03. Januar 2022 – Linda Shllaku

Raucherwohnung

Wie du Nikotinflecken wieder loswirst

Manchmal zieht man als Nichtraucher in eine Wohnung ein, die zuvor ein Raucher bewohnt hat. Da will man diese Flecken natürlich ganz schnell loswerden. Das ist allerdings nicht immer so einfach.

Foto von Charlotte May von Pexels
Foto von Charlotte May von Pexels

Selbst Raucher sind mittlerweile gehäuft dazu übergegangen, nicht mehr in ihrer Wohnung zu rauchen. Wohl dem, der einen Balkon sein eigen nennt und hier unter freiem Himmel seine Zigarette rauchen kann. Doch das kann zu Ärger führen, vor allem wenn Nachbarn oben drüber sich beschweren. Wenn du als Nichtraucher in eine Raucherwohnung einziehst, wird es problematisch, denn der Geruch hat sich überall abgesetzt und jetzt gilt es, die richtigen Strategien zur Renovierung umzusetzen, um die Wohnung frei von Gestank zu halten.

Alternativen zum Rauchen – kein Geruch dank E-Zigarette


Die beste Methode, um Rauchgeruch in der Wohnung gänzlich zu vermeiden, ist es aufzuhören. Wer das nicht schafft, hat mit der E-Zigarette zumindest eine angenehmer riechende Alternative gefunden. Elektronische Zigaretten, wie sie in entsprechenden Fachgeschäften verkauft werden, basieren nicht auf Verbrennung, sondern auf der Verdampfung von Liquid. Folglich setzen sich keine braunen Schlieren an der Wand ab und auch die Raumluft stinkt nicht Tage nach der letzten Zigarette noch übel nach alter Kneipe.

Einen Nachteil hat die E-Zigarette aber doch, im Vergleich zur Tabakzigarette ist er aber gering. Der hohe Anteil an Glycerin im E-Liquid hinterlässt auf Fensterscheiben einen klebrigen Film. Ab und an die Fenster putzen ist bei Dampfern somit Pflicht. Dafür gibt es laut Studien gesundheitliche Vorteile, denn die E-Zigarette soll bis zu 95 % weniger schädlich sein als klassischer Tabakrauch.

Nikotin setzt sich fest – Hausmittel können helfen

Wenn die Traumwohnung gefunden wurde, ist das ein Grund zum Feiern. Wenn sie allerdings möbliert übergeben wurde und der Vormieter Raucher war, kann das für Nichtraucher und selbst für Raucher, zum wahren Graus waren. Jetzt ist guter Rat teuer, denn auch in den Möbeln setzt sich das unangenehm riechende Nikotin ab. Doch, bevor du nun alle Möbelstücke auf die Straße stellst, gibt es hier eine Reihe guter Hausmittel, mit denen du frischen Wind in deine Wohnung bringen kannst!

Die zwei wichtigsten Komponenten der Reinigung sind Backpulver und Essig. Wenn es um die komplette Wohnung geht, bevorrate dich gut, du wirst einiges brauchen! Polster, die gewaschen werden können, sollten in die Waschmaschine wandern. Achte darauf, nicht zu heiß zu waschen und gib Essig in die Waschmaschine, damit der hartnäckige Geruch verschwindet.

Bring die Polster danach an einen rauchfreien Ort, denn sonst nehmen sie den Geruch der Wohnung wieder auf. Die Möbel selbst reinigst du mit Backpulver. Streu das Pulver einfach direkt auf dem Holz, auf Teppichen und auf nicht waschbaren Polstern. Du kannst auch Kaffeepulver nutzen, aber hier solltest du eine dünne Unterlage verwenden, da es sonst zu Flecken kommen kann.

Nach mindestens einer Stunde saugst du die mit Backpulver bestäubten Polster ab. Das Pulver bindet den Nikotingeruch und wird dann direkt in den Staubsauger gesaugt. Leere diesen sofort aus oder entferne den Beutel. Noch besser ist es, wenn du das Backpulver gleich 24 Stunden einwirken lässt, denn je länger du es auf der Oberfläche lässt, desto besser zieht es das Nikotin aus dem Stoff und aus den Möbeln.

Zum Schluss putzt du alle Böden der Wohnung mit einer Mischung aus Wasser und Essig. Du kannst ein Mischverhältnis von 1:1 auswählen, damit auch hartnäckige Gerüche verschwinden. Die Wände selbst kannst du damit nicht behandeln, hier hilft nur ein neuer Anstrich, mit einer Nikotin-Stopp-Farbe.

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