03. Juni 2026 – Mara Schwarzenberger
Von WM-Debütant Curaçao über das unterschätzte Ecuador bis hin zum Afrika-Cup-Sieger Elfenbeinküste. Auf Deutschland warten in Gruppe E drei völlig unterschiedliche Gegner mit spannenden Geschichten und viel Potenzial.
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Die WM 2026 rückt näher und Deutschland bekommt es in der Vorrunde mit drei spannenden Gegnern zu tun. In Gruppe E warten unterschiedliche Fußball-Kulturen und besondere Geschichten. Das sind die Teams der deutschen Gruppe:
Curaçao
Curaçao schreibt bei der WM 2026 Geschichte. Mit nur rund 158.000 Einwohnern ist der Inselstaat das kleinste Land, das sich jemals für eine Fußball-Weltmeisterschaft qualifiziert hat. Erst seit gut zehn Jahren tritt Curaçao nach dem Ende der Niederländischen Antillen eigenständig in der WM-Qualifikation an. Nun wartet die größte Bühne des Fußballs.
Debütant und Karibikmeister
Das Nationalteam feiert 2026 seine erste WM-Teilnahme überhaupt. Zu den größten Erfolgen zählen der Gewinn der Karibikmeisterschaft 2017 sowie der Einzug ins Gold-Cup-Viertelfinale 2019.
"The Blue Wave"
Der Spitzname "The Blue Wave" ("Die Blaue Welle") steht für die Verbundenheit zur Karibikinsel und ihren Fans. Passend dazu ziert ein Wellenmuster die Trikots des Teams.
Ecuador
Mit Ecuador wartet auf Deutschland wohl einer der unterschätztesten Gegner der Gruppe. Das Team qualifizierte sich souverän für die WM 2026 und belegte in der Südamerika-Qualifikation hinter Weltmeister Argentinien den zweiten Platz. Für Ecuador ist es bereits die fünfte WM-Teilnahme, zuletzt war das Team 2022 in Katar dabei. Der bislang größte Erfolg bleibt der Einzug ins Achtelfinale bei der WM 2006 in Deutschland.
Platz 23 in der FIFA-Weltrangliste
Gleichzeitig beginnt für die Mannschaft langsam ein Umbruch. Rekordtorschütze Enner Valencia könnte bei der WM 2026 sein letztes großes Turnier bestreiten. In der FIFA-Weltrangliste steht Ecuador aktuell auf Platz 23 und dürfte damit deutlich stärker sein, als viele Fans zunächst vermuten.
"La Tri"
Der Spitzname "La Tri" ist übrigens die Kurzform von "La Tricolor" und bezieht sich auf die Nationalfarben Gelb, Blau und Rot der ecuadorianischen Flagge.
Die Elfenbeinküste
Die Elfenbeinküste gehört zu den spannendsten Teams in Deutschlands WM-Gruppe. Die "Elefanten" stehen 2026 zum vierten Mal bei einer Weltmeisterschaft auf dem Platz und kehren erstmals seit der WM 2014 in Brasilien zurück. Bei allen bisherigen Turnierteilnahmen war allerdings spätestens nach der Gruppenphase Schluss. Genau das soll sich diesmal ändern.
Afrika-Cup Sieger und starke WM-Qualifikation
Mit viel Rückenwind reist das Team nach Nordamerika: Die Elfenbeinküste gewann 2024 den Afrika-Cup und blieb auch in der WM-Qualifikation beeindruckend stabil. Seit Trainer Emerse Faé die Mannschaft im Januar 2024 übernommen hat, entwickelte sich das Team zu einer echten Defensivmacht. In zehn Qualifikationsspielen blieb die Elfenbeinküste ungeschlagen und kassierte dabei kein einziges Gegentor. In der FIFA-Weltrangliste liegt das Team aktuell auf Platz 34. Zu den größten Erfolgen zählen neben dem Afrika-Cup-Triumph 2024 auch die Titel aus den Jahren 1992 und 2015.
"Les Elephants"
Der Spitzname "Les Elephants" hat übrigens historische Wurzeln: Der Elefant ist bis heute Nationalsymbol des Landes und ziert sogar das Staatswappen der Republik.
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