Hamburger Herrenmode

So stylt man den Old-Money-Trend

Wer auf Hamburgs Straßen unterwegs ist, sieht sie überall: die Trendsetter, die Avantgardisten, die Modevorreiter und die Style-Pioniere. Sie sind stets lässig-schick gekleidet und wissen immer, welche Looks gerade in sind. Folglich kennen sie auch den Old-Money-Trend.

Old-Money-Trend, Mode
Old-Money-Trend I Foto: LightField Studios, Shuttterstock

Old Money – ein Stil, der den stillen Luxus feiert

Zugegeben, der Old-Money-Trend hat es nicht erst kürzlich auf die Laufstege und schließlich auf die Straße geschafft. Seit Beginn der 2020er-Jahre erobert er sich still und leise einen Platz unter den Top-Styles in der Damen- und Herrenmode. Denn genau das zeichnet den Stil aus: Er ist ruhig, zurückhaltend und elegant. Natürlich, ohne dabei langweilig zu wirken.

Praktisch beschreibt der „Quiet Luxury“-Trend also die hanseatisch-dezente Noblesse, die so typisch für Hamburg ist.

Doch vor allem Modeeinsteiger fragen sich: Wie genau stylt man(n) denn den Old-Money-Trend?

Selbstverständliche Nonchalance und Raffinesse

Old Money – dieser Stil steht für eine ebenso zeitlose wie mühelose Eleganz. Die Basis bilden vor allem klassische, hochwertige Basics. Wer es sich zunächst einfach machen möchte, trägt etwa eine marineblaue Stoffhose mit einem schnallenlosen Gürtel für Herren. Dazu passen ein weißes Hemd sowie ein heller Kaschmirpullover.

Dieses Beispiel reicht noch nicht als Inspiration? Dann lohnt sich ein Blick auf den Kleidungsstil der Royals oder – für alle, die weniger Interesse an Königshäusern haben – den von Serienstars. Denn in Streaming-Hits wie „Succession“ oder „Gossip Girl“ ist der Old-Money-Trend praktisch in jeder Szene sichtbar.

Was genau zeichnet den Old-Money-Trend aus?

Um den stillen Luxus kleidungstechnisch richtig ausdrücken zu können, muss man zunächst ein Verständnis für den Stil entwickelt. Was macht ihn aus und wie soll er auf andere wirken?

Die erste Frage lässt sich leicht beantworten. Der Old-Money-Style lebt von einfacher Raffinesse, von durchdachter Schlichtheit und zurückhaltender Finesse.

Diese Beschreibung hilft noch nicht bei der Suche nach den richtigen Kleidungsstücken?

Dann vielleicht so: Stiller Luxus lebt nicht von viel Glitzer oder Pomp. Stattdessen setzt er auf elegante, gut sitzende Schnitte und langlebige Naturmaterialien.

Auffällige Logos, schrille Farben oder wilde Muster haben in einem Old-Money-Kleiderschrank nichts zu suchen.

Stattdessen besteht die Garderobe hauptsächlich aus unifarbenen Stücken – am besten in Marineblau, Cognac, Schokoladenbraun und Creme. Natürlich sind auch etwas kräftigere Farbtöne wie Moosgrün oder Bourdeaux erlaubt. Wichtig ist nur, dass die ausgewählten Nuancen nicht zu stark ins Auge stechen, sondern ihm nur sanft schmeicheln.

Zwar steht der Old-Money-Trend für Zurückhaltung. Gänzlich auf Muster verzichten muss man dabei jedoch nicht. Statt besonders auffälliger Ornamente sind sie allerdings klassisch und eher unaufdringlich. Eine gute Wahl bilden etwa Nadelstreifen, Fischgrat oder Zopfmuster. Auch klassische Karos verströmen einen Hauch „alte“ Eleganz.

Welche Materialien drücken den stillen Luxus aus?

Bei der Wahl der Materialien gilt: Natürliche, weiche und anschmiegsame Stoffe haben die Nase vorn. Dazu gehören etwa Kaschmir, Tweed, Wolle oder butterweiches Leder. Wobei Letzteres vornehmlich Mänteln, Schuhen und eleganten Accessoires vorbehalten bleibt.

Sowohl die Farb- als auch die Materialwahl sollte einen zeitlosen Chic ausdrücken. Beides bildet schließlich ein Statement gegen schnelllebige Trends und günstige Fast Fashion.

Welche Accessoires passen zum Old-Money-Style?

Kein Look ist perfekt, solange ihm die passenden Accessoires fehlen. Das wissen nicht nur erfahrene Trendsetter. Gerade beim Quiet-Luxury-Chic kann die Wahl dieser modischen Extras jedoch schwerfallen.

Denn eine protzige Armbanduhr oder eine farbenfrohe Sonnenbrille können dem gewünschten Old-Money-Charme schnell einen Strich durch die Rechnung machen.

Daher gilt auch bei der Suche nach den richtigen Accessoires: Wer sich unsicher ist, greift besser zu den Klassikern.

undefined
Radio Hamburg Live
Audiothek