Kommunikationsprobleme vermeiden

Worauf kommt es im Gespräch mit anderen Menschen an?

Gute Kommunikation gehört zu den wichtigsten Faktoren für eine reibungsarme Zusammenarbeit im Beruf. Kommunikationsprobleme, die durch Missverständnisse und andere Unstimmigkeiten entstehen, könnten durch Veränderungen im Kommunikationsverhalten leicht vermieden werden.

Foto: Pexels
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Die kommunikativen Kompetenzen stärken

Die Hamburger zeichnen sich durch kommunikative Sparsamkeit aus. Bereits die klassische Begrüßung "Moin" beweist, dass die Einwohner der Elbmetropole keine Menschen der großen Worte sind. Im plattdeutschen Wörterbuch finden sich Begriffe wie Ackerschnacker, Gattenpietscher oder Luushark ebenso wie schanfuudern und Witscherquast. Obwohl jeder Hamburger die Bedeutung dieser Bezeichnungen kennt, gibt es für originelle plattdeutsche Begriffe häufig keine passende Übersetzung ins Hochdeutsche. Fachspezifische Wörter kennt man auch in der Musik. Als Slang-Bezeichnung für Coolness hat sich der aus dem Englischen stammende Begriff "Steez" etabliert. Im englisch-sprachigen Raum wird das Wort Steez, das seinen Ursprung in der Hip-Hop-Kultur der 1980-er Jahre hat, schon seit Längerem verwendet, um einen lässigen Musikstil zu beschreiben. Für Außenstehende sind solche Insiderausdrücke oft nicht leicht zu verstehen, sodass Missverständnisse entstehen können. Erklärungen über die Bedeutung von Wörtern und Begriffen, die in verschiedenen deutschsprachigen Mundarten vorkommen, kann man beispielsweise im Internet auf Informations-Portalen wie www.bedeutungonline.de finden. Meist wird nur privat im Dialekt kommuniziert, während es im Job und bei offiziellen Anlässen üblich ist, Hochdeutsch zu sprechen. Bei der Verständigung mit anderen Menschen wird zwischen verbaler und nonverbaler Kommunikation unterschieden. Zur verbalen Kommunikation gehören neben der Stimme auch die Sprechweise und das Sprechtempo. Während im beruflichen Bereich bestimmte Regeln und Routinen beachtet werden, basiert die private Kommunikation eher auf Spontanität. Um besser zu kommunizieren, ist es sinnvoll, den eigenen Wortschatz zu erweitern. Dies gelingt beispielsweise beim Zuhören oder durch Lesen. Bei der Lektüre von Zeitungen, Zeitschriften und Büchern kommt man in der Regel mit unterschiedlichen Formulierungen in Berührung, sodass die Ausdrucksfähigkeit und die Sprachgewandheit gefördert werden. Insbesondere in Berufen, die eine hohe kommunikative Kompetenz erfordern, kann es von Bedeutung sein, die eigene Ausdrucksweise zu verbessern. Wenn es aufgrund unpassender oder unbedachter Formulierungen zu Missverständnissen kommt, leidet die Kommunikation. Im Berufsleben zählt die Kommunikationsfähigkeit jedoch zu den entscheidenden Faktoren, die den persönlichen Berufsweg maßgeblich beeinflussen können. Oft genügen bereits einige kleine Veränderungen im sprachlichen Verhalten, um die Kommunikationskompetenz zu optimieren. Neben einer gewissen Sprachgewandtheit spielt auch die Empathiefähigkeit eine große Rolle in der zwischenmenschlichen Kommunikation. Häufig liegt es an mangelnder Empathie, wenn es zu Kommunikationsfehlern kommt oder Beziehungen zu anderen Menschen scheitern.

Sprachgewandtheit und Empathiefähigkeit entwickeln

Für eine gute Kommunikation ist das Zuhören ebenso wichtig wie das Sprechen. Es empfiehlt sich deshalb, dem Gesprächspartner während eines Gespräches die volle Aufmerksamkeit zu schenken und immer aktiv zuzuhören. Bei schwierigen Gesprächen wie beispielsweise einem Bewerbungstermin oder einem Behördentermin kann eine Vorbereitung sinnvoll sein. So sollte bereits zuvor überlegt werden, welche Ziele bei dem Gespräch erreicht werden sollen und auf welche Fragen man möglicherweise vorbereitet sein muss. Eine inhaltliche Vorbereitung kann grundsätzlich bei jedem wichtigen Gespräch hilfreich sein. Bei offiziellen Anlässen kommt es darauf an, sich relativ kurz zu halten, da davon auszugehen ist, dass der Gesprächspartner nur wenig Zeit hat. Darüber hinaus ist die Aufmerksamkeitsspanne bei den meisten Menschen sehr kurz, sodass es wichtig ist, das eigene Anliegen mit wenigen Worten zu erklären. Obwohl zwischen verbaler und nonverbaler Kommunikation einige Unterschiede bestehen, sind beide Kommunikationsformen eng miteinander verbunden. Auch wenn ein Gesprächspartner bei einem Telefonat nicht zu sehen ist, vermitteln das Sprechtempo sowie die Stimmlage einen ersten Eindruck von der Person. Die Kommunikationsfähigkeit eines Menschen kann bei einer tatsächlichen Begegnung innerhalb weniger Sekunden darüber entscheiden, ob man als sympathisch empfunden wird oder nicht. Neben der Wortwahl ist es deshalb insbesondere die verbale Kommunikationskompetenz von Bedeutung. Da sprachliche und kommunikative Fähigkeiten auf dem Arbeitsmarkt eine immer größere Wichtigkeit besitzen, empfiehlt es sich, an der eigenen Kommunikationsfähigkeit zu arbeiten, um persönliche Ziele zu erreichen. Obwohl mittlerweile moderne Kommunikationskanäle wie die Social Media zur Verfügung stehen, ist das Berufsleben ohne verbale Kommunikation kaum vorstellbar. Die Art und Weise wie kommuniziert wird, hat sich zwar in den letzten Jahren verändert, allerdings ist die persönliche Kommunikation nicht ersetzbar.

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