Das sind die Unterschiede

E-Bikes im Trend

Gerade während der Coronakrise haben viele Menschen in Hamburg ihre Liebe zum Fahrrad neu entdeckt. Teil der Verkehrswende soll sein, dass künftig längere Strecken mit dem Fahrrad zurückgelegt werden können.

Foto: Unsplash
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Wer dafür die elektrische Unterstützung durch ein E-Bike sucht, hat jedoch eine riesige Auswahl vor sich. Worauf es bei der Suche wirklich ankommt, wird in diesem Artikel geklärt.

E-Bike, Pedelec oder S-Pedelec?

Im Alltag neigen wir dazu, jedes Fahrrad mit elektrischem Antrieb direkt als E-Bike zu bezeichnen. Ein E-Bike an sich ist aus rechtlicher Sicht ein Zweirad mit Motor, also gar kein Fahrrad im eigentlichen Sinne mehr. Doch in den letzten Jahren bürgerte sich der Begriff in Deutschland als ein Synonym für das Pedelec ein. Aber E-Bike ist nicht gleich E-Bike. Als Pedelec wird ein Fahrrad mit einem elektrischen Antriebsassistenten bezeichnet, dass eine Leistung von bis zu 250 Watt besitzt. Die Unterstützung liegt bei bis zu 25 Kilometer pro Stunde. Fast 95 Prozent der in Deutschland verkauften elektrischen Fahrräder fallen in diese Kategorie.

Das S-Pedelec bietet eine noch stärkere Unterstützung von bis zu 450 Watt. Diese gilt bis zu einer Geschwindigkeit von 45 Kilometern pro Stunde, sodass auch ein Führerschein unbedingt notwendig ist. Das Mindestalter dafür liegt bei 16 Jahren und auch auf Radwegen darf damit nicht mehr gefahren werden.

Die Wahl des Akkus

Das Herzstück des E-Bikes ist der Akku. Moderne E-Bikes haben ihn wahlweise im Gepäckträger integriert oder am Rahmen montiert. Besonders teure Ausführungen verfügen sogar über einen im Rahmen befindlichen Akku, der von außen kaum mehr zu erkennen ist und so gut geschützt ist. Experten empfehlen auf jeden Fall eine kurze Probefahrt mit den unterschiedlichen Positionen des Akkus. Denn da dieser jede Menge Gewicht auf die Waage bringt, beeinflusst er am Ende auch den Schwerpunkt des Rades.

Neben der richtigen Position spielt vor allem die Reichweite des Akkus eine Rolle. Je größer die Kapazität, desto leichter lässt sich auch eine längere Radtour über die Bühne bringen. Genaue Angaben zur Reichweite sind aber in vielen Fällen nicht möglich. Dies liegt an den vielen individuellen Faktoren, die mit in diese Rechnung einbezogen werden müssen. Dazu zählen zum Beispiel der Grad der Unterstützung, die Fahrbahn, der Gegenwind und auch die aktuelle Außentemperatur.

Der Energieanbieter Yello setzt sich aktiv mit dem Thema auseinander und stellt auf seiner Seite vielfältige Informationen zum Thema zur Verfügung.

Der passende Antrieb

Der Motor des E-Bikes macht es möglich, auch lange Strecken ohne ein allzu hohes Maß an Anstrengung zu schaffen. Auf diese Weise sollen die Fahrräder in Städten wie Hamburg einen wichtigen Teil zur Verkehrswende beitragen.

Moderne E-Bikes haben ihre Motoren in ganz unterschiedlichen Positionen. Entweder vorne direkt an der Gabel, am Tretlager oder sogar hinten an der Nabe. Befindet sich der Motor am Heck, so zählt die direkte Kraftübertragung zu den großen Vorteilen. Wer jedoch im Alltag ruhig und sanft durch die Stadt gleiten möchte, für den empfiehlt sich ein Mittelmotor. Sie sind besonders zuverlässig, legen einen geringen Verschleiß an den Tag und arbeiten leise. Nicht zu empfehlen sind Motoren an der Vorderseite des Fahrrads, wo sie hin und wieder aus Kostengründen verbaut werden. Sie beeinflussen den Schwerpunkt des Rades negativ und sind besonders anfällig für Störungen und Reparaturen.

Wer billig kauft, kauft zweimal

Wer sich für ein E-Bike entscheidet, der muss dafür leider tief in die Tasche greifen. Erst ab einem Preis von etwa 1.500 Euro sind derzeit Räder von wirklich hoher Qualität zu haben und typische Verschleißteile können in der Regel einfach ersetzt werden.

Entscheidend ist in dieser Preisklasse immer auch der Blick auf die notwendige Absicherung des Fahrrads. Entsprechend ist es empfehlenswert, das Fahrrad in der Stadt nicht allzu lange aus den Augen zu lassen. Selbst bei der Sicherung durch ein passendes Schloss besteht noch das Restrisiko eines Diebstahls. Wer sich vor dem hohen möglichen Verlust schützen möchte, kann auch über den Abschluss einer Versicherung nachdenken. In Anbetracht des hohen Werts, den ein modernes E-Bike hat, lohnt sich auch das Zahlen der kleinen monatlichen Prämie, die in der Folge dessen anfällt.

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