Duftfamilien, Duftnoten, Parfümingredienzen...

Was macht eigentlich das Parfüm aus?

Parfüm ist nicht gleich Parfüm! Was ein besonders gutes Parfum ausmacht und wo genau die Unterscheidung zwischen Damen- und Herrenparfüms liegt, erfahrt ihr hier.

Photo by Cristina Pop on Unsplash
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Für einen Laien ist die Vielfalt an Düften oft sehr verwirrend, denn eine handelsübliche Parfümerie führt weit mehr als nur ein Dutzend Angebote. Doch wonach lassen sich Parfüms und Düfte kategorisieren? Es sind die Inhaltsstoffe, die dafür sorgen, dass einzelne Parfüms verschiedenen Duftfamilien zugeordnet werden können. Erstaunlicherweise sind, trotz der Unterscheidung zwischen Damen- und Herrenparfüms, nur wenige Unterschiede zu verzeichnen.

Fünf Familien im Bereich der Damenparfüms

Bei Damenparfüms wird zwischen fünf verschiedenen Haupt-Duftnoten unterschieden. Es gibt Eau de Cologne, orientalische Düfte, halb-orientalische Düfte, Chypre sowie florale Noten. Am häufigsten kommen die blumigen Noten vor, so ist als floraler Duft mit Lavendel-Akkord YSL Libre Eau de Parfum eine sehr begehrte Note. Das Lavendel-Parfüm YSL Libre ist in klassisch floraler Duft, dessen Kopfnote aus Mandarinenöl, schwarzer Johannisbeere, Petitgrain sowie Lavendel besteht. Auch die Herznote dominiert mit Lavendel, arabischem und indischem Jasmin sowie Orangenblüten. Die Grundnote besteht aus Madagaskar-Vanille, Zedernholz, Ambra sowie Moschus. Die genaue Zuordnung erfolgt in der floral-fruchtigen Familie.

Vier große Familien der Herrendüfte

Bei den Herrenparfüm wird in vier große Duftfamilien unterteilt. Es gehören holzige, würzige, aromantische und Cologne-Noten dazu. Alle einzelnen Familien sind jedoch noch einmal unterteilt. Am dominantesten vertreiben sind intensive Kräuterdüfte, aber auch Sandelholz-Düfte und insbesondere das Oud Parfum haben sich in den letzten Jahrzehnten einen Namen gemacht. Oud ist ein asiatisches Holz, was durch ein holzig, maskulines Aroma beeindruckt.

Begehrte Düfte sind beispielsweise Gucci Intense Oud, Versace Pour Homme Oud Noir, Yves Saint Laurent M7 sowie Ferrari Essence Oud. Neben holzigen Düften sind es vor allem frische, aber auch sportliche Parfüms, die sich in der Männerwelt ausgebreitet haben. Es ist nicht nur eine Frage der persönlichen Vorlieben, sondern auch eine Frage des Charakters, welcher Duft ideal zur eigenen Person passt.

Die richtige Duftnote finden

Die Suche nach einem passenden Parfüm ist nicht immer einfach. Der geschenkte Duft zum Geburtstag ist es meist nicht, denn die persönliche Note herauszufinden, gelingt nur dem Träger selbst. Während ein Lavendel-Duft herrlich an einer Person riechen kann, passt sie nicht zum nächsten Träger. Häufig sind Menschen in einer Duftklasse ansässig und möchten hieraus auch nicht wechseln. Wer immer wieder zu einem Sandelholz Duft gegriffen hat, wird vermutlich nicht im nächsten Jahr zu einem Puder Parfum wechseln.

Die richtige Duftnote ist mehr als nur der Griff zu einer bestimmten Marke oder einem bestimmten Produkt. Der richtige Duft wird davon bestimmt, welche Aussage das Parfüm treffen soll. Ein dominanter, maskuliner Mann, der seine Abenteuerlust und seinen starken Charakter präsentieren möchte, wird zu einer herben, maskulinen Note greifen, um seiner Persönlichkeit Ausdruck zu verleihen.

Eine karrierebewusste, selbstvertraute und durchsetzungsfähige Frau wird mit einer verspielt-blumigen Note ihren Charakter nicht repräsentieren können und sich eher an einer dominant-orientalischen Note gütlich tun, um sich selbst mit dem Duft identifizieren zu können. Die große Vielfalt in der Welt der Düfte sorgt dafür, dass es für jede Persönlichkeit das passende Parfüm gibt. Oft braucht es einige Zeit, bis die optimale Note gefunden ist, doch die Parfümiere dieser Welt wissen, welche Noten zusammen verschmolzen die perfekte Symbiose für einen starken Charakter ergeben.6

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