteich, Leinpfadkanal und der Außenalster bis zum Barmbeker Stichkanal. Da es sich um eine Kanu-Rundtour handelt, kann die Route auch grundsätzlich in jedem anderen Streckenabschnitt gestartet werden. Beim Kanufahren auf der Außenalster ist rechts der Stadtteil Harvestehude mit seinen Grünflächen, die bis an das Ufer ragen, zu sehen. Während kurze Kanutouren nur wenige Stunden dauern, gibt es auch mehrtägige Paddelausflüge, bei denen die Umgebung Hamburgs entdeckt werden kann. Bei einem Paddelurlaub müssen einige Ausrüstungsgegenstände mitgeführt werden. Das erforderliche Gepäck sollte allerdings auf ein Minimum beschränkt werden, da im Boot nur ein begrenztes Platzangebot zur Verfügung steht. Bei der Zusammenstellung des Gepäcks kann eine Packliste hilfreich sein, damit nur unbedingt notwendige Dinge eingepackt werden, andererseits aber auch nichts vergessen wird. Nach wie vor gehört der Jogginganzug zur festen Ausrüstung für sportliche Aktivitäten. Bei einer Kanutour oder Kajakreise muss auch wasserfeste Bekleidung mitgenommen werden. Für einen Tagesausflug mit dem Kanu genügen in der Regel eine Regenjacke und eine Regenhose, die winddicht sein sollten, um eine Auskühlung zu verhindern. Außerdem ist es empfehlenswert, Wechselkleidung mitzunehmen und diese wasserdicht zu verpacken. In der warmen Jahreszeit gehören auch ein Mückenmittel, ein Sonnenhut, Sonnenschutzmittel und ein Handtuch in das Gepäck. Der Kanusport gilt als sehr sichere Sportart ist. Dennoch muss beim Kanufahren auf die notwendige Sicherheit geachtet werden, sodass auch erfahrene Kanusportler immer eine Schwimmweste tragen sollten. In fließenden Gewässern muss mit Strömungen und Stromschnellen gerechnet werden. Diese versteckten Gefahrenquellen sollten keinesfalls unterschätzt werden. Grundsätzlich besteht beim Kanufahren immer das Risiko, über Bord zu gehen. Neben Unaufmerksamkeit und mangelnder Erfahrung im Umgang mit dem Kanu sind auch im Wasser schwimmende Gegenstände dafür verantwortlich, dass ein Boot kentern kann. Da das Schwimmen im eiskalten Wasser sehr anstrengend sein kann, ist eine Schwimmweste beim Kanuausflug unverzichtbar. Bei Kälte sollte deshalb nur mit Rettungsweste oder Trockenanzug gepaddelt werden. Es empfiehlt sich, zur eigenen Sicherheit, ein eingeschaltetes Mobiltelefon, das wasserdicht- und schwimmfähig verpackt ist, mitzuführen. Vor allem Anfänger sollten nur am helllichten Tag paddeln sich dabei möglichst nahe am Ufer bewegen.

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