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Der Live-Ticker zum Coronavirus in Norddeutschland

Wir halten euch in unserem Live-Ticker über die aktuelle Zahl der Coronavirus-Infizierten in Hamburg und Norddeutschland auf dem Laufenden und informieren euch über die aktuellen Lage in und um Hamburg.

Foto: Shutterstock
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Nichts verpassen im Corona-Live-Ticker!

Welche Veranstaltungen und Events werden abgesagt? Was berichtet die Gesundheitsbehörde? Und wie entwickelt sich die Zahl der infizierten Patienten weiter? Das alles erfahrt ihr im Live-Ticker, wo wir euch montags bis freitags immer auf dem aktuellen Stand halten!

Meldungen vom 14.05.2021

15:27 Uhr

Neuer Impfrekord in Hamburg

In Sachen Corona gibt es weiterhin gute Nachrichten: Erstmals wurden in Deutschland an einem Tag 1,35 Millionen Menschen geimpft · ein neuer Rekord. Damit sind jetzt über ein Drittel der Menschen in Deutschland mindestens einmal geimpft. Rund 10 Prozent sind voll geschützt. Auch die bundesweite Inzidenz sinkt weiter: Seit dem März ist der Wert zum ersten Mal wieder unter die Schwelle von 100 gesunken. Politiker und Experten sind zuversichtlich, warnen aber vor zu schnellen Lockerungen.

14:51 Uhr

Gastro-Branche geht Öffnung der Außengastro in Hamburg nicht weit genug

Der Hotel und Gaststättenverband hat dem Hamburger Senat angesichts einer möglichen früheren Öffnung der Außengastronomie unprofessionelles Handeln vorgeworfen. Eine Öffnung nur der Außenbereiche zu Pfingsten sei «keine Lösung», sagte Niklaus Kaiser von Rosenburg, Vizepräsident des Dehoga Hamburg. Einen solchen Schritt nur in Aussicht zu stellen, «weil eine Klage im Raum steht», reiche nicht. Zudem bräuchten die Betriebe für den Einsatz ihrer Mitarbeiter und die Beschaffung von Waren Planungssicherheit. Der Dehoga Hamburg erwäge, wegen der andauernden Schließung der Hamburger Hotels und Gaststätten Klage gegen die Stadt einzureichen. «Das ist super-unprofessionell gelaufen», sagte der Hotelier. Auch angesichts der Öffnung der Restaurants und touristischen Betriebe in den Nachbarbundesländern könne die Öffnung des Außengastronomie in Hamburg nur ein erster Schritt sein. «Der muss dann aber schnell gefolgt sein von Innengastronomie und touristischen Reisen.»

14:36 Uhr

Handwerk blickt zuversichtlicher ins Jahr

Fortschritte beim Impfen und sinkende Corona-Infektionszahlen lassen die Handwerksbetriebe in Deutschland wieder etwas positiver in die Zukunft blicken. Wie aus dem Konjunkturbericht des Branchenverbands ZDH hervorgeht, erwarten sie, dass die Geschäfte in der zweiten Jahreshälfte wieder deutlich anziehen. Gleichzeitig wirkten die Corona-Einschränkungen aber nach, sagte Generalsekretär Holger Schwannecke.

14:22 Uhr

Kurzarbeitergeld soll bis Jahresende verlängert werden

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will Erleichterungen für Firmen mit Kurzarbeit bis zum Jahresende verlängern. Handel, Gastronomie oder Veranstaltungsbranche litten nach wie vor sehr unter dem Lockdown, sagte der SPD-Politiker dem «Handelsblatt» in einem Interview. Auch gebe es in manchen Betrieben Schwierigkeiten, weil etwa Halbleiter fehlten. «Ich will deshalb, dass wir die Möglichkeiten der Kurzarbeit in vollem Umfang bis zum Jahresende verlängern.» Dazu habe er einen Verordnungsentwurf erarbeitet, den die Regierung gerade abstimme. Konkret geht es um Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden bei Kurzarbeit, die bis zum 30. Juni zu 100 Prozent vom Staat übernommen werden. Diese Regelung will Heil verlängern. Ansonsten würde nur noch die Hälfte der Beiträge gezahlt.

13:40 Uhr

Quarantänepflicht für Italienurlauber fällt

Für Italien-Urlauber aus Deutschland und anderen europäischen Ländern entfällt am Sonntag die bisher notwendige Corona-Quarantäne nach der Ankunft. Das teilte das Gesundheitsministerium in Rom mit. Künftig sei für Einreisen aus den Ländern der Europäischen Union, dem Schengenraum sowie Großbritannien und Israel nur noch ein negativer Test erforderlich. Bisher musste man fünf Tage in Quarantäne und am Ende einen zweiten Test machen.

12:48 Uhr

Familienministerin für schnelles Impfen von Kindern und Jugendlichen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat sich dafür ausgesprochen, Kindern und Jugendlichen vorrangig ein Impfangebot zu machen, sobald der Impfstoff für diese Gruppe zugelassen ist. «Sie müssen mit Vorrang ein Impfangebot bekommen, sobald der Impfstoff für sie zugelassen ist. Das sind wir Erwachsenen der jungen Generation schuldig», sagte Giffey. Kinder und Jugendliche hätten in der Pandemie auf vieles verzichtet, erklärte die Familienministerin. Die Bundesländer müssten nun zügig alles vorbereiten, um den drei Millionen Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren schnell ein Angebot zu machen. Auch Eltern und Fachkräfte, die mit Kindern in Kontakt sind, müssten eine Möglichkeit haben, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. Denn sie würden Kinder «wie ein Kokon» schützen, sagte Giffey. Bis dahin müsse auch sichergestellt sein, dass Familien, etwa über Testmöglichkeiten, wieder in den Urlaub fahren könnten, um Kraft zu tanken, erklärte die Familienministerin.

12:35 Uhr

Spahn zuversichtlich

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die weiter sinkende Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland als ermutigend bezeichnet. Die Tatsache, dass die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit dem 20. März wieder unter die Schwelle von 100 gesunken sei, gebe Anlass zur Zuversicht. Das sagte Spahn beim Besuch der Bundeswehrapotheke im niedersächsischen Quakenbrück.

12:27 Uhr

Corona-Neuinfektionen in Hamburg im Wochenvergleich deutlich gesunken

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Hamburg im Wochenvergleich noch einmal deutlich gesunken. Am Freitag kamen
155 hinzu, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Das sind 19 Fälle weniger als am Donnerstag und 137 weniger als am Freitag vor einer Woche. Die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen, sank von 70,3 auf 63,1. Es war der zehnte Rückgang in Folge. Vor einer Woche hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 92,3 gelegen. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hamburg gestorbenen Menschen blieb nach Angaben des
Robert Koch-Instituts (RKI) unverändert bei 1530. Insgesamt haben sich in der Corona-Pandemie der Gesundheitsbehörde zufolge bisher nachweislich 74 828 Hamburgerinnen und Hamburger mit Sars-CoV-2 infiziert. 67 900 von ihnen gelten laut RKI als genesen.
Nach dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin wurden in den Hamburger Kliniken am Freitagvormittag 84 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen behandelt. Die Gesundheitsbehörde gab die Gesamtzahl aller Patienten in den Krankenhäusern mit 197 an, allerdings mit Stand Mittwoch.

12:22 Uhr

Fortschritte beim Impfen: Handwerksbetriebe blicken positiver in die Zukunft

Fortschritte beim Impfen und sinkende Corona-Infektionszahlen lassen die Handwerksbetriebe in Deutschland wieder etwas positiver in die Zukunft blicken. Wie aus dem Konjunkturbericht des Branchenverbands ZDH hervorgeht, erwarten sie, dass die Geschäfte in der zweiten Jahreshälfte wieder deutlich anziehen. Zugleich wirkten die Corona-Einschränkungen aber nach,
betonte Generalsekretär Holger Schwannecke. «Die daraus resultierenden Umsatzverluste werden in vielen Gewerken auch dann
kaum auszugleichen sein, wenn die betroffenen Betriebe im weiteren Jahresverlauf wieder voll umfänglich tätig werden könnten.»
Der Branchenverband rechnet für das laufende Jahr insgesamt mit einem Umsatzwachstum von einem Prozent. Doch selbst dieses verglichen mit Vor-Pandemiejahren geringe Wachstum lasse sich nur erreichen, wenn das Impfen weiter beschleunigt werde und nachhaltige, länger anhaltende Öffnungsschritte möglich mache. Vor allem Zulieferer der Hotellerie und Gastronomie, also Wäschereien und Gebäudereiniger, aber auch Bäcker, Konditoren, Metzger und Bierbrauer hätten häufig Liquiditätsprobleme, sagte Schwannecke. Gleiches gelte für Messebauer und Veranstaltungstechniker. Deshalb müssten bestehende Hilfsprogramme verlängert werden. Problematisch seien für das Handwerk auch die Preisexplosion und die Lieferengpässe bei vielen Baumaterialien, sagte Schwannecke. Bisher hätten vor allem Handwerksbetriebe im Bau- und Ausbau die Konjunktur für die Branche stabilisiert - das werde schwierig, wenn sich die Situation nicht entspanne.

12:17 Uhr

Niedersachsen: Kreuztfahrtsaison startet endlich wieder

Kreuzfahrtfans können die Koffer packen: Am Pfingstwochenende startet die krisengeschüttelte Kreuzfahrtbranche in Kiel die Saison in Deutschland. Nach dem ersten Corona-Schock und dem sommerlichen Neustart 2020 sowie dem erneuten Lockdown im Herbst ist dies der zweite Anlauf, mit dem die Reedereien an den jäh unterbrochenen langjährigen Kreuzfahrtboom anknüpfen wollen. Den Anfang macht die «Aidasol» der Carnival-Tochter Aida Cruises; das Schiff wird von der schleswig-holsteinischen Hauptstadt zu Kurztouren in die Ostsee aufbrechen. Einen Tag später folgt Tui Cruises mit «Mein Schiff 1» ebenfalls mit «Blauen Reisen», bei denen die Urlauber zunächst ohne Landgang die ganze Zeit auf der Ostsee bleiben. Auch die Tui-Tochter Hapag-Lloyd Cruises startet wenig später von Kiel aus mit dem kleineren Neubau «Hanseatic inspiration» in die deutsche Saison. Den «Neustart 2.0» in Kiel verdankt die Kreuzfahrtindustrie den sinkenden Zahlen von Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein. Das
Land zwischen Nord- und Ostsee hat seit längerem mit Abstand die niedrigsten Werte in Deutschland. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat deswegen den für das Bundesland so wichtigen Tourismus zum 17. Mai geöffnet - unter strengen Vorgaben dürfen Reisende überall ins Land.

12:07 Uhr

In Deutschland bisher rund 13.000 Geimpfte positiv auf das Coronavirus getestet

In Deutschland wurden bisher rund 13 000 vollständig Geimpfte noch positiv auf das Coronavirus getestet. Das entspricht
bei insgesamt mehr als acht Millionen Zweitimpfungen etwa 0,16 Prozent. Es sei aber nicht klar, ob die Erkrankung bei vollem
Impfschutz, also mehr als 14 Tage nach der zweiten Impfung, auftrat oder in den Tagen davor, erklärte das Gesundheitsministerium am Freitag. Impfungen können Corona-Infektionen zwar in den meisten Fällen verhindern, allerdings nicht zu hundert Prozent. Man geht außerdem davon aus, dass der Körper nach der zweiten Impfung rund zwei Wochen braucht, um den vollen Impfschutz aufzubauen. Nach der ersten Impfung wurden nach Daten des Gesundheitsministeriums rund 44 000 Covid-19-Fälle gemeldet. Das entspricht bei mehr als 28,5 Millionen Erstgeimpften etwa 0,15 Prozent. 662 zweifach Geimpfte und rund 2000 einfach Geimpfte starben.

11:53 Uhr

Bundesgesundheitsminister bezeichnet Corona-Zahlen als ermutigend

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die weiter sinkende Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland als ermutigend bezeichnet. Die Tatsache, dass die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit dem 20. März wieder unter die Schwelle von 100 gesunken sei, gebe Anlass zur Zuversicht, sagte er am Freitag beim Besuch der Bundeswehrapotheke in Quakenbrück (Landkreis Osnabrück). Die Lage sei aber bundesweit sehr unterschiedlich, denn es gebe Landkreise mit einem Inzidenzwert von 35, aber auch solche mit über 200. Spahn betonte, ihm sei es wichtig, dass, wenn geöffnet werde bei
einer Inzidenz unter 100, dies zuerst im Außenbereich geschehe. Dies gelte für die Außengastronomie oder kleine Konzerte oder ein
Fußballspiel mit ausgedünnter Teilnehmerzahl und Abstands- und Hygienekonzept. «Ich kann nur bei den Ländern und Landkreisen dafür werben, dass wir insbesondere bei der Innengastronomie warten, bis wir unter 50er Inzidenzen sind.» Wenn sich mehrere Menschen länger im Innenraum ohne Maske aufhielten, sei dies die Mischung, die es dem Virus leicht mache, sich zu verbreiten.
Mit Blick auf den Sommerurlaub verwies Spahn auf die derzeitige Empfehlung, noch soweit möglich auf nicht notwendige Reisen zu verzichten. Das werde man bei einem niedrigen Infektionsgeschehen zum Sommer hin sicher lockern können. «Ich verstehe die Sehnsucht, aber wir sind eben noch in der Pandemie.»

11:33 Uhr

Niedersachsen: Dehoga fordert dringende Öffnung des Übernachtungsgewerbes

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga in Niedersachsen fordert dringend eine Öffnung des Übernachtungsgewerbes
für Gäste aus anderen Bundesländern. Bei der vorsichtigen Öffnung seit Montag dürfen Hotels und Pensionen nur Besucher aus
Niedersachsen beherbergen. «Das ist eine Katastrophe, weil unsere Zielgruppe nicht aus unserem Bundesland kommt», sagte Dehoga-Geschäftsführerin Renate Mitulla am Freitag in Hannover. Der niedersächsische Tourismus lebe stark von Gästen aus Nordrhein-Westfalen. Niedersachsen sei im Nachteil gegenüber anderen Bundesländern, die ihre Hotels wieder für alle öffneten, sagte Mitulla. Sie kündigte für Montag Ergebnisse einer Umfrage zur Lage der Betriebe im Land an. In der Gastronomie haben ihrem ersten Eindruck nach einige Betriebe ihre Außenbereiche geöffnet, auch wenn es sich nicht rechnet. «Wir wissen, dass die Gäste dankbar sind für jeden Gastronom, der seine Außengastronomie geöffnet hat», sagte Mitulla. Beim Personal gebe es im Wiederhochlaufen des Tourismus noch «ziemliche Engpässe». In Niedersachsen dürfen Hotels, Ferienwohnungen und andere Quartierein Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 wieder Gästeempfangen. Buchen können aber nur Menschen aus dem Bundesland. Diederzeitige Corona-Verordnung gilt bis zum 30. Mai.

11:27 Uhr

Aktuelle Zahlen zur Corona-Lage

11:19 Uhr

Niedersachsen: Corona-Erstimpfungen müssen nicht abgesagt werden

Trotz der Ankündigung, dass die Corona-Erstimpfungen vielerorts in Niedersachsen zugunsten der Zweitimpfungen ausgesetzt werden müssen, rechnet die Landesregierung nicht mit Terminabsagen im großen Stil. «Wir gehen nicht davon aus, dass hier großflächig Impfungen abgesagt werden müssen, die bereits terminiert und mit Impfstoff hinterlegt waren», sagte eine Sprecherin
des Gesundheitsministeriums am Freitag in Hannover. Allerdings verschiebe sich der Fokus stärker auf die Zweitimpfungen. Kommende Woche soll es demnach 57 000 Erstimpfungen in den Impfzentren geben. Die Landesregierung hatte im Frühjahr beschlossen, die Reserven für Zweitimpfungen zu verringern, um mit den Erstimpfungen schneller voranzukommen. Mittlerweile müssen jedoch nun erst viele Menschen ihre zweite Spritze bekommen, bevor wieder genug Impfstoff für alle neuen Impfberechtigten da ist. Erst ab Anfang Juni sollen wieder verstärkt Erstimpfungen möglich sein, hieß es am Mittwoch. Die Opposition reagierte empört und sprach von einem Impfdebakel. Die kommunalen Impfzentren sollen derweil immer mehr von den
Arztpraxen abgelöst werden. «Der Bund hat, als er die Impfzentren im letzten Jahr eingerichtet hat, ganz klar kommuniziert, dass das eine Einrichtung im Rahmen der Krisenbewältigung ist und die Impfzentren befristet tätig sein werden», erklärte die Ministeriumssprecherin. «Bis zum 30. September sind die Impfzentren finanziert vom Bund und werden auch mindestens so lange mit Impfstoff beliefert.» Danach seien die Arztpraxen voraussichtlich in der Lage, die Impfkampagne allein zu übernehmen.

11:18 Uhr

Hamburg: Öffnung der Außenbereiche der Gastronomie schon zu Pfingsten

Die Hamburger Gastronomen dürfen auf eine Öffnung ihrer Außenbereiche schon zu Pfingsten hoffen. Nach einem Bericht des
«Hamburger Abendblatts» (Freitag) will Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) bezahltes Essen und Trinken im Freien statt
frühestens in einem Monat nun doch bereits im zweiten Lockerungsschritt ermöglichen, über den der Senat am kommenden
Dienstag beraten wird. Auch nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gibt es Überlegungen im rot-grünen Senat, die
Außengastronomie bereits zu Pfingsten freizugeben. Innensenator Andy Grote (SPD) hatte bereits nach der letzten Senatssitzung klargestellt, dass der rot-grüne Lockerungsplan «nicht in Stein gemeißelt» sei und bei entsprechend positiver Entwicklung
des Infektionsgeschehens angepasst werden könne. Im zweiten Öffnungsschritt sind unter anderem eine Lockerung der
Kontaktbeschränkungen, die Aufhebung der generellen Maskenpflicht in Parks und Grünanlagen sowie die Öffnung des Einzelhandels geplant. Die Öffnung der Außengastronomie sollte ursprünglich erst als dritte Stufe erfolgen. Zwischen den Schritten sollen laut Senatsplan jeweils 10 bis 14 Tage liegen. Im ersten Schritt war am Mittwoch unter anderem die seit Karfreitag geltende nächtliche Ausgangsbeschränkung aufgehoben worden.

10:40 Uhr

Am Mittwoch wurden so viele Menschen gegen das Coronavirus geimpft wie noch nie

In Deutschland sind am Mittwoch so viele Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden wie noch nie. Nach Angaben des
Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag (Stand: 09.35 Uhr) wurden an dem Tag 1 353 453 Impfspritzen gesetzt, an Christi Himmelfahrt waren es 408 260. Wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter mitteilte, wurden damit an beiden Tagen zusammen fast 2 Prozent der deutschen Bevölkerung geimpft. Damit seien 35,9 Prozent (29,8 Millionen) der Menschen in Deutschland mindestens einmal geimpft und 10,6 Prozent (8,8 Millionen) voll geschützt. Laut RKI hatte es vor dem neuen Tagesrekord in den vergangenen Wochen bereits drei Tage gegeben, an denen über eine Million Impfspritzen gesetzt wurden. Insgesamt wurden demnach bis einschließlich Donnerstag etwa 38,6 Millionen Impfdosen verabreicht. Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften hat das Saarland mit 40,4 Prozent. Sachsen liegt mit 31,1 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück. Die Impfkampagne in Deutschland hatte Ende vergangenen Jahres begonnen. Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe.

08:30 Uhr

Corona-Pandemie: Menschen filmen ihre Umgebung

Kaum Urlaubsflüge, kein Kino oder Fitnessstudio: In den Pandemie-Monaten haben viele das Spazierengehen für sich entdeckt - sei es im nächstgelegenen Park, am Feldrand oder im Wald. Aber welcher Vogel zwitschert denn da gerade? Was blüht am Wegrand und wie heißt noch mal der Baum mit den herzförmigen Blättern? Zahlreiche Apps ermöglichen inzwischen das Erkennen von Arten mit dem Smartphone - teilweise genügt dabei ein einziges Handy-Foto. Zu den Anwendungen gehört zum Beispiel das vom Bundesumweltministerium geförderte Projekt «Flora Incognita», das Künstliche Intelligenz zur Pflanzenbestimmung nutzt - vergleichbar mit der automatisierten Gesichtserkennung. Die kostenlose App Nabu-Vogelwelt wurde schon mehr als eine Million mal heruntergeladen. Bei ihr lassen sich über In-App-Käufe auch zusätzliche Inhalte erwerben - etwa für 3,99 Euro rund 1000 Gesänge und Rufe von 308 Arten. «Als neues Feature kann man sich Vögel in 3D quasi auf den Wohnzimmertisch projizieren», sagt Nabu-Sprecherin Silvia Teich. Die verschiedenen Apps seien eine Chance, verlorengegangenes Wissen über die Natur zurückzugewinnen. Die Vogelwelt-App nutzen Tausende Menschen zudem, um ihre Beobachtungen für die Zähl-Aktion «Stunde der Gartenvögel» zu übermitteln. In der Community naturgucker.de werden Apps ebenfalls zur Erfassung und Meldung von Beobachtungen verwendet.

08:07 Uhr

Robert Koch-Institut beobachtet wachsenden Anteil der in Indien entdeckten Corona-Variante

Auf sehr niedrigem Niveau beobachtet das Robert Koch-Institut (RKI) in Deutschland einen wachsenden Anteil der in Indien entdeckten Corona-Variante. Die neu als besorgniserregend eingestufte Mutante B.1.617 sei bisher nur in wenigen Proben nachgewiesen, «aber ihr Anteil stieg in den letzten Wochen stetig an», heißt es in einem RKI-Bericht vom Mittwochabend. Ihr Anteil an den untersuchten Proben beträgt demnach weniger als zwei Prozent (Untervariante B.1617.1: 0,6 Prozent; B.1617.2: 0,9 Prozent). Das RKI betont, dass die absoluten Zahlen der Nachweise in der Woche vom 26. April bis 2. Mai lediglich im zweistelligen Bereich lägen: bei gut 30. Bislang sei keine Abschwächung des hohen Anteils der in Großbritannien entdeckten, deutlich ansteckenderen Variante B.1.1.7 zu beobachten, schreibt das Institut weiter. Diese macht wie schon in den Vorwochen mehr als 90 Prozent der untersuchten Proben aus. Die ebenfalls als besorgniserregend eingestuften Varianten B.1.351 (Südafrika) und P.1 (Brasilien) spielen weiter eine untergeordnete Rolle: Laut RKI lag ihr Anteil in den vergangenen Wochen konstant bei 0 bis 1 Prozent beziehungsweise bei 0 bis 0,3 Prozent. In Deutschland wird nur ein kleiner Teil der Proben auf Varianten untersucht. Die indische Variante wird seit kurzem von der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) als besorgniserregend eingestuft. Das RKI schreibt: Die Einstufung solcher Varianten erlaube eine verstärkte Überwachung, «beispielsweise durch gezielte PCR-Untersuchung und Gesamtgenomsequenzierung im Rahmen der
Coronavirus-Surveillanceverordnung (CorSurV)».

07:40 Uhr

Außenminister Heiko Maas (SPD) hält Sommerurlaub für möglich

Angesichts der jüngsten Entwicklungen in der Corona-Pandemie wird nach den Worten von Außenminister Heiko Maas (SPD) im Sommer wieder Urlaub möglich sein. «Wir dürfen uns Hoffnung machen, dass sich das Leben bald wieder normalisiert, wenn die Infektionszahlen weiter sinken und die Impfkampagne Fortschritte macht», sagte Maas den Zeitungen der Funke-Mediengruppe
(Freitagsausgabe). Er erwarte dann wieder ein Leben «in normaleren Verhältnissen», so Maas. «Und das schließt Sommerurlaub ein.» Dies könne auch für Nicht-Geimpfte gelten. Eine abermalige Rückholaktion für Bundesbürger, die wegen der Pandemie im Ausland stranden, lehnte der Minister ab.

07:20 Uhr

Schleswig-Holstein fährt das öffentliche Leben wieder hoch

Kurz vor Pfingsten fährt Schleswig-Holstein das öffentliche Leben in weiten Teilen weiter hoch. Ab Montag wird im nördlichsten Bundesland unter Corona-Bedingungen in diversen Bereichen mehr möglich - für Einheimische und für Besucher aus ganz
Deutschland. Geknüpft ist alles an strenge Vorschriften wie Tests in dichter Folge und das Tragen von Schutzmasken. Die Landesregierung hat die Neuerungen beschlossen, nachdem die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen seit längerem stabil unter 100 lag. Zuletzt schwankte die Inzidenz um den Wert 50.

07:11 Uhr

Deutsche Museenlandschaft könnte an Vielfalt einbüßen

Nach Einschätzung des Deutschen Museumsbundes könnte hierzulande die Museenlandschaft infolge der Corona-Pandemie an
Vielfalt einbüßen. «Ich würde per se es nicht ausschließen, dass tatsächlich Museen zugemacht werden», sagte Christina Haak,
Vizepräsidentin des Deutschen Museumsbundes, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Angesichts sinkender Infektionszahlen und
Impffortschritten wird demnach befürchtet, dass die Finanzierung von Museen im Zuge der Pandemie etwa der Rettung der Wirtschaft entgegengestellt wird. «Das ist eine kritische Debatte. Ich hoffe, dass sie so nicht kommen wird.» Das Potenzial für Einsparungen in den bundesweit über 6600 Museen sei ohnehin gering, betonte die stellvertretende Generaldirektorin der
Staatlichen Museen zu Berlin. Selbst mit Schließungen spare man zunächst zwar etwa die Betriebskosten - der Verbleib von Gemälden und anderen Kunstwerken müsse dann aber immer noch geregelt werden. Ein Verkauf sei «in der Regel - Gott sei Dank - eine rote Linie», sagte Haak.

07:00 Uhr

Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz hat seit dem 20. März erstmals wieder Schwelle von 100 unterschritten

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz hat nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) erstmals seit dem 20. März wieder die
Schwelle von 100 unterschritten. Nach Stand des RKI-Dashboards von 04.56 Uhr lag der Wert am Freitag bei 96,5 (20. März: 99,9). Am
Vortag hatte das RKI die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche mit 103,6 angegeben, am Freitag vor einer Woche mit 125,7. Einen Höchststand hatte die bundesweite Inzidenz während der dritten Welle am 26. April mit 169,3 erreicht. Der bisher höchste Inzidenz-Wert hatte bei 197,6 am 22. Dezember vergangenen Jahres gelegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 11 336 Corona-Neuinfektionen. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 18 485 Neuansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 190 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 284 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 577 040 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3 259 000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen
Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 85 848.

Meldungen vom 12.05.2021

17:47 Uhr

Niedersachsen: Hannover eröffnet Freibadsaison

Obwohl sich der Sommer immer noch ziert, eröffnet Hannover die Freibadsaison. Allerdings gelten in der Corona-Pandemie besondere Vorsichtsmaßnahmen, wie die Stadt mitteilte. Von Donnerstag an könne im Lister und im Ricklinger Bad wieder geschwommen werden - zum normalen Eintrittspreis. Allerdings gibt es Regeln: Allein, zu zweit oder mit Personen des eigenen
Haushaltes können Schwimmer demnach eine 50-Meter-Bahn, ein halbes Nichtschwimmerbecken oder ein halbes Sprungbecken für eine Stunde anmieten. Nur jeweils vier der acht Bahnen in den 50-Meter-Becken werden vermietet - um die Abstandsregeln einhalten zu können. «Es ist sicher noch nicht der gewohnte Sommer-Schwimmspaß mit allen Facetten, aber wir verstehen dies als positives Signal und wollen mit Kreativität den Umständen trotzen», sagte Konstanze Beckedorf, die zuständige Dezernentin für Sport und Kultur. Die Umkleideräume und Duschen bleiben nach Angaben der Stadt geschlossen, nur die Toiletten sind geöffnet. Die Badegäste müssen sich am Schwimmbecken oder auf dem Gelände umziehen, bis dahin müssen sie auch Masken tragen. Seit November 2020 sind die städtischen Schwimmbäder zur Eindämmung der Pandemie geschlossen.

17:41 Uhr

Niedersachsen: Polizei will am Donnerstag verstärkt kontrollieren, ob die Menschen die Corona-Regeln halten

Die Polizei will am Donnerstag verstärkt kontrollieren, ob sich die Menschen an die Corona-Regeln halten. Eine Vatertagstour mit Bollerwagen ist in diesem Jahr nur in kleiner Runde möglich. Wegen der Corona-Pandemie sind Treffen von mehr als drei
Haushalten nirgendwo in Niedersachsen erlaubt. In den meisten Regionen dürfen sich Personen aus maximal zwei Haushalten treffen.
Landesweit bat die Polizei darum, sich auch am Feiertag umsichtig zu verhalten. Innenminister Boris Pistorius (SPD) verwies auf sinkende Corona-Zahlen und warnte vor leichtsinnigem Verhalten. «Die Perspektive für Lockerungen steht», sagte er. «Himmelfahrt fällt jetzt genau in diese Zeit, wo es auf uns alle noch einmal ankommt.»

17:21 Uhr

Bundesregierung mahnt zu weiterer Vorsicht

Angesichts der bundesweit entspannteren Corona-Lage kommen in ersten Regionen Lockerungen bei Alltagsbeschränkungen in
Sicht - die Bundesregierung mahnt aber zu weiter nötiger Vorsicht. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Mittwoch in Berlin, mit sinkenden Infektionszahlen und auf den Intensivstationen gehe «alles in die richtige Richtung». Es gelte nun aber, sehr aufzupassen, dass Zuversicht nicht zu Übermut werde und es kein Zuviel an Kontakten und Lockerungen gebe. Für Einreisen nach Deutschland gelten ab Donnerstag einheitliche Regeln, die auch Erleichterungen für Geimpfte, Genesene und Urlaubsrückkehrer aus bestimmten Zielen in Europa bringen sollen. Das Robert Koch-Instituts (RKI) warb um Geduld. «Bei aller Zuversicht dürfen wir bitte eines nicht vergessen: Diese Pandemie ist ja nicht vorbei», sagte Präsident Lothar Wieler. Es erkrankten nun vor allem die Jüngeren, darunter viele Schülerinnen und Schüler sowie junge Erwachsene. Und es gebe noch immer rund 1000 Todesfälle pro Woche.
«Die Situation ist weiter ernst.» Zugleich gebe es erfreuliche Fortschritte, auch beim Impfen. Um die Pandemie zu beenden, müssten
aber 80 Prozent der Bevölkerung entweder die Infektion durchgemacht haben oder geimpft sein.

16:54 Uhr

Jeder Dritte in Deutschland ist mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft

Mehr als jeder Dritte in Deutschland ist mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Wie aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch hervorgeht (Stand: 16.15 Uhr), haben 34,3 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. So verabreichten alle Stellen laut RKI bislang insgesamt etwa 36,8 Millionen Impfungen. Davon seien knapp 29 Millionen bei Erstimpfungen und weitere etwa 8,3 Millionen bei Zweitimpfungen verabreicht worden. Demnach stieg die Quote der vollständig Geimpften auf 10 Prozent. Am Dienstag wurden den Angaben zufolge 1 047 865 Impfspritzen gesetzt. An bereits zwei anderen Tagen in den vergangenen Wochen hatte die Zahl der beim RKI gemeldeten verabreichten Impfdosen binnen eines
Tages bei mehr als einer Million gelegen. Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften hat das Saarland mit 38,7 Prozent. Sachsen liegt mit 29,8 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück. Die Impfkampagne in Deutschland hat Ende vergangenen Jahres begonnen. Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe. Unter anderem werden auch chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf bevorzugt geimpft.

16:48 Uhr

Bundesregierung und Behörden haben eine gründliche Prüfung der Corona-Impfung für Kinder zugesagt

Bundesregierung und Behörden haben eine gründliche Prüfung der Corona-Impfung für Kinder zugesagt. Nach der Notfallzulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer in den USA machte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) deutlich, dass in Deutschland im Gegensatz dazu eine reguläre Zulassung geplant ist. Das Robert Koch-Institut betonte, dass jede und jeder mit einer Corona-Infektion rechnen müsse, der sich nicht impfen lässt. «Dieses Virus wird uns nicht mehr verlassen», sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Mittwoch in Berlin. «Dieses Virus wird auf Dauer jeden Deutschen infizieren, der nicht geschützt ist durch eine Impfung. Das wird auf Dauer so sein.» Der Berliner Virologe Christian Drosten erläuterte: «Wer sich jetzt beispielsweise aktiv dagegen entscheidet, sich impfen zu lassen, der wird sich unweigerlich infizieren.» Denn das Virus zirkuliere in der Bevölkerung - zum Beispiel unbemerkt im Rachen von Geimpften und bei kleineren Kindern, die noch nicht geimpft werden können. «Das Virus wird unerkannterweise unter einer Decke des Immunschutzes sich weiter verbreiten», sagte der Wissenschaftler der Charité Berlin im
NDR-Podcast «Coronavirus-Update» am Dienstag. Eine Entscheidung gegen die Impfung sei eine Entscheidung für die Infektion.
Der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, entfachte Diskussionen über die geplanten Impfungen von Kindern und Jugendlichen. Er stieß bei Spahn und dem Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, dabei auf Widerspruch. So kritisierte Fischbach den Zeitplan von Bund und Ländern in der «Rheinischen Post» als «überambitioniert». Spahn entgegnete, die Länder planten bereits die Organisation der Impfungen. Er sei optimistisch, dass die Über-12-Jährigen im Sommer geimpft werden können. Voraussetzung sei die Zulassung. Die Kinderärzte würden einbezogen.

16:26 Uhr

Hamburg: Erste Nacht ohne Ausgangssperre - Straßen bleiben leer

In der ersten Nacht ohne Ausgangsbeschränkungen seit gut fünf Wochen in Hamburg sind die Straßen leer geblieben. «Die
Leute haben anscheinend noch gar nicht mitbekommen, dass sie wieder raus dürfen», sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Um Mitternacht war die seit Karfreitag geltende Ausgangsbeschränkung zwischen 21.00 und 5.00 Uhr aufgehoben worden. Auch in den drei Stunden zuvor, in denen sie noch galt, seien keine größeren Verstöße festgestellt worden. Die strengen Kontaktbeschränkungen, die Abstands- und Maskenpflicht sowie die Aklkoholverbote an bestimmten Orten im öffentlichen Raum
bestehen aber fort. Die Aufhebung der Ausgangsbeschränkung war die deutlichste der vom rot-grünen Senat beschlossenen Lockerungen angesichts sinkender Zahlen bei den Neuinfektionen. Unter anderem werden ab Montag an den Schulen alle Klassenstufen wieder in den wechselweisen Präsenzunterricht und die Kitas vom erweiterten Notbetrieb in den eingeschränkten Normalbetrieb zurückkehren. Auch Museen, Ausstellungen, Galerien und Gedenkstätten können von Montag an wieder unter Auflagen Besucher einlassen. Die Öffnung der städtischen Museen und Ausstellungshäuser soll allerdings einheitlich erst ab Dienstag erfolgen, wie die Kulturbehörde am Mittwoch mitteilte. Kultursenator Carsten Brosda (SPD) nannte es ein wichtiges Signal, dass in Hamburg die Museen zu den ersten Orten gehören, die wieder geöffnet werden. «Die lange Schließzeit hat Auswirkungen auf unser
gesellschaftliches Miteinander.» Die Museen und Ausstellungshäuser erfüllten alle Voraussetzungen, «um den Besuch zu einem sicheren Kulturerlebnis zu machen.»

16:12 Uhr

Bundesweit einheitliche Corona-Regeln für Reiserückkehrer

Für Urlaubsrückkehrer und andere Einreisende nach Deutschland sollen von diesem Donnerstag an bundesweit einheitliche
Corona-Regeln greifen. Für vollständig Geimpfte und Genesene fallen damit Vorgaben zu Quarantäne und Test-Erfordernissen weg - außer, man kommt aus einem Gebiet mit neuen, ansteckenderen Virusvarianten, wie Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch in Berlin sagte. Laut einer vom Bundeskabinett beschlossenen Verordnung sollen auch Nicht-Geimpfte die bisher übliche Quarantäne von zehn Tagen nach Einreise mit einem negativen Test vermeiden können - wenn sie aus einem so genannten «Risikogebiet» mit höheren Infektionszahlen kommen. Dafür muss man aktiv belegen, dass man negativ getestet ist. Gehen soll das auch durch Hochladen eines Nachweises bei der digitalen Einreiseanmeldung. Möglich sind Schnelltests, die nicht älter als 48 Stunden sind, oder maximal 72 Stunden alte PCR-Tests. Die Regelung soll auch Reisen im Sommer in Europa erleichtern, wie
das Ministerium erläuterte - etwa, wenn geimpfte Eltern zusammen mit nicht-geimpften Kindern reisen. Der Deutsche Reiseverband sprach von einem «Signal der Zuversicht», das Urlaubern und Anbietern wieder eine positive Perspektive eröffne. «So haben auch diejenigen, die noch keine Möglichkeit hatten geimpft zu werden, die Möglichkeit, ohne Quarantäne zu verreisen», sagte
Präsident Norbert Fiebig.

15:44 Uhr

Niedersachsen: Mehr als 1500 Ermittlungsverfahren wegen zu Unrecht in Anspruch genommener Corona-Hilfszahlungen

Wegen des Verdachts zu Unrecht in Anspruch genommener Corona-Hilfszahlungen haben die Staatsanwaltschaften in Niedersachsen allein bis Anfang April mehr als 1500 Ermittlungsverfahren geführt. Die vorläufige Schadenssumme betrage
fast zwölf Millionen Euro, teilte das Justizministerium in Hannover am Mittwoch mit. 155 Verfahren seien rechtskräftig abgeschlossen.
Justizministerin Barbara Havliza (CDU) begrüßte vor diesem Hintergrund eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs, wonach ein
Urteil des Landgerichts Stade gegen einen Betrüger rechtskräftig ist. Das Landgericht hatte den Angeklagten in dem Fall im Dezember 2020 wegen siebenfachen Subventionsbetruges mit einem Schaden von 50 000 Euro zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. «Der Staat, und damit wir alle, haben sehr viel Geld in die Hand genommen, um den Menschen in dieser großen Krise schnell und unbürokratisch zu helfen. Diese Angebote zu missbrauchen, ist kein Kavaliersdelikt», sagte Havliza.

15:36 Uhr

Schleswig-Holstein: In Kreis Segeberg dürfen die Schüler ab Montag wieder in die Schule

Auch im Kreis Segeberg dürfen von Montag an wieder die Schüler aller Jahrgänge durchweg zum Unterricht in die Schule
gehen. Dies teilte am Mittwoch das Bildungsministerium mit, nachdem die Corona-Inzidenz in dem einstigen Problemkreis fünf Werktage in Folge unter 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche lag. Zuletzt waren es 38,2. Auch in den Kreisen Dithmarschen, Rendsburg-Eckernförde, Plön, Nordfriesland und Schleswig-Flensburg sowie in der Stadt Flensburg
haben nach Ministeriumsangaben alle Jahrgänge Präsenzunterricht. In den restlichen Kreisen und kreisfreien Städten trifft dies mit Ausnahme von Neumünster auf die Klassen eins bis sechs zu, ansonsten ist Wechselunterricht. Abschlussklassen haben jeweils
Präsenzangebote, auch in Neumünster.

15:32 Uhr

Hamburgs Hausärzte sind bei der Bestellung des Astrazeneca-Impfstoffes sehr zurückhaltend

Hamburgs Hausärzte sind angesichts der Skepsis ihrer Patienten gegenüber einer Corona-Impfung mit Astrazeneca bei der Bestellung des Impfstoffs «sehr zurückhaltend» geworden. «Dafür Patientinnen einzubestellen, ist mit viel Zeit am Telefon verbunden», sagte die Vorsitzende des Hausärzteverbands Hamburg, Jana Husemann, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Vor der Freigabe der Priorisierung habe sie in ihrer Praxis Stunden gebraucht, um 40 Termine zu vergeben. «Jetzt merken wir ein verstärktes Interesse an Astrazeneca, vor allem von jüngeren Patient*innen.» Hauptgrund sei die von der Politik versprochene Verkürzung der Zeit bis zur zweiten Impfung. «Da geht es vor allem darum, schnell die Einschränkungen loszuwerden oder in den
Urlaub zu fahren», sagte Husemann. «Da damit auch eine verminderte Wirksamkeit verbunden ist, sehe ich das sehr kritisch.»
Sie verabreiche weiterhin keinen Astrazeneca-Impfstoff an Menschen unter 60. Nur wenn es dazu keine Alternative gäbe, müsste man eine neue Risikobewertung vornehmen. «Da die Alternative aber ein anderer Impfstoff, sprich momentan Biontech, ist, bleiben wir dabei.»

17:27 Uhr

Niedersachsen: Erstimpfungen geraten ins Stocken

Die Erstimpfungen gegen das Coronavirus in Niedersachsen geraten ins Stocken, nachdem das Land vielen Menschen beschleunigt zu einem ersten Schutz verholfen hat. Diese Menschen müssten nun zuerst ihre zweiten Impfungen erhalten, ehe die
Erstimpfungen wieder in gewohntem Umfang fortgeführt werden könnten, sagte Gesundheitsministeriumssprecher Oliver Grimm am Mittwoch in Hannover. «Es wird sich das Tempo etwas verlangsamen, es wird sich aber das Tempo der Zweitimpfungen erhöhen.» Ab Anfang Juni seien wieder verstärkt Erstimpfungen möglich. Die Opposition reagierte empört und sprach von einem Impfdebakel. In welchem Umfang wegen des Rückstaus Impfzentren Termine für Erstimpfungen absagen mussten, konnte Grimm nicht beziffern. Eigentlich hätten die Impfzentren nur Termine in das Buchungsportal einstellen sollen, für die sie bereits Impfstoff fest in Aussicht hatten. «Wir müssen jetzt einen kleinen Puffer anlegen in den Impfzentren.» Auf jeden Fall sei die Zweitimpfung gewährleistet, betonte Grimm. Neben den Impfzentren müssten sich auch die Arztpraxen nun vorübergehend auf Zweitimpfungen konzentrieren.

15:04 Uhr

Schätzung: Steuereinnahmen 2021 niedriger als gedacht

Wegen der anhaltenden Corona-Krise müssen Bund, Länder und Kommunen in diesem Jahr mit 2,7 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen rechnen als noch im November erwartet. Wie das Finanzministerium am Mittwoch in Berlin bekanntgab, gehen die Steuerschätzer aber davon aus, dass der Staat rund 33,8 Milliarden Euro mehr einnimmt als im Krisenjahr 2020.

14:50 Uhr

Hamburger Museen und Ausstellungshäuser öffnen Dienstag

Die im Rahmen der Corona-Lockerungen vom Hamburger Senat beschlossene Öffnung der städtischen Museen und Ausstellungshäuser soll einheitlich am kommenden Dienstag erfolgen. Bereits ab Montag könnten Interessierte telefonisch oder auf den Websites der Häuser eine Terminbuchung vornehmen, um Wartezeiten zu vermeiden, empfahl die Kulturbehörde am Mittwoch. Private Museen und Ausstellungshäuser würden ihre Eröffnungstermine individuell festlegen. Wie auch Galerien und Gedenkstätten dürfen sie ab Montag wieder öffnen. Voraussetzungen sind neben einem umfassenden Hygienekonzept auch Test- oder Impfnachweise, sowie die Sicherstellung einer Kontaktnachverfolgungsmöglichkeit. Kultursenator Carsten Brosda (SPD) nannte es «ein wichtiges Signal, dass in Hamburg die Museen zu den ersten Orten gehören, die wieder geöffnet werden. Die lange Schließzeit hat Auswirkungen auf unser gesellschaftliches Miteinander.» Die Museen und Ausstellungshäuser erfüllten alle Voraussetzungen, «um den Besuch zu einem sicheren Kulturerlebnis zu machen.» Besucherinnen und Besucher müssen einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, oder einen höchstens 12 Stunden alten Schnelltest. Kinder unter sechs Jahren sind davon ausgenommen. Es gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Auch muss die Zahl der Besucher entsprechend der Größe der Fläche begrenzt werden.

14:33 Uhr

Otto will ab Juni die inländische Belegschaft gegen Covid-19 impfen

Der Versandhändler Otto will von Juni an allen inländischen Konzern-Beschäftigen Impfungen gegen Covid-19 anbieten. Bundesweit seien 20 Betriebsimpfzentren startklar, teilte die Otto Group am Mittwoch in Hamburg mit. Das Impfkonzept sehe vor, «allen Konzernmitarbeitenden in Deutschland innerhalb eines Monats die erste Impfung und einen Folgetermin für die Zweitimpfung anzubieten», sofern die Beschäftigten geimpft werden wollen und andere Impfmöglichkeiten in Impfzentren oder Arztpraxen noch nicht wahrgenommen wurden. «Ziel ist dabei die möglichst schnelle und breite Immunisierung der Belegschaften der Otto Group.» Das Impfangebot bei Otto richtet sich nach Angaben eines Sprechers an alle 40 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns in Deutschland. Derzeit gehe man auf Basis bereits geimpfter Beschäftigter davon aus, rund 20 000 Menschen in den betrieblichen Impfzentren zu impfen. Deren Standorte sind unter anderem Hamburg, Burgkunstadt (Bayern), Haldensleben (Sachsen-Anhalt), Berlin und Löhne (Nordrhein-Westfalen). Nach den bisherigen Angaben des Bundesgesundheitsministeriums rechnet Otto mit dem Start der Impfungen ab dem 7. Juni, sofern die behördlichen Genehmigungen vorliegen und ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht. Das Ministerium hatte Anfang Mai angekündigt, dass für Betriebsärzte ab der Woche vom 7. Juni mindestens 500 000 Impfdosen pro Woche zur Verfügung gestellt werden sollen.

14:00 Uhr

Neues Pharma-Förderprogramm für Medikamente gegen Covid-19

Pharmafirmen können sich ab diesem Freitag um einen millionenschweren Fördertopf für die Entwicklung neuer Arzneimittel gegen Covid-19 bewerben. Das neue Programm habe einen Umfang von 300 Millionen Euro, teilten das Bundesministerium für Gesundheit und das Bundesministerium für Bildung und Forschung am Mittwoch mit. Ziel sei, dass in den beiden ersten klinischen Phasen erfolgreich getestete Therapeutika-Kandidaten schnellstmöglich bei Patienten in Deutschland ankommen. Es gehe in dieser dritten Phase um Studien mit tausenden Probanden, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Wirkungsvolle Therapien könnten der Covid-19-Erkrankung ihren Schrecken nehmen. In der Pandemie stünden bisher nur wenige Medikamente zur Behandlung von Covid-19 Verfügung, sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU). Eine «Wunderpille» werde es wahrscheinlich auch so schnell nicht geben. Forschung sei dennoch dringend nötig. «Wir müssen leider damit rechnen, dass selbst bei einer hohen Impfrate Menschen weiter an Covid-19 erkranken», sagte die Ministerin. Mit derzeit laufenden Förderprogrammen werden Studien nach dem Abschluss der präklinischen Untersuchungen unterstützt (Phasen I-IIb). Der neue Fördertopf zielt auf den letzten großen Test (Phase III) bis zur möglichen Zulassung und Markteinführung eines Medikaments.

13:11 Uhr

Regierung ruft Unternehmen zum Bescheinigen von Corona-Tests auf

Angesichts der an Corona-Tests gekoppelten Lockerungen in Handel und Gastronomie bittet die Landesregierung Firmen, ihren Beschäftigten negative Schnelltests zu bescheinigen. Arbeitnehmer, denen mindestens zwei Mal pro Woche ein Schnelltest angeboten werden muss, können den Nachweis eines negativen Tests dann auch privat für den Besuch von Handel und Gastronomie nutzen, wie eine Regierungssprecherin am Mittwoch in Hannover sagte. Ein Muster für die Bescheinigung gibt es auf der Corona-Informationsseite des Landes im Internet. Auch Sportvereine könnten diese Bescheinigungen ausstellen, wenn Trainer oder erwachsene Sportler einen für bestimmte Sportangebote nötigen Schnelltest ohnehin vor Ort vornehmen, sagte die Sprecherin. Voraussetzung ist in beiden Fällen, dass die Tests unter Aufsicht gemacht werden.

12:55 Uhr

Digitaler Impfpass «CovPass» wird um Testergebnisse erweitert

Der geplante digitale Impfnachweis in Deutschland soll nicht nur als Bescheinigung eines vollständigen Impfschutzes dienen, sondern auch offizielle negative Corona-Testergebnisse anzeigen können. Das verlautete am Mittwoch aus Regierungskreisen. Außerdem soll die Smartphone-App, die unter dem Namen «CovPass» veröffentlicht werden soll, auch für Genesene zum Nachweis einer überstandenen Corona-Erkrankung dienen.

12:35 Uhr

Oberlandesgericht: Corona-Folgen sind kein Versicherungsfall

Die Corona-Pandemie und die in ihrer Folge erlassenen Verordnungen sind kein Versicherungsfall - das entschied das Oberlandesgericht in Schleswig in einem ersten Urteil aus dem Versicherungsrecht im Zusammenhang mit dem Virus. Demnach hat ein Gaststättenbetreiber keinen Anspruch auf Ersatz des Ertragsausfallschadens aus einer Betriebsschließungsversicherung. Dies teilte das Gericht am Mittwoch mit. Geklagt hatte ein Gaststättenbetreiber gegen eine Versicherung. Bei dieser hatte er eine Betriebsschließungsversicherung abgeschlossen, die ihm einen schließungsbedingten Ertragsausfallschaden bis zu einer Dauer von 30 Tagen ersetzen sollte. Aufgrund der zum 18. März 2020 erlassenen Landesverordnung musste der Kläger das Lokal schließen. Die Versicherung lehnte danach die angemeldeten Entschädigungsansprüche ab. Bereits das Landgericht Lübeck hatte die Klage des Mannes abgewiesen. Jetzt wies das Oberlandesgericht die daraufhin eingelegte Berufung zurück.

12:30 Uhr

Pandemie: RKI warnt vor Ungeduld und zu frühen Öffnungen

Trotz bundesweit sinkender Inzidenz-Zahlen in der Pandemie hat das Robert Koch-Institut zur Geduld gemahnt und vor zu frühen Öffnungen gewarnt. «Bei aller Zuversicht dürfen wir bitte eines nicht vergessen: Diese Pandemie ist ja nicht vorbei», sagt RKI-Präsident Lothar Wieler am Mittwoch. Es erkrankten nun vor allem die Jüngeren, darunter viele Schülerinnen und Schüler sowie junge Erwachsene. Und es gebe noch immer rund 1000 Todesfälle pro Woche. «Die Situation ist weiter ernst.»

12:23 Uhr

178 neue Corona-Infektionen - Inzidenz in Hamburg sinkt auf 75,9

Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Hamburg im Wochenvergleich weiter gesunken. Am Mittwoch kamen 178 neue Fälle hinzu, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Das sind zwar 33 Fälle mehr als am Dienstag, aber 45 weniger als am Mittwoch vor einer Woche. Die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen, sank von 78,2 auf 75,9 - der achte Rückgang in Folge. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 95,8 gelegen.

12:15 Uhr

Aktuelle Zahlen zur Corona-Lage

12:00 Uhr

Expertenurteil: schlechtes Coronamanagement bei WHO und Regierungen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Regierungen in aller Welt haben im vergangenen Jahr zu langsam auf erste Alarmzeichen einer möglichen Gesundheitsbedrohung reagiert. Dieses Fazit zieht eine von der WHO bestellte unabhängige Expertenkommission in einem am Mittwoch in Genf vorgelegten Bericht. «Die Kommission kommt zu dem Schluss, dass das System, wie es zurzeit besteht, nicht geeignet ist zu verhindern, dass sich mit einem neuen und hochansteckenden Erreger, der jeden Augenblick auftauchen könnte, eine Pandemie entwickelt», heißt es in dem Bericht. Die Expertinnen und Experten legen zahlreiche Empfehlungen vor, wie die Welt sich besser auf eine neue Bedrohung einstellen kann. Darunter ist ein Milliardenfonds, den reiche Länder finanzieren sollen, um Vorkehrungen gegen eine neue Pandemie treffen zu können.

11:45 Uhr

Spahn warnt vor «Übermut» bei Corona-Lockerungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat trotz der Entspannung der Corona-Lage zu weiterer Vorsicht gemahnt. Mit sinkenden Infektionszahlen und auf den Intensivstationen gehe «alles in die richtige Richtung», sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Berlin. Es gelte nun aber, sehr aufzupassen, dass Zuversicht nicht zu Übermut werde und es kein Zuviel an Kontakten und Lockerungen gebe. Es werde sich erst in den nächsten Wochen entscheiden, ob die Lage auch im Sommer insgesamt besser sei. Auf allen politischen Ebenen sei daher die Bereitschaft nötig, im Fall steigender Infektionen schnell auch wieder Beschränkungen einzuführen und nicht lange zu warten. Wie Spahn sagte, beschloss das Kabinett erstmals bundeseinheitliche Regeln für Einreisen nach Deutschland, nachdem es bisher Verordnungen der Länder gab. Demnach sollen unter anderem für vollständig Geimpfte und Genesene Testpflichten und Quarantänevorgaben wegfallen - es sei denn man kommt aus einem Gebiet mit ansteckenderen Virus-Varianten. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz nähert sich bei sinkenden Fallzahlen nun der Schwelle von 100. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag laut Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch bei 107,8 (Vortag: 115,4; Vorwoche: 132,8). Die Schwelle von 100 ist in der sogenannten Bundesnotbremse für besonders hohes Infektionsgeschehen genannt - wird sie in einer Region für mehrere Tage über- oder unterschritten, müssen schärfere Maßnahmen greifen oder können wieder ausgesetzt werden.

11:30 Uhr

Erstimpfungen in Niedersachsen geraten ins Stocken

Die Erstimpfungen gegen das Coronavirus in Niedersachsen geraten ins Stocken, nachdem das Land vielen Menschen beschleunigt zu einem ersten Schutz verholfen hat. Diese Menschen müssten nun zuerst ihre zweiten Impfungen erhalten, ehe die Erstimpfungen wieder in gewohntem Umfang fortgeführt werden könnten, sagte Gesundheitsministeriumssprecher Oliver Grimm am Mittwoch in Hannover. «Es wird sich das Tempo etwas verlangsamen, es wird sich aber das Tempo der Zweitimpfungen erhöhen.» Ab Anfang Juni seien wieder verstärkt Erstimpfungen möglich. In welchem Umfang wegen des Rückstaus Impfzentren Termine für Erstimpfungen absagen mussten, konnte Grimm nicht beziffern. Eigentlich hätten die Impfzentren nur Termine in das Buchungsportal einstellen können, für die sie bereits Impfstoff fest in Aussicht hätten. Auf jeden Fall sei die Zweitimpfung gewährleistet, betonte Grimm. Neben den Impfzentren müssten sich auch die Arztpraxen nun vorübergehend auf Zweitimpfungen konzentrieren. Niedersachsen hatte zum Start der Impfkampagne zunächst jeweils Dosen für die Zweitimpfung zurückgestellt, kam deshalb aber mit den Erstimpfungen weniger zügig voran als andere Bundesländer. Deshalb wurde diese Praxis schrittweise aufgegeben.

11:15 Uhr

Kreise: Bayern gibt alle Corona-Impfstoffe in Arztpraxen frei

Bayern will ab kommendem Montag die Priorisierungen für alle Corona-Impfstoffe bei Hausärzten aufheben. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch nach Angaben von Teilnehmern in einer Rede bei der Klausur der CSU-Landtagsfraktion in München an. In den Impfzentren soll es demnach aber bei dem bisherigen Verfahren mit Priorisierungen bleiben.

11:00 Uhr

Kabinett bringt weitere Corona-Hilfe für ÖPNV auf den Weg

Busse und Bahnen in ganz Deutschland sollen wegen der Einnahmeausfälle in der Corona-Krise eine weitere Milliardenhilfe bekommen. Das Bundeskabinett brachte am Mittwoch einen Entwurf auf den Weg, der für dieses Jahr nochmals eine Milliarde Euro vorsieht. Verkehrsminister Andreas Scheuer sagte, der umweltfreundliche öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) könne damit leistungsfähig und zuverlässig am Laufen gehalten werden. Der Gesetzentwurf kann nun von den Koalitionsfraktionen in den Bundestag eingebracht werden. Im vergangenen Jahr hatte der Bund bereits 2,5 Milliarden Euro zusätzlich für den Nahverkehr bereitgestellt - über die jährlichen Regionalisierungsmittel hinaus, die in diesem Jahr auf knapp 9,3 Milliarden Euro steigen. Damit können Länder und Verkehrsverbünde Verkehrsangebote bestellen. Die Länder haben zugesagt, in gleicher Höhe wie der Bund Finanzhilfen für den ÖPNV bereitzustellen. Den Verkehrsbetrieben machen stark gesunkene Fahrgastzahlen zu schaffen, denn viele Arbeitnehmer arbeiten im Homeoffice. Manche Fahrgäste meiden gerade auch lieber Busse und Bahnen zu Stoßzeiten. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen hatte gewarnt, dass Einnahmeverluste zunehmend zu Liquiditätsengpässen führten. Die Anbieter hielten die Mobilität aber in praktisch unverändertem Maße aufrecht - für systemrelevante Arbeitskräfte und alle Bürger, die auf öffentliche Mobilität angewiesen seien. Wegen fehlender Einnahmen drohten der Branche in diesem Jahr Verluste von 3,6 Milliarden Euro.

10:45 Uhr

ADAC erwartet zu Himmelfahrt mäßigen Ausflugs- und Reiseverkehr

Zum Himmelfahrtswochenende hält der ADAC trotz der Corona-Pandemie wieder etwas vollere Straßen für möglich. Grund seien die aktuellen Lockerungen für Reisen innerhalb Niedersachsens und Fahrten in die Modellkommunen in Schleswig-Holstein, hieß es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Der ADAC geht aber von mäßigem Ausflugs- und Reiseverkehr in einer der unter normalen Umständen staureichsten Zeiten des Jahres aus. Die ersten Reisenden starten vermutlich bereits am Mittwochnachmittag ins verlängerte Wochenende, hinzu kommen dann die Pendler. Der Rückreiseverkehr läuft dann ab Sonntagmittag und kann bis in die Abendstunden hinein für Behinderungen sorgen. Gebremst würden Autofahrer vor allem durch die Baustellen auf der A7 und in den Großräumen Bremen und Hamburg. Auch Lastwagen können unterwegs sein - das sonst übliche Sonn- und Feiertagsfahrverbot ist während der Corona-Krise aufgehoben.

10:35 Uhr

Mehr Wirtschaftswachstum: EU-Kommission hebt Konjunkturprognose an

Die europäische Wirtschaft wird nach Einschätzung der EU-Kommission dieses und kommendes Jahr schneller wachsen als zuletzt erwartet. Mit Blick auf Impferfolge und Lockerungen nach der Corona-Krise hob die Brüsseler Behörde ihre Konjunkturprognose am Mittwoch deutlich an. In den 27 EU-Staaten erwartet sie für 2021 nun 4,2 Prozent Wachstum, in den 19 Staaten der Eurozone 4,3 Prozent. Für 2022 wird sowohl für die EU als auch für die Eurozone ein Plus von 4,4 Prozent vorhergesagt. Noch Mitte Februar setzte Kommission schwächere Werte an. Damals hieß es, die Wirtschaftsleistung in der in der EU werde dieses Jahr um 3,7 Prozent steigen und in der Eurozone um 3,8 Prozent. Für 2022 wurden 3,9 Prozent Wachstum für die EU und 3,8 Prozent für die Eurozone prognostiziert. «Der Schatten von Covid-19 hebt sich langsam von der europäischen Wirtschaft», erklärte EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni. Die beispiellose Finanzhilfe bleibe aber zur Unterstützung von Unternehmen und Arbeitnehmern weiter wichtig. Die Defizite und die Verschuldung würden deshalb dieses Jahr auf einen Höhepunkt steigen, bevor sie wieder abnähmen.

09:45 Uhr

Nach Corona-Ausbruch auf Spargelhof weniger Menschen in Quarantäne

Nach dem Corona-Ausbruch auf einem Spargel- und Beerenhof im Landkreis Diepholz haben die Behörden die Quarantäneregelung angesichts sinkender Infektionszahlen angepasst. Von ursprünglich rund 1000 seien nur noch etwa 200 Menschen in der sogenannten Arbeitsquarantäne, sagte die Sprecherin des Landkreises, Mareike Rein, am Mittwoch. Das bedeutet, eine «häusliche Absonderung» ist angeordnet, sie gilt aber nicht für den Weg zur oder von der Arbeit. Diese Arbeitsquarantäne betrifft den Angaben zufolge Menschen, die mit Infizierten im Betrieb zusammen gewohnt oder mit diesen engen Kontakt hatten. Der Landkreis betonte, die Arbeitsquarantäne gelte unter der Voraussetzung, dass die Betroffenen negativ getestet worden seien, keine Symptome aufwiesen und strenge Hygienemaßnahmen auf dem Arbeitsweg umsetzten. Wer positiv getestet werde, falle nicht unter die Arbeitsquarantäne, sondern müsse von anderen Mitarbeitern isoliert werden. Insgesamt habe es 130 bestätigte Infektionen gegeben, von den Betroffenen seien noch rund 100 in Quarantäne, sagte Rein. Die Mehrheit der Betroffenen sind früheren Angaben zufolge Erntehelferinnen und -helfer, die in Sammelunterkünften wohnen. Erneute Schnelltests von mehr als 900 Menschen auf dem Betrieb hätten drei positive Ergebnisse gebracht, in diesen Fällen folge nun ein PCR-Test, erklärte die Sprecherin. Nach Angaben des betroffenen Betriebs Thiermann wurden die ersten Infektionen durch präventive Schnelltests entdeckt.

08:50 Uhr

Corona-Neuinfektionen bleiben auf niedrigem Niveau

In Niedersachsen sind innerhalb eines Tages 988 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch bei 78,2. Die Inzidenz gibt an, wie viele Menschen sich binnen einer Woche pro 100 000 Einwohner neu angesteckt haben. Am Mittwoch vor einer Woche lag der landesweite Wert noch bei 92,4. Außerdem wurden 13 weitere Todesfälle registriert; seit Beginn der Pandemie starben damit in Niedersachsen 5440 an oder mit Covid-19. Die höchsten Inzidenzwerte wurden für die Stadt Delmenhorst (165,0), die Stadt Salzgitter (143,8), und den Landkreis Vechta (140,7) gemeldet. Die Region Hannover lag mit 92,2 erkennbar unter dem kritischen Wert von 100. Die niedrigsten Werte verzeichneten die Stadt Wilhelmshaven (27,6) sowie die Landkreise Wittmund (31,6) und Goslar (38,2). Im Land Bremen lag die Inzidenz laut RKI bei 90,0, es kamen 106 Neuinfektionen hinzu, außerdem ein neuer Todesfall. Damit starben in Bremen bislang 464 Menschen.

08:30 Uhr

Hamburger Hafenbetreiber HHLA profitiert von Containertransport

Der Hamburger Hafenbetreiber HHLA ist trotz der anhaltenden Einflüsse der Corona-Pandemie gut ins neue Jahr gestartet. Zur positiven Geschäftsentwicklung haben hohe Lagergelderlöse infolge anhaltender Schiffsverspätungen sowie ein starker Anstieg der Containertransportmengen beigetragen. Das teilte HHLA am Mittwoch in Hamburg mit. Demnach stiegen die Erlöse leicht um knapp 4 Prozent auf 348,7 Millionen Euro an. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verbesserte sich innerhalb eines Jahres um mehr als ein Viertel auf 46,3 Millionen Euro. Der Konzerngewinn nach Minderheiten legte mehr als eine Verdoppelung hin und stieg auf 21,3 Millionen Euro. Die Prognose bestätigte der Konzern. Für 2021 rechnet der Konzern mit einem moderaten Umsatzanstieg.

08:15 Uhr

CDU-Fraktionschef: Jungen Menschen konkretes Impfangebot machen

Der CDU-Fraktionschef im niedersächsischen Landtag, Dirk Toepffer, hat Corona-Schutzimpfungen für junge Menschen gefordert. «Wenn wir Getestete, Genesene und Geimpfte gleichstellen, müssen wir jungen Menschen ein konkretes Impfangebot machen», sagte Toepffer der Oldenburger «Nordwest-Zeitung» (Mittwoch). «Wir haben vulnerable und alte Menschen in der überwiegenden Mehrheit geimpft und nun die dritte Priorisierungsgruppe geöffnet. Die versteht aber kein Mensch.» Es dränge sich der Eindruck auf, man müsse nur «pfiffig genug sein. Daher müssen wir für junge Menschen Impfangebote schaffen». Die Politik müsse dem Eindruck entgegentreten, mit jungen Leuten werde unfair umgegangen, mahnte Toepffer. «Die jungen Menschen haben in der Pandemie lange Zeit ihre Interessen zurückgestellt, aber auch unter der Pandemie gelitten.» Damit meine er nicht nur die Bildung; es gehe auch um die, die Angst um ihren Ausbildungsplatz hätten oder gerade ihren Arbeitsplatz verloren haben. «Diesen jungen Menschen müssen wir helfen.» Er könne sich «durchaus vorstellen», dass der negative Test für die Schule künftig auch für den Zugang ins Kino oder ins Lokal gültig sein könne.

08:00 Uhr

Harter Corona-Winter für Tui - Sommer soll Erholung bringen

Der Tui-Konzern vertraut nach einem harten Corona-Winter auf eine möglichst rasche Erholung des Tourismus in der Sommersaison. Während der ersten beiden Geschäftsquartale 2020/2021 (Oktober bis Ende März) häufte der weltgrößte Reiseanbieter einen für die Jahreszeit typischen Verlust an, der mit knapp 1,48 Milliarden Euro allerdings über 70 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum war. Die vergangenen Monate seien «wie erwartet durch Covid-19-Beschränkungen geprägt» gewesen. Angesichts der Impfungen und der schrittweisen Öffnung in mehreren Urlaubsländern gab sich Vorstandschef Fritz Joussen am Mittwoch zuversichtlich: «Wir stehen jetzt am Anfang des erwarteten Neustarts.» Der Stand der Sommerbuchungen liege bei 2,6 Millionen. Tourismus und Luftverkehr hatten im vergangenen Jahr mit drastischen Einbußen wegen der Lockdowns und eines über weite Strecken abgewürgten Geschäfts zu kämpfen. Bei Tui sackte der Umsatz über die zurückliegenden sechs Monate im Vergleich zum Winter 2019/2020 um fast 90 Prozent auf 716 Millionen Euro ab. Der mit Milliarden an Staatshilfen gestützte Konzern aus Hannover ist darauf angewiesen, dass es in diesem Sommer deutlich besser läuft.

07:45 Uhr

Niedersachsen: Gemeinden feiern Christi Himmelfahrt auch mit Freiluftgottesdiensten

Mit Gottesdiensten unter freiem Himmel wollen einige christliche Gemeinden in Niedersachsen und Bremen am Donnerstag Christi Himmelfahrt feiern. Andere planen Gottesdienste in den Kirchen - mit Anmeldung, Mindestabstand und Maske. So verwiesen etwa der Evangelisch-lutherische Stadtkirchenverband und die Bremische Evangelische Kirche auf Gottesdienste drinnen und draußen. Im kleinsten Bundesland werden dafür auch Kita-Gelände und Schulhöfe genutzt. Auch im Freien müssen Besucherinnen und Besucher eines Gottesdienstes Abstand voneinander halten. Interessierte können Gottesdienste in beiden Bundesländern zudem übers Internet oder per Telefon verfolgen. Das katholische Bistum Osnabrück etwa überträgt den Gottesdienst aus dem Osnabrücker Dom. An Christi Himmelfahrt feiern Christen die Rückkehr von Jesus zu seinem Vater in den Himmel. «In der Bibel heißt es, dass er zur «Rechten Gottes» erhoben wurde», schreibt das Bistum Osnabrück im online veröffentlichten Lexikon des Glaubens. Christi Himmelfahrt ist immer an einem Donnerstag 40 Tage nach Ostern. Die Corona-Pandemie stellt auch die Kirchen vor große Herausforderungen. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, sind Zusammenkünfte zur Religionsausübung nur unter Auflagen erlaubt.

07:00 Uhr

RKI registriert 14 909 Corona-Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 14 909 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.13 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 18 034 Neuansteckungen gelegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 107,8 (Vortag: 115,4; Vorwoche: 132,8). Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 268 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 285 Tote gewesen.

06:55 Uhr

Offensive gegen mangelnde Schwimmfähigkeit bei Kindern

Mehrere Städte in Niedersachsen wollen das Problem mangelnder Schwimmfähigkeit bei Kindern angehen. In Osnabrück sollen in den Sommerferien bis zu 750 Kinder das Seepferdchen machen. Details zur Aktion «Osnabrück lernt Schwimmen» werden am Mittwoch vorgestellt. In Oldenburg ist geplant, ab dem 17. Mai nach der coronabedingten Schwimmpause wieder mehr Zeiten und Kurse anzubieten. «In den vergangenen Jahren ist die Schwimmfähigkeit bei Kindern leider deutlich zurückgegangen, hier wollen wir entschlossen gegensteuern», sagte der Oldenburger Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Schon im Mai seien Anmeldungen für 400 Kinder möglich, und im Herbst werde es eine weitere Kursoffensive geben.

06:50 Uhr

Hilfsprojekt «Kunst fürs Klo»: Unterstützung für Clubs und Bars

Das Corona-Hilfsprojekt «Kunst fürs Klo» hat bereits mehr als 210 000 Euro für notleidende Clubs und Bars auf St. Pauli gesammelt. «Mit so einem Erfolg haben wir nicht gerechnet», sagte Initiator René Piroth der Deutschen Presse-Agentur. Zusammen mit seinen ehemaligen Mitbewohnern Stefan Schoder und Anne Stein hat der 38-Jährige originelle Klosprüche auf den Toiletten der Bars fotografiert, die Bilder am Computer bearbeitet und in einer Druckerei zum Selbstkostenpreis drucken lassen. Mittlerweile beteiligen sich mehr als 60 Hamburger Bars an dem Projekt. Der Erlös aus dem Verkauf der Fotoprints geht direkt an die Locations.

06:45 Uhr

Vatertag in Corona-Zeiten ist - Polizei will verstärkt kontrollieren

Am Himmelfahrts- und Vatertag sind wegen der Corona-Pandemie viele Regeln einzuhalten. Die Polizei will am Donnerstag verstärkt kontrollieren und ruft die Menschen auf, sich genau zu informieren, was erlaubt ist. Je nach Inzidenz gelten unterschiedliche Bestimmungen - der Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100 000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Vatertagstouren von Menschen aus mehr als drei Haushalten sind nirgendwo in Niedersachsen erlaubt, in den meisten Regionen dürfen sich Personen aus maximal zwei Haushalten treffen.

06:40 Uhr

Hamburg hebt nächtliche Ausgangsbeschränkung auf - leere Straßen

Trotz Aufhebung der Ausgangsbeschränkung in Hamburg sind die Straßen in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch leer geblieben. «Die Leute haben anscheinend noch gar nicht mitbekommen, dass sie wieder raus dürfen», sagte ein Polizeisprecher am Morgen der Deutschen Presse-Agentur. Die Ausgangsbeschränkung galt seit Karfreitag (2. April) zwischen 21.00 und 5.00 Uhr. Eine entsprechende Änderung der Corona-Eindämmungsverordnung trat um Mitternacht in Kraft. Den Angaben der Polizei zufolge ist die Lage anschließend ruhig geblieben. Das werde sich in den kommenden Nächten wahrscheinlich ändern, wie der Polizeisprecher vermutet: «Dann werden auch wieder mehr Menschen auf den Straßen unterwegs sein.»

06:35 Uhr

Corona-Lockerungen in Schleswig-Holstein ab Montag - auch für Touristen

In Schleswig-Holstein gelten vom kommenden Montag an gelockerte Corona-Regeln vor allem im Tourismus und der Gastronomie, bei Kontakten im Freien und in der Freizeit. Das sieht eine neue Verordnung der Landesregierung vor, mit der die in der vorigen Woche angekündigten Öffnungsschritte in Kraft treten. «Schleswig-Holstein hat seit Januar eine 7-Tage-Inzidenz, die deutlich unter 100 liegt», sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) laut Mitteilung der Staatskanzlei. «Aktuell ist der Wert bei 50. In der Tendenz sinkt diese Marke weiter.» Das Bundesland im Norden hat schon lange die niedrigsten Infektionszahlen in Deutschland - zuletzt waren sie weiter gesunken. Gaststätten dürfen unter strengen Auflagen vom 17. Mai auch ihre Innenbereiche öffnen. Voraussetzung ist ein negativer Testnachweis oder eine Bescheinigung, dass eine vollständige Impfung mindestens zwei Wochen alt ist. Wer als Tourist im Norden übernachten will, muss mit frischem negativen Coronatest anreisen und diesen alle drei Tage erneuern. Ein Antigen-Schnelltest darf maximal 24 Stunden, ein PCR-Test höchstens 48 Stunden alt sein. Bisher dürfen im Norden Urlauber nur in einigen Modellregionen unter strikten Corona-Vorgaben wie Tests in dichter Folge Urlaub machen. Mit ihren Beschlüssen weitet die Landesregierung praktisch die dafür geltenden Regeln auf das gesamte Land aus.

Meldungen vom 11.05.2021

17:54 Uhr

Hamburger Ausgangssperre endet um 24 Uhr

Angesichts einer Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 dürfen die Hamburger nun auch nachts wieder vor die Tür. Mit Wirkung Mittwoch, 0.00 Uhr, hob der rot-grüne Senat die Ausgangsbeschränkung am Dienstag auf - 40 Tage nach ihrem Inkrafttreten. Zuvor war die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf nunmehr 78,2 gesunken. Laut Robert Koch-Institut hat Hamburg zurzeit den besten Wert für eine deutsche Großstadt und den zweitbesten unter den Bundesländern. «Das waren wahrscheinlich die erfolgreichsten 40 Tage, die wir bisher in der Pandemiebewältigung in Hamburg erlebt haben», konstatierte Innensenator Andy Grote. Zugleich appellierte er an die Bürger, sich trotz weiterer Lockerungen auch an die noch geltenden Regeln zu halten.

17:30 Uhr

Neue Steuerschätzung für Deutschland am Donnerstag

Nach deutlichen Steuereinbrüchen aufgrund der Corona-Krise legen die Steuerschätzer am Donnerstag eine neue Prognose für die Einnahmen von Bund, Ländern und Kommunen vor. Im vergangenen Jahr war durch Lockdowns und die Konsumzurückhaltung der Bürger deutlich weniger Geld in die Staatskassen geflossen. Für das laufende Jahr erwarteten die Schätzer zuletzt eine leichte Erholung. Jetzt deutet sich an, dass Finanzminister Olaf Scholz eventuell noch etwas mehr Geld zu verteilen hat, als bisher angenommen. Ein Indiz dafür ist die Konjunkturprognose der Bundesregierung. «Dieses Jahr ist das Jahr, in dem wir die Trendwende endgültig schaffen», hatte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) im April angekündigt.

17:05 Uhr

10.000 Impftermine mit Johnson & Johnson in Schleswig-Holstein

Menschen in Schleswig-Holstein ab 70 Jahre können sich an diesem Freitag um 10 000 Termine für Impfungen gegen das Coronavirus mit dem Präparat von Johnson & Johnson bemühen. Die Termine für die nächste Woche sind ab 17.00 Uhr unter www.impfen-sh.de im Internet jeweils für eines der 28 Impfzentren buchbar, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. «Die Impfkampagne läuft auf Hochtouren, trotzdem gibt es Menschen, die schon länger impfberechtigt sind, und bislang keinen Termin buchen konnten», sagte Ressortchef Heiner Garg. Haus- und Facharztpraxen impften so schnell sie können und die Impfzentren verimpften alles, was da ist. «Nun haben wir mit Johnson & Johnson die Möglichkeit, kurzfristig zusätzliche Kapazitäten zu aktivieren, um gerade der Gruppe der über 70-Jährigen, die noch keinen Termin beim Haus- oder Facharzt oder im Impfzentrum buchen konnten, ein zusätzliches Angebot zu machen.» Dieses Mittel muss nur einmal geimpft werden.

16:50 Uhr

Genau ein Drittel der Deutschen einmal geimpft

Etwa jeder Dritte in Deutschland ist mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Wie aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts hervorgeht, haben 33,3 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. So verabreichten alle Stellen laut RKI bislang insgesamt etwa 35,7 Millionen Impfungen. Davon seien etwa 27,7 Millionen bei Erstimpfungen und weitere etwa 8 Millionen bei Zweitimpfungen verabreicht worden. Demnach stieg die Quote der vollständig Geimpften auf 9,6 Prozent. Am Montag wurden den Angaben zufolge 557.612 Impfspritzen gesetzt. Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften hat das Saarland mit 37,5 Prozent. Brandenburg und Sachsen liegen mit 29,2 und 29,1 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück.

16:34 Uhr

Pandemie verschärft Lage von Kindern deutlich

Die Corona-Pandemie hat nach Experteneinschätzung die Lage für Kinder und Jugendliche, die auf Unterstützung angewiesen sind, noch einmal deutlich verschlechtert. Wer in Armut oder mit einer Behinderung aufwachse, werde von den Folgen der Pandemie besonders hart getroffen, teilte die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) mit. Die AGJ ist nach eigenen Angaben «Forum und Netzwerk bundeszentraler Zusammenschlüsse, Organisationen und Institutionen der freien und öffentlichen Jugendhilfe in Deutschland». «Das Fatale ist, dass die soziale Karriereleiter unten keine Sprossen hat. Wer einmal in Armut - von Hartz IV - lebt, der wird das mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent auch in den nächsten fünf Jahren noch tun», sagte die AGJ-Vorsitzende Karin Böllert. Mit Blick auf die Situation junger Menschen mit schwerer Behinderung sprach der Verband von einer «Härtefall-Situation der Corona-Pandemie». Ein Großteil von ihnen sei in den vergangenen Monaten von der Außenwelt quasi abgeschnitten gewesen, da unter anderem Einrichtungen und Therapieangebote geschlossen oder stark eingeschränkt waren.

16:09 Uhr

Modellregionen in Schleswig-Holstein kein Pandemietreiber

Die touristischen Modellregionen in Schleswig-Holstein erweisen sich nach wie vor nicht als Treiber der Corona-Pandemie. Das vor drei Wochen gestartete Modellprojekt Ostseefjord Schlei habe eine anhaltend sehr große Nachfrage und die Sieben-Tage-Inzidenz gehe weiterhin zurück, berichtete die Ostseefjord Schlei GmbH am Dienstag. Aus bisher 39.500 Antigenschnelltests resultierten demnach 6 durch PCR-Tests bestätigte Corona-Befunde. Die Inzidenz liege in der Modellregion bei etwa 16 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Mit der landesweiten Öffnung des Tourismus ab nächstem Montag wird das Modellprojekt voraussichtlich auch in den landesweiten Regelbetrieb übergehen.

16:01 Uhr

Schwierig Risikogruppe für Impfnebenwirkungen zu definieren

Für die seltenen schweren Impfnebenwirkungen im Zusammenhang mit den Präparaten von Astrazeneca und Johnson & Johnson kann Experten zufolge bisher keine genaue Risikogruppe und kein bestimmter Risikofaktor definiert werden. Es gebe keine bestimmte Population, von der man auf den ersten Blick sagen könne, dass sie besonders gefährdet sei, die Komplikation zu bekommen, sagte der Direktor des Mikrobiologischen Instituts am Universitätsklinikum Erlangen, Christian Bogdan, in einer Videoschalte des Science Media Center. Er ist Mitglied der Ständigen Impfkommission (Stiko).

15:50 Uhr

Industrieverband will Öffnungsplan für Wirtschaft

Der Industrieverband BDI fordert in der Corona-Pandemie Öffnungsperspektiven auch für die Wirtschaft. Es brauche eine konsequente Öffnungsstrategie, die die Wirtschaft gänzlich einbeziehe, sagte BDI-Präsident Siegfried Russwurm laut einer Mitteilung. Nur so könnten das Wirtschaftswachstum angekurbelt und Existenzen gesichert werden. Am Vormittag tauschte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einer Videokonferenz mit Wirtschaftsvertretern unter anderem über die Herausforderungen der Pandemie aus. Auch mehrere Bundesministerinnen und -minister waren dabei. Laut Mitteilung wurden etwa Herausforderungen im Einzelhandel diskutiert - der Trend zum Onlinehandel, teils leere Innenstädte -, die die Pandemie noch verstärkt hat. Außerdem ging es demnach um langfristige Aspekte für den Wirtschaftsstandort Deutschland, etwa die Vereinbarkeit von Klimaschutz und Industrieproduktion.

15:40 Uhr

Polizei will Himmelfahrt im Norden strikt kontrollieren

Die Polizei Schleswig-Holstein will am Himmelfahrtswochenende deutliche Präsenz im Land zeigen. Zusätzliche Streifen soll es vor allem in Tourismusorten, Naherholungsgebieten und in Bereichen mit hoher Corona-Inzidenz geben, teilte das Landespolizeiamt mit. Die vorrangige Zuständigkeit für Kontrollen liege aber bei den Kommunen. Das Landespolizeiamt kündigte an, mit «Augenmaß und dem nötigen Fingerspitzengefühl» vorzugehen. Wenn Dialog nicht helfe und wo es nötig sei, werde man aber auch konsequent durchgreifen. «Für den Himmelfahrtstag rufen wir eindringlich dazu auf, die geltenden Vorschriften zu beachten», hieß es in der Mitteilung. «Bollerwagentouren im Freundeskreis, exzessiver Alkoholkonsum und Gruppenansammlungen sind nicht mit den geltenden Regeln vereinbar.»

15:25 Uhr

Tourismus in Schleswig-Holstein 2021 sogar bisher noch härter getroffen als 2020

Der Tourismus in Schleswig-Holstein leidet unter der Corona-Pandemie einer Studie zufolge in diesem Jahr noch stärker als im gleichen Vorjahreszeitraum. Selbst im besten Fall sofortiger Lockerungen wird das Jahresergebnis 2021 demnach voraussichtlich leicht unter dem Vorjahr liegen. Bei anhaltenden Schließungen drohten deutlich höhere Verluste. Dies ergab eine Analyse des Instituts für Weltwirtschaft im Auftrag der Nordakademie-Stiftung. «Lockerungen sind angesichts der nahenden Pfingstferien und Sommersaison ökonomisch zwingend, zumal der Corona-Sommer 2020 bewiesen hat, dass hohe Übernachtungs- und Gästezahlen mit einem wirksamen Infektionsschutz vereinbar sind», äußerte IfW-Studienleiter Klaus Schrader. Nach seinen Berechnungen liegen die Übernachtungszahlen bis einschließlich April um etwa 16 Prozent unter dem Niveau von 2019. 2020 waren es in diesem Zeitraum nur gut 9 Prozent. Ohne sofortige Lockerungen drohen Schrader zufolge auf Jahressicht deutlich größere Verluste als 2020, als die Übernachtungszahlen um 19,5 Prozent sanken und die Umsätze in Beherbergung und Gastronomie um über 25 Prozent einbrachen. Jeder siebte Arbeitsplatz ging im Durchschnitt verloren. Im Falle eines Aufholprozesses über Pfingsten und im Sommer nach entsprechenden Lockerungen rechnet Schrader mit einem Jahresminus bei den Übernachtungen gegenüber 2019 von sieben Millionen - das entspräche einem Rückgang um gut 20 Prozent.

15:21 Uhr

Hamburger Innenstadt muss sich nach Corona neu erfinden

Die Hamburger Innenstadt muss sich aus Sicht der Wirtschaft in den nächsten Jahren komplett neu erfinden. Als reines Einzelhandels- und Gastronomiezentrum sei die City nicht mehr wettbewerbsfähig, sagte Handelskammer-Präses Norbert Aust zu einem Konzept der Kammer. «Sie ist das Herz der Metropolregion Hamburg und muss wieder Identifikationsort für alle werden.» Für die Planung schlägt die Handelskammer die Gründung einer «Innenstadt GmbH» unter städtischer Aufsicht vor. Diese müsse einen Masterplan für die Entwicklung der Innenstadt vorantreiben. «Die räumliche Trennung von Einkaufen, Arbeiten, Dienstleistungen, Wohnen, Produktion und Freizeitgestaltung muss überwunden werden. Dazu braucht es einen umfassenden Transformationsprozess», so Aust. «Die Hamburger Innenstadt steht vor einem umfassenden Transformationsprozess, dessen dringende Notwendigkeit durch die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie noch sichtbarer geworden ist», heißt es in dem 52-seitigen Papier der Handelskammer. Demnach muss die City «vielfältiger, nutzungsgemischter, grüner, gerechter, produktiver und damit attraktiver für Hamburger und auswärtige Besucher werden».

15:09 Uhr

Tourismus in Niedersachsen kann nicht kostendeckend arbeiten

Die vorsichtige Öffnung beim Tourismus in Niedersachsen ist für viele Hotels und Ferienanlagen nicht kostendeckend. «Wir haben normalerweise 10 Prozent Niedersachsen, die kommen, und 90 Prozent von weiter her», sagte der Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH, Ulrich von dem Bruch. «Pfingsten tut richtig weh, da waren wir voll gebucht.» Viele Gäste scheuten auch die Testpflicht vor der Anreise und am Urlaubsort. «Die meisten wollen nicht mit Test reisen, das trübt die Nachfrage», bestätigte von dem Bruch. Camping sei ein bisschen besser: «Wir glauben, dass das das stärkste Segment werden wir.» Vieles müsse sich erst einspielen, wie das Dokumentieren der Tests.

14:50 Uhr

Senat weist Kritik des Einzelhandels zurück - Nur fünf Tage Differenz

Nach Kritik des Hamburger Einzelhandels an der Corona-Öffnungsstrategie hat Innensenator Andy Grote (SPD) den Plan verteidigt. Die Geschäftsleute verlangten, die Öffnung ab kommenden Montag zu erlauben. Der Senat habe diesen Schritt für Ende kommender Woche in Aussicht gestellt. «Insofern glaube ich, dass der Unterschied zwischen dem, was gefordert wird, und dem, wie wir es planen, gar nicht so groß ist», sagte Grote am Dienstag nach einer Senatssitzung. Es gehe um nur fünf Tage. Grote betonte zugleich, dass Hamburg zunächst eine stabile Entwicklung bei der Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektion brauche.

Der Senat werde am nächsten Dienstag über den zweiten Öffnungsschritt entscheiden, kündigte Senatssprecher Marcel Schweitzer an. Hamburg sei zögerlicher als Schleswig-Holstein, weil die Hansestadt eine sehr hohe Mobilität und Bevölkerungsdichte habe. Ein Jojo-Effekt des Infektionsgeschehens müsse verhindert werden. Schweitzer wies zugleich darauf hin, dass der Einzelhandel so hohe staatliche Hilfen bekomme wie in keinem anderen Land Europas.

14:38 Uhr

Impfaktionen sollen Corona-Ausbrüche bei Erntehelfern eindämmen

Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) hat gezielte Impfaktionen zum Eindämmen von Corona-Ausbrüchen bei Erntehelfern befürwortet. «Ich kann mir gut vorstellen, dass man mit Ärzten Impfaktionen vor Ort macht», sagte Behrens am Dienstag im Landtag in Hannover. Zwar könnten Saisonkräfte in Sammelunterkünften seit Montag mit der Öffnung der Prioritätsgruppe 3 geimpft werden. Die zwischenzeitliche Empfehlung, den dafür besonders geeigneten Einmal-Impfstoff von Johnson&Johnson nur noch bei Menschen über 60 Jahren einzusetzen, erschwere aber Impfaktionen über die Impfzentren der Kommunen, wie sie etwa der Kreis Vechta bereits gestartet hat. Möglicherweise könnten aber Ärzte in die Bresche springen, die ab der nächsten Woche großflächig den Johnson&Johnson-Impfstoff erhalten und vor Ort die nötige Beratung bieten können, die für das Impfen von Menschen unter 60 Jahren mit dem Vakzin nun vorgeschrieben ist. Die Grünen hatten einen besseren Schutz von Saisonarbeitskräften vor Corona-Infektionen im Landtag zu Thema gemacht. «Jetzt brauchen wir aber umgehend eine verpflichtende Testung an jedem Arbeitstag für Saisonarbeitskräfte, solange diese nicht in Einzelzimmern untergebracht sind», sagte die Grünen-Abgeordnete Miriam Staudte. Die Kosten seien von den Arbeitgebern zu tragen.

14:20 Uhr

Bäderverordnung tritt wieder in Kraft - Läden dürfen sonntags öffnen

Pünktlich zur landesweiten Öffnung des Tourismus dürfen von Montag an in Schleswig-Holstein in zahlreichen Ferienorten die Geschäfte auch wieder sonntags aufmachen. Die wegen der Corona-Pandemie ausgesetzte sogenannte Bäderverordnung trete dann wieder in Kraft, teilte das Wirtschaftsministerium am Dienstag mit. «Die Bäderverordnung dient der Selbstversorgung von Touristen, und da wir – nach einer langen Phase massiver Einschränkungen – zu Pfingsten wieder Übernachtungsgäste ins Land lassen, steht auch der Sonntagsöffnung in den Bäderorten nichts mehr entgegen», sagte Ressortchef Bernd Buchholz. Der FDP-Politiker erinnerte an die Bestimmungen, wonach nur Getestete, Geimpfte oder Genesene Urlaubsquartiere beziehen dürfen und ihre Corona-Tests mindestens alle 72 Stunden erneuern müssen. Die im April gestarteten Tourismus-Modellprojekte hätten schon jetzt klar belegt, dass weder das Beherbergungsgewerbe noch die Gastronomie Infektionstreiber seien, sagte Buchholz. Gleichwohl sei weiter sowohl im Tourismus als auch im Einzelhandel strikt auf die geltenden Abstands- und Hygiene-Regeln zu achten. Die Corona-Zahlen sind im Norden wie in Deutschland insgesamt gesunken. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen lag zuletzt noch leicht über 50. Das ist der mit Abstand niedrigste Wert in Deutschland. Normalerweise startet jedes Jahr am 15. März die Tourismus-Saison in Schleswig-Holstein. In 95 Städten und Gemeinden vor allem an den Küsten dürfen dann die Geschäfte auch sonntags öffnen. Diese Bäderverordnung gilt in der Regel bis zum 31. Oktober und von Mitte Dezember bis Anfang Januar.

13:43 Uhr

Todeszahlen im April 2021 über dem Schnitt der Vorjahre

In Deutschland sind im April 2021 nach Angaben des Statistischen Bundesamts mehr Menschen gestorben als im Durchschnitt der Vorjahre. Laut Hochrechnungen der Behörde gab es insgesamt 80 866 Todesfälle, das sind drei Prozent oder 2357 Fälle mehr als im Schnitt der Jahre 2017 bis 2020 für diesen Monat. In der 17. Kalenderwoche (26. April bis 2. Mai) lagen die Sterbefallzahlen demnach fünf Prozent oder 952 Fälle über dem Vierjahresdurchschnitt für diese Woche. Ein Vergleich der Todesfälle mit der Zahl der beim Berliner Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Corona-Sterbefälle ist aktuell bis einschließlich der 15. Kalenderwoche möglich (12. bis 18. April). In diesem Zeitraum gab es laut dem RKI 1320 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Damit sei diese Zahl gegenüber der Vorwoche wieder leicht gesunken (minus 54 Fälle), nachdem sie zuvor drei Wochen in Folge leicht gestiegen war. Die gesamten Sterbefallzahlen lagen den Angaben zufolge in der 15. Kalenderwoche aber etwas über dem Schnitt der vier Vorjahre (plus 410 Fälle). Für die einzelnen Bundesländer liegen den Statistikern Zahlen bis einschließlich der 14. Kalenderwoche (5. bis 11. April) vor. In diesem Zeitraum hätten die Sterbefallzahlen in Thüringen mit einem Plus von 17 Prozent deutlich über dem Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2020 gelegen.

13:00 Uhr

Senat hebt nächtliche Ausgangsbeschränkung auf

Gut fünf Wochen nach ihrer Verhängung hat der rot-grüne Hamburger Senat die nächtliche Ausgangsbeschränkung zur Eindämmung der Corona-Pandemie wieder aufgehoben. Ab Mittwoch um Mitternacht könnten sich die Bürger nachts wieder frei auf der Straße bewegen, sagte Innensenator Andy Grote (SPD) am Dienstag. Er sprach «vom einer kleinen Zeitenwende», die sich die Hamburgerinnen und Hamburger in einer «großen Disziplinleistung» hart erarbeitet hätten. Die Ausgangsbeschränkung galt seit Karfreitag zwischen 21.00 und 5.00 Uhr. Voraussetzung für ihre Aufhebung waren fünf Werktage mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100. Am Dienstag lag der Wert, der die Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen abbildet, bei 78,2 und damit den siebten Tag in Folge unter 100.

12:25 Uhr

Handelsverband: Einkauf mit Termin bringt nur halb so viel Umsatz

Beim Einkaufen mit Termin tragen die Kunden längst nicht so viel Geld in die Läden wie in normalen Zeiten. Betroffene Händler machen nur halb so viel Umsatz wie gewohnt, wie eine Umfrage des Handelsverbands Deutschland ergab. Wenn Kunden zum Einkauf einen negativen Corona-Test mitbringen müssen, liegt demnach die Umsatzeinbuße bei 60 Prozent. «Deshalb müssen die Corona-Hilfen jetzt schnellstmöglich komplett ausgezahlt werden», forderte Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am Dienstag. Bei der Mehrzahl der Befragten stünden noch Zahlungen aus. 2021 sei für sie bislang ein katastrophales Jahr gewesen. Besonders groß seien die Existenzsorgen im Bekleidungs- und Schuhhandel.

12:05 Uhr

145 neue Corona-Infektionen - Inzidenz in Hamburg fällt auf 78,2

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist nach Angaben der Gesundheitsbehörde am Dienstag von 83,9 auf 78,2 gefallen. Damit lag sie den siebten Tag in Folge unter der wichtigen Marke von 100. Am Dienstag vergangener Woche hatte der Wert 100,9 betragen. Die Behörde gab die Zahl der Neuinfektionen am Dienstag mit 145 an. Das waren 47 weniger als am Montag und 108 weniger als am Dienstag vor einer Woche. Auf anderer Berechnungsgrundlage ermittelt das Robert Koch-Institut (RKI) für Hamburg bereits seit 14 Tagen einen Wert von unter 100. Am Dienstag nannte das RKI eine Inzidenz von 72,9 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Das ist weiterhin der bundesweit zweitniedrigste Wert nach Schleswig-Holstein (50,2).

11:45 Uhr

Aktuelle Zahlen zur Corona-Lage

11:30 Uhr

Ifo-Institut: Branchen bewerten Corona-Hilfen unterschiedlich

Die besonders von der Corona-Krise betroffenen Branchen bewerten die Corona-Hilfen des Bundes unterschiedlich. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten bundesweiten Konjunkturumfrage des Ifo-Institutes in Dresden hervor. «Die Hilfen kommen zumindest im Gastgewerbe an», so Joachim Ragnitz von der Dresdner Niederlassung. Dementsprechend positiv fielen die Bewertungen aus. Laut Umfrage waren im Gastgewerbe neun von zehn Unternehmen berechtigt, die sogenannten November- und Dezemberhilfen des Bundes zu beantragen. Bei mehr als 80 Prozent der Firmen seien sie bereits komplett ausgezahlt worden. Die Firmen bewerteten die Hilfen mit der Schulnote 2,4. Anders hingegen stellte sich die Lage im Einzelhandel dar. Laut Ifo-Institut waren nur etwa fünf Prozent der befragten Unternehmen berechtigt, November- und Dezemberhilfen zu beantragen. Die meisten Einzelhändler mussten kurz vor Weihnachten schließen. Mehr als 40 Prozent der befragten Firmen hatten nach eigener Einschätzung aber Hilfsbedarf. Dementsprechend bewertete der Einzelhandel die November- und Dezemberhilfen nur mit der Schulnote 4,6. Auch die sogenannte Überbrückungshilfe III, die seit Februar beantragt werden kann, schnitt mit der Note von 4,3 nicht viel besser ab. Insgesamt gaben die befragten Unternehmen den Corona-Hilfen die Schulnote 3,9. Für die Analyse befragte die Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts 1020 Unternehmen im Handel sowie 1550 Firmen im Dienstleistungsbereich bundesweit.

11:15 Uhr

Weil wirbt für Lockerungen gekoppelt an Vorsicht und Tests

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) wirbt für den von der Landesregierung vorgelegten Stufenplan zur Lockerung der Corona-Beschränkungen. «Die Landesregierung hat immer wieder betont, sehr konsequent beim Infektionsschutz sein zu wollen, aber auch bewusst Möglichkeiten für Lockerungen zu nutzen», sagte Weil am Dienstag im Landtag in Hannover. Dieser Zeitpunkt sei nun gekommen. Doch sei das Virus nach wie vor präsent. «Deswegen noch einmal: Wir müssen vorsichtig bleiben, wir können am Anfang nur kleine Schritte gehen. Wir müssen jeden dieser Schritte mit einem Netz von Sicherungen versehen.» Dieses Sicherungsnetz sei die Teststrategie, die den seit Montag greifenden ersten Lockerungsschritten in Niedersachsen zugrunde liegt. Die einfach und kostenlos verfügbaren Bürgertests, ergänzt um Selbsttests unter Aufsicht, ermöglichten die Öffnungen von Schulen, Einzelhandel, Gastronomie und Tourismus. «Für wichtige Branchen - Hotellerie und Gastronomie, Veranstaltungswirtschaft und Kultur - sind es seit vielen Monaten wieder die ersten Perspektiven.» Der am Montag vorgelegte Stufenplan sieht Lockerungen in Etappen vor, wenn sich die Infektionslage weiter positiv entwickelt. Es gibt drei Stufen: ein starkes Infektionsgeschehen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100, ein hohes Infektionsgeschehen mit einer Inzidenz zwischen 35 und 50 sowie ein erhöhtes Infektionsgeschehen zwischen 10 und 35. Betrachtet wird dabei die Infektionslage differenziert nach Landkreisen und Großstädten.

11:00 Uhr

Umfrage: Pöbeleien gegen Lehrer wegen Corona-Maßnahmen

Viele Lehrerinnen und Lehrer berichten wegen der Umsetzung von Corona-Maßnahmen an Schulen von Beschimpfungen, Beleidigungen und Bedrohungen. In einer repräsentativen Forsa-Befragung unter 1500 Lehrkräften im Auftrag der Bildungsgewerkschaft VBE gaben 22 Prozent an, dass ihnen an der eigenen Schule entsprechende direkte Angriffe auf Lehrkräfte im «Zusammenhang mit der Durchsetzung von Infektionsschutzmaßnahmen» bekannt sind. Von Beschimpfungen und Bedrohungen über E-Mail oder Chats berichteten 25 Prozent. Zum allergrößten Teil gingen die Angriffe demnach von Eltern aus, zum Teil kämen sie aber auch von Erwachsenen, die gar keine Kinder an der Schule hätten oder von Organisationen, die sich gegen die Corona-Maßnahmen aussprechen. Am häufigsten betroffen sind der Umfrage zufolge Grundschulen, am wenigsten Gymnasien. Als Beispiele nannte der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann am Dienstag Drohungen beim Elternabend, eskalierende Gespräche, Briefe und Drohungen mit Strafanzeigen und Berufsverboten. Lehrer und Schulleitungen würden dafür angegriffen, ihrer Arbeit nachzukommen und die verordneten Infektionsschutzmaßnahmen umzusetzen. «Das darf so nicht hingenommen werden.» Die Kultusministerien seien in der Verantwortung, die Beschäftigten an Schulen zu schützen.

10:45 Uhr

Weil verteidigt Tourismus-Öffnung zunächst nur für eigene Einwohner

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat die Öffnung des Tourismus zunächst nur für die Einwohner des eigenen Bundeslandes verteidigt. Ziel der sogenannten Landeskinderregelung sei es, die Gästezahlen in dieser Anfangsphase noch sehr überschaubar zu halten, sagte Weil am Dienstag im Landtag in Hannover. Außerdem lägen die Länder, aus denen typischerweise viele Gäste nach Niedersachsen kommen, etwa 30 Prozent über den unterdurchschnittlichen niedersächsischen Infektionswerten. «In dieser allerersten Phase wollen wir deswegen das Risiko von Einträgen von außen noch beschränken.» Vor allem aus Nordrhein-Westfalen kommen viele Urlauber nach Niedersachsen. Weil stellte aber eine schnelle Öffnung des Tourismus für auswärtige Gäste in Aussicht. «Wir sind aber zuversichtlich, bereits mit der nächsten Verordnung Anfang Juni nach einer erfolgreichen Anfangsphase dann die Landeskinderregelung wieder aufheben zu können.» Die IHK Niedersachsen (IHKN) hatte am Vortag ein Aufheben der Landeskinderregelung gefordert. Für viele Hoteliers seien Urlauber aus anderen Bundesländern überlebenswichtig.

10:34 Uhr

Flugsicherung im Corona-Jahr mit herben Gebührenverlusten

Die Deutsche Flugsicherung hat in der Corona-Flaute der Luftfahrt herbe Gebührenverluste erlitten. Dem Rückgang der kontrollierten Flüge um 56,2 Prozent im vergangenen Jahr standen nahezu ebenso hohe Einnahmeverluste von zusammen rund 560 Millionen Euro gegenüber, wie die bundeseigene Gesellschaft am Dienstag in Langen bei Frankfurt berichtete. Die Kosten konnten aber nicht im gleichen Maße reduziert werden. Unabhängig vom Verkehrsaufkommen müssten 70 Prozent der Fluglotsen und 90 Prozent der Techniker zur Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur an Bord sein, erläuterte der neue DFS-Chef Arndt Schoenemann. Die Flugsicherung rechnet zunächst mit weiterhin niedrigen Flugbewegungszahlen. Erst im Jahr 2025 könne voraussichtlich das Vorkrisen-Niveau wieder erreicht werden.

09:50 Uhr

Spahn: Impfung für Jugendliche bis Ende der Sommerferien möglich

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält es für möglich, dass bis zum Ende der Sommerferien den 12- bis 18-Jährigen in Deutschland ein Impfangebot gemacht wird. Das hänge aber in erster Linie von der Zulassung der Impfstoffe für Jugendlichen ab, sagte Spahn am Dienstag im Deutschlandfunk. «Die europäische Arzneimittelbehörde hat ja gesagt, gerade heute, Ende Mai, Anfang Juni kann das - wenn nichts Unvorhergesehene passiert - mit der Zulassung gelingen.» Mit den Ländern sei vereinbart, dass die Impfungen für Jugendliche dann umgesetzt werden - etwa durch Reihenimpfungen in Schulen oder durch Einladung in die Impfzentren. Bis zum Ende der Sommerferien könnten so alle 12- bis 18-Jährigen ein Angebot bekommen und mindestens eine Impfung, idealerweise schon beide, erhalten, sagte Spahn. Dann könne auch der Schulbetrieb nach den Sommerferien wieder normaler beginnen.

09:20 Uhr

Hamburgs Händler kritisieren Öffnungsstrategie der Hansestadt

Mehrere prominente Hamburger Geschäftsleute und zahlreiche Unternehmen haben mit einer ganzseitigen Anzeige im «Hamburger Abendblatt» die aktuelle Öffnungsstrategie der Hansestadt kritisiert. «Herr Bürgermeister, haben Sie uns vergessen?», fragen die Händler darin mit großen Buchstaben auf rotem Grund. Die Firmen haben kein Verständnis dafür, dass der Einzelhandel seit fünf Monaten geschlossen ist und trotz neuer Lockerungen in Hamburg am Freitag nicht mit bedacht wurde.

09:00 Uhr

Ausnahmeregelungen halten Zahl der Firmenpleiten im Februar gering

Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland ist dank weitreichender Ausnahmeregelungen auch im Februar vergleichsweise gering geblieben. 1195 Fälle erfassten die Amtsgerichte in dem Monat und damit 21,8 Prozent weniger als vor Jahresfrist, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Zumeist waren Baugewerbe und Handel betroffen, außerdem stark das Gastgewerbe. Normalerweise muss ein Insolvenzantrag spätestens drei Wochen nach Eintritt eines Insolvenzgrundes wie Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit gestellt werden. Um eine Pleitewelle in der Corona-Krise zu verhindern, hatte der Staat diese Pflicht zum Insolvenzantrag zeitweise ausgesetzt. Zahlungsunfähige Unternehmen müssen seit Oktober 2020 wieder Insolvenz beantragen. Für überschuldete Firmen war diese Pflicht noch bis Ende Dezember ausgesetzt. Bei Unternehmen, die noch auf die Auszahlung der seit November vorgesehenen staatlichen Hilfen warten, gilt im Falle einer Schieflage die Pflicht zur Beantragung eines Insolvenzverfahrens erst zum 1. Mai 2021 wieder vollumfänglich. Die wirtschaftliche Not vieler Unternehmen durch die Corona-Krise spiegele sich somit noch nicht in einem Anstieg der gemeldeten Unternehmensinsolvenzen wider, bekräftigten die Wiesbadener Statistiker frühere Einschätzungen. Viele Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Firmenpleiten im Laufe des Jahres steigen wird.

08:25 Uhr

DGB-Chef Hoffmann: «Müssen massiv investieren»

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hat massive Investitionen und eine Vermögens- und Erbschaftssteuer gefordert. Reiner Hoffmann sagte am Dienstag im ARD-«Morgenmagazin», dass so die Folgen der durch die Corona-Pandemie bedingten Ungleichverteilung aufgefangen werden könnten. «In einer Zeit, wo Zinsen so niedrig sind, haben Schulden ihren Preis verloren, sodass wir gerade auch im Interesse der jungen Menschen massiv investieren müssen». Das bedeute gleichzeitig, sich massiv zu verschulden. Aus der Verschuldung könne man herauswachsen. «Jede nicht getätigte Investition ist für die zukünftige Generation doppelt und dreifach zu teuer», sagte er. In Kommunen sei die Situation derzeit «extrem angespannt» aufgrund von weniger Steuereinnahmen und gleichzeitig mehr Aufgaben und Verantwortung. Gerade bei den Schulen gäbe es einen enormen Investitionsstau. «Wenn das heute nicht angepackt wird, sind das doch die jungen Menschen, die dafür in Zukunft zahlen müssen.» Außerdem müssten starke Schultern stärker belastet werden. «Das heißt, wir müssen offen darüber reden, wie wir über Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer, über einen veränderten Verlauf von Einkommenstarifen, untere Einkommen entlasten können, aber obere Einkommen dann auch stärker an der Finanzierung des Gemeinwohls beteiligen», sagte der DGB-Chef.

08:05 Uhr

Nach Kochsalzlösung-Injektion: 22 Menschen müssen erneut zum Impfen

22 Menschen sollen im Kreis Friesland einen weiteren Impftermin bekommen, nachdem eine Krankenschwester ihnen nur eine Kochsalzlösung gespritzt hatte. Dies habe die Auswertung entsprechender Antikörper-Tests im Landesgesundheitsamt ergeben, berichtete der Norddeutsche Rundfunk am Dienstag. Die Untersuchung war nötig geworden, weil die Mitarbeiterin eines Impfzentrums bei Schortens eingeräumt hatte, sechs Spritzen statt mit dem Biontech-Impfstoff mit Kochsalzlösung gefüllt zu haben. Ihr soll zuvor beim Anmischen ein Fläschchen mit dem Vakzin heruntergefallen sein, was sie anschließend vertuschen wollte. Nun musste deshalb der tatsächlich vorhandene Impfschutz von mehr als 100 Menschen mit Hilfe von Blutproben nachträglich überprüft werden. In 97 Proben konnten demnach Antikörper nachgewiesen werden, hieß es. In 22 Fällen fehlten diese, so dass die betreffenden Personen jetzt am Mittwoch geimpft werden sollen. Gegen die Krankenschwester wird inzwischen wegen des Verdachts der Körperverletzung ermittelt.

07:11 Uhr

Betrugsversuche für vorzeitige Impfungen - Ruf nach Strafen

Angesichts zunehmender Versuche von Impfwilligen, sich ungerechtfertigt und teils mit falschen Angaben eine vorzeitige Impfung zu verschaffen, wird der Ruf nach Strafen laut. «Zwar werden Tausende erwischt, aber es fehlt an Sanktionen», sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. «Sich beim Impfen vorzudrängen, ist weiterhin keine Ordnungswidrigkeit.» Viele Impfzentren klagen nach einem Medienbericht über Aggressivität von Impfwilligen und zunehmende Versuche, sich eine vorzeitige Impfung zu erschleichen. Allein das Hamburger Impfzentrum meldete demnach zuletzt 2000 Vordrängler in einer Woche. Um vorzeitig an einen Impftermin zu kommen, würden etwa falsche Alters- oder Berufsangaben gemacht, berichtete «Report». In München würden bis zu 350 Vordrängler in der Woche erwischt, in Saarbrücken bis zu 140. Die Redaktion hatte bei den Impfzentren der Landeshauptstädte nachgefragt, allerdings erfassen nicht alle die Zahlen zu Impfvordränglern.

07:05 Uhr

Niedersächsicher Landtag berät über Weg aus dem Corona-Lockdown

Auf einer Sondersitzung berät der niedersächsische Landtag am Dienstag über den Weg aus dem Corona-Lockdown. «Nach der dritten Welle - Schritte in Richtung Normalität», lautet der Titel der von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) geplanten Regierungserklärung zum Auftakt der Sitzung. Darin geht es unter anderem um den Stufenplan, den die Landesregierung für weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen erarbeitet hat, wenn sich die Infektionslage weiter entspannt. Demnach sollen für Handel, Tourismus und das gesellschaftliche Leben die Beschränkungen in Etappen gelockert werden, wenn sich die Infektionslage weiter positiv entwickelt. Der Plan sieht drei Stufen vor: ein starkes Infektionsgeschehen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100, ein hohes Infektionsgeschehen mit einer Inzidenz zwischen 35 und 50 sowie ein erhöhtes Infektionsgeschehen zwischen 10 und 35.

07:00 Uhr

RKI registriert 6125 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz sinkt weiter

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 6125 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.20 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 7534 Neuansteckungen gelegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 115,4 (Vortag: 119,1; Vorwoche: 141,4). Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 283 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 315 Tote gewesen.

06:55 Uhr

Karliczek rechnet mit Corona-Tests an Grundschulen auch nach Ferien

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek rechnet damit, dass auch nach den Sommerferien in den Grundschulen noch Corona-Tests nötig sein werden. «Das neue Schuljahr wird wohl relativ normal starten, wenn sich das Infektionsgeschehen weiter so positiv entwickelt und die Impfbereitschaft weiterhin so gut bleibt. Ich rechne aber damit, dass auch im nächsten Schuljahr überall in den Schulen weiter auf die Einhaltung der grundlegenden Hygieneregelungen geachtet werden muss», sagte sie der «Rheinischen Post». «Auch wird weiter getestet werden müssen. Das gilt vor allem für die Grundschulen.» Denn im Verlauf des Sommers werde zwar allen Kindern ab zwölf Jahren ein Impfangebot gemacht werden können, wenn der Impfstoff für diese Altersgruppe in den nächsten Wochen wie erwartet zugelassen werde. Bei den jüngeren seien die Studien noch nicht so weit. «Hier wird es aber vermutlich noch etwas dauern.»

06:50 Uhr

WHO Europa: Corona-Pandemie mit Folgen für Fettleibigkeit bei Kindern

Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO befürchtet, dass die Coronavirus-Pandemie auch zu mehr Fettleibigkeit unter Kindern führen wird. Das in Kopenhagen ansässige Regionalbüro geht davon aus, dass die Schließung von Schulen und Lockdowns negative Folgen für Ernährung und Bewegung von Kindern haben könnten, etwa durch den fehlenden Zugang zu Schulmahlzeiten und mangelnde körperliche Aktivität. Vorbeugemaßnahmen müssten deshalb während der Pandemie eine Priorität erhalten, forderte das Büro.

Meldungen vom 10.05.2021

17:50 Uhr

Hamburg: Seit fünf Tagen liegt Corona-Inzidenz nach Angaben der Gesundheitsbehörde unter 100

Seit fünf Werktagen liegt die Corona-Inzidenz in Hamburg nach Angaben der Gesundheitsbehörde unter 100 - nun will der Senat am Dienstag die Aufhebung der nächtlichen Ausgangsbeschränkung beschließen. Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) hatte am Montag angekündigt, dass sich die Hamburger ab Mittwoch 0.00 Uhr wieder auf der Straße frei bewegen dürfen. Unterdessen gab das Verwaltungsgericht einer Klage der AfD gegen die Maßnahme im Eilverfahren statt. Demnach dürfen sich die vier Kläger draußen bewegen, wenn sie höchstens zwölf Stunden zuvor einen negativen Corona-Test gemacht haben. Die strenge Kontaktbeschränkung auf einen Haushalt plus eine Person aus einem anderen Haushalt soll vorerst weiterhin gelten, möglicherweise auch noch bis über Pfingsten, wie ein Sprecher der Gesundheitsbehörde sagte. Für vollständig geimpfte und genesene Menschen sind die Kontakt- und andere Einschränkungen allerdings seit vergangenem Sonntag aufgehoben.

17:14 Uhr

Horst Seehofer hat sich mit dem Coronavirus infiziert

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der Minister sei positiv auf das Virus getestet worden und befinde sich aktuell in häuslicher Isolation, teilte sein Sprecher Steve Alter am Montag mit. Er habe derzeit keine Krankheitssymptome.

16:25 Uhr

Corona-Pandemie hat Kreuzfahrtschifffahrt und den Neubau von Ozeanriesen zum Erliegen gebracht

Die Corona-Pandemie hat die Kreuzfahrtschifffahrt und den Neubau von Ozeanriesen weltweit zum Erliegen gebracht. Das ist aber nicht der einzige Grund, warum sich die weit verzweigte maritime Branche in einer Krise befindet - auch Subventionen in asiatischen Ländern machen den Unternehmen in Deutschland in der EU seit Jahren zu schaffen. Auf der 12. Nationalen Maritimen Konferenz hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier nun ein härteres Vorgehen gegen gegen fernöstliche Konkurrenz im Schiffbau angekündigt. «Wir haben außerhalb von Europa zum Teil eine Wettbewerbssituation, die das Reagieren der Europäischen Union notwendig macht», sagte der CDU-Politiker am Montag in Rostock zum Auftakt der Veranstaltung. «Es gibt Länder, die in sehr eindeutiger und manchmal auch aggressiver Form versuchen, Teile des zivilen Schiffbaus zu monopolisieren oder zu dominieren, und deshalb werden wir diese Entwicklung nicht einfach tatenlos geschehen lassen.»

16:12 Uhr

Biontech will seine Corona-Impfstoff-Produktion weiter ausbauen

Beflügelt von einem Milliardengewinn in den ersten drei Monaten will Biontech seine Corona-Impfstoff-Produktion weiter ausbauen und die Forschung in der Krebs-Therapie vorantreiben. «Unser Ziel ist es, zum globalen Machtzentrum der Immuntherapie im 21. Jahrhundert zu werden», sagte Vorstandschef Ugur Sahin am Montag bei der Vorstellung der Wirtschaftsdaten im ersten Quartal. Das Mainzer Biotechnologie-Unternehmen erzielte im ersten Quartal dieses Jahres einen Nettogewinn von 1,1 Milliarden Euro. Im Vergleich zum vierten Quartal 2020 (366,9 Mio) bedeutet dies eine Verdreifachung. Im ersten Quartal 2020 musste Biontech noch einen Nettoverlust von 53 Millionen Euro hinnehmen - Hauptgrund dafür waren hohe Forschungs- und Entwicklungskosten. Noch rasanter stieg der Umsatz, der in den ersten drei Monaten nach vorläufigen Zahlen 2,05 Milliarden Euro erreichte. Das waren mehr als 70 Mal so viel wie im entsprechenden Zeitraum 2020 (27,7 Mio). Der Anstieg sei vor allem auf die rasche Steigerung der weltweiten Versorgung mit dem Corona-Impfstoff zurückzuführen, erklärte Finanzchef Sierk Poetting in einer Web-Konferenz. Bis zum 6. Mai wurden demnach weltweit mehr als 450 Millionen Impfstoffdosen in 91 Länder oder Regionen ausgeliefert.

15:53 Uhr

Mehrheit der Deutschen hält Corona-Lockerungen für gerechtfertigt

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland hält die seit Sonntag geltenden Corona-Lockerungen für Genesene und Geimpfte für gerechtfertigt. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des «General-Anzeigers» (Montag). Knapp zwei Drittel der Befragten (64,1 Prozent) befürworteten demnach die Erleichterungen. Sie beantworteten die Frage, ob die Aufhebung der Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen für Genesene und vollständig Geimpfte gerechtfertigt sei, mit «Ja, auf jeden Fall» (47,5 Prozent) oder «Eher ja» (16,6 Prozent). Knapp ein Drittel (27,9 Prozent) gaben hingegen an, die Lockerungen nicht für gerechtfertigt zu halten. Der Rest zeigte sich den Angaben zufolge unentschieden. Ausgewertet nach den Wahlabsichten der Befragten gab es die größte Zustimmung zu den Erleichterung von Anhängerinnen und Anhängern der Unionsparteien: Hier gaben fast drei Viertel an, die Rücknahme der Grundrechtseinschränkungen für Geimpfte und Genesene für gerechtfertigt zu halten. Am geringsten fiel der Zuspruch demnach unter den Befragten aus, die der AfD anhängen: Hier gab mehr als die Hälfte an, die Lockerungen nicht für gerechtfertigt zu halten. Der Befragungszeitraum war der 7. bis 10. Mai.

15:25 Uhr

Niedersachsen: Großteil der Beherbergungsbetriebe ist skeptisch zum Start der touristischen Saison

Zum Start der touristischen Saison unter Corona-Bedingungen ist nach einer Umfrage der IHK Niedersachsen (IHKN) ein Großteil der Beherbergungsbetriebe zunächst skeptisch. Insgesamt gaben 54 Prozent der Unternehmerinnen und Unternehmer von Hotels, Gasthöfen und Pensionen, Jugendherbergen, Campingplätzen sowie Ferienhäusern und -wohnungen an, am Montag noch nicht für touristische Übernachtungen zu öffnen, wie es in einer Mitteilung hieß. Bei Hotels seien es sogar 66 Prozent der Befragten, bei Ferienhäusern und -wohnungen lediglich 36 Prozent. Der Hauptgrund, noch nicht zu öffnen, seien wirtschaftliche Gründe. Dies hätten 47 Prozent der Betriebe angegeben. Ein Grund dafür sei die Landeskinderregelung, denn für viele Hoteliers seien Urlauber aus anderen Bundesländern überlebenswichtig. «Es ist nicht zu vermitteln, warum Gäste aus anderen Bundesländern ausgeschlossen werden, wenn sie doch mit einem negativen Test anreisen und auch vor Ort getestet werden. Dann sollte doch die Inzidenz im Herkunftsort irrelevant sein», sagte IHKN-Hauptgeschäftsführer Hendrik Schmitt. Die IHK begrüßt die Ankündigung der Landesregierung, Übernachtungen in der nächsten Lockerungsstufe auch für auswärtige Gäste zu ermöglichen. Neben der fehlenden Wirtschaftlichkeit sehen 32 Prozent der Betriebedie kurze Vorlaufzeit als zweitgrößtes Problem. Die Öffnungsperspektive wurde erst am 4. Mai von der Landesregierung angekündigt.

15:12 Uhr

Hamburg: Sammeltaxi-Anbieter Moia nimmt Betrieb wieder auf

Der Sammeltaxi-Anbieter Moia nimmt seinen regulären Betrieb in Hamburg zum 1. Juni wieder auf. «Angesichts des positiven Trends bei der Pandemiebekämpfung in Hamburg haben wir uns entschieden, den Betrieb Schritt für Schritt und mit Bedacht wieder hochzufahren», sagte der Chef der VW-Tochter, Jens-Michael May, laut Mitteilung am Montag. Moia werde zunächst mit einer Flotte von maximal 190 Fahrzeugen in einem «angepassten Geschäftsgebiet von 200 Quadratkilometern unterwegs sein». Die Elektro-Kleinbusse hatten coronabedingt vor einem Jahr im April und Mai 2020 den Betrieb einstellen müssen. Moia bietet derzeit noch bis zum 16. Mai im Auftrag der Stadt nur Fahrten zwischen 0.00 und 6.00 Uhr als Ersatz für den noch bis zur Nacht zum Donnerstag eingestellten HVV-Nachtbetrieb an. Moia war am 13. April 2019 zunächst mit 100 Fahrzeugen und einem Servicegebiet von 200 Quadratkilometern an den Start gegangen. Ohne Pandemie würden heute rund 330 Elektro-Kleinbusse rund 320 Quadratkilometer bedienen. Ursprünglich geplant waren bis Ende 2019 sogar rund 500 Fahrzeuge. Für Moia-Fahrten ist das Tragen einer FFP2 Maske Pflicht. Zum zusätzlichen Schutz von Fahrgästen und Fahrpersonal ist der Fahrerbereich durch eine Hygiene-Schutzscheibe vom Fahrgastraum abgetrennt. Moia lässt zudem seine Fahrer regelmäßig auf Corona-Infektionen testen.

14:45 Uhr

Umfrage: Mehrheit hält Lockerungen für Geimpfte für gerechtfertigt

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland hält die seit Sonntag geltenden Corona-Lockerungen für Genesene und Geimpfte für gerechtfertigt. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des «General-Anzeigers» (Montag). Knapp zwei Drittel der Befragten (64,1 Prozent) befürworteten demnach die Erleichterungen. Sie beantworteten die Frage, ob die Aufhebung der Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen für Genesene und vollständig Geimpfte gerechtfertigt sei, mit «Ja, auf jeden Fall» (47,5 Prozent) oder «Eher ja» (16,6 Prozent). Knapp ein Drittel (27,9 Prozent) gaben hingegen an, die Lockerungen nicht für gerechtfertigt zu halten. Der Rest zeigte sich den Angaben zufolge unentschieden. Ausgewertet nach den Wahlabsichten der Befragten gab es die größte Zustimmung zu den Erleichterung von Anhängerinnen und Anhängern der Unionsparteien: Hier gaben fast drei Viertel an, die Rücknahme der Grundrechtseinschränkungen für Geimpfte und Genesene für gerechtfertigt zu halten. Am geringsten fiel der Zuspruch demnach unter den Befragten aus, die der AfD anhängen: Hier gab mehr als die Hälfte an, die Lockerungen nicht für gerechtfertigt zu halten. Der Befragungszeitraum war der 7. bis 10. Mai.

14:30 Uhr

Niedersachsen beschließt Stufenplan für Corona-Lockerungen

Die niedersächsische Landesregierung hat einen Stufenplan für die Lockerung der Corona-Beschränkungen beschlossen. Demnach sollen für Handel, Tourismus und das gesellschaftliche Leben die Beschränkungen in Etappen gelockert werden, wenn sich die Infektionslage weiter positiv entwickelt, wie Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) am Montag in Hannover mitteilte. «Das Ziel ist, dass wir die Infektionsketten gut im Griff und einen guten Sommer haben mit Öffnungen.» Am Montag lag die Sieben-Tage-Inzidenz im Landesschnitt bei 84,6; von den 45 Kreisen und Großstädten hatten 13 weiterhin eine Inzidenz von über 100, womit sie als Hotspot gelten. Der Plan sieht drei Stufen vor: ein starkes Infektionsgeschehen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100, ein hohes Infektionsgeschehen mit einer Inzidenz zwischen 35 und 50 sowie ein erhöhtes Infektionsgeschehen zwischen 10 und 35. Unabhängig von der aktuellen Corona-Lage in den Landkreisen und Städten greifen nächste Lockerungsschritte, die im «Stufenplan 2.0» aufgeführt sind, erst mit der kommenden Corona-Verordnung des Landes spätestens ab Ende Mai. «Wir müssen vorsichtig vorgehen, damit uns die Inzidenz nicht wieder durch die Decke geht», sagte Behrens. Deswegen sollen viele Öffnungsschritte von einer strikten Teststrategie begleitet werden.

14:15 Uhr

Studie: Wie lässt sich die Impfbereitschaft steigern?

Jüngere Menschen können besonders gut durch mehr Freiheiten für Geimpfte von einer Corona-Immunisierung überzeugt werden. Bei älteren Menschen, die noch unentschlossen sind, kann die Möglichkeit der Impfung beim Hausarzt die Bereitschaft erhöhen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Berliner Humboldt Universität (HU), in deren Rahmen im März rund 20 000 Menschen in Deutschland befragt wurden. Seit dem Wochenende gelten hierzulande bereits Lockerungen für vollständig Geimpfte als auch für Genesene. Zudem impfen die Hausärzte auch schon eine Weile mit. Sollte die Politik hingegen auch zu finanziellen Anreizen greifen wollen, sollte der Geldbeutel weit aufgemacht werden: «Nur wenn der Betrag ausreichend hoch ist (50 Euro), zeigt sich eine Wirkung, wohingegen eine zu geringe Summe (25 Euro) kaum von Bedeutung ist», heißt es in einer Mitteilung der HU. Damit in Deutschland weitgehend auf Maßnahmen und Regeln verzichtet werden kann, müssen laut dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, deutlich über 80 Prozent der Menschen immun gegen Corona sein. Bislang haben etwa ein Drittel aller Menschen in Deutschland eine erste Impf-Dosis erhalten.

13:50 Uhr

Schleswig-Holstein übernimmt von Dänemark 55 000 Astrazeneca-Dosen

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat am Montag von Dänemark 55 000 Dosen des Corona-Impfstoffes Astrazeneca entgegengenommen, die das Königreich derzeit nicht in Anspruch nimmt. «Das ist ein Tag der großen Freude, sagte der CDU-Politiker am Grenzübergang Ellund. Schleswig-Holstein wird den Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers später zurückerstatten. Bis spätestens 7. Juli werde dies geschehen, sagte Günther. Dänemark hat den Einsatz dieses Präparates momentan ausgesetzt. Günther sagte, er wolle sich auch mit Astrazeneca impfen lassen. Er habe sich mit seinem Hausarzt in Verbindung gesetzt, um möglichst schnell einen Termin zu bekommen. Er würde sich freuen, wenn möglichst viele dem Beispiel folgten. «Denn je mehr Fahrt die Impfkampagne aufnimmt, desto besser.» Der Regierungschef dankte dem dänischen Generalkonsul Kim Andersen für die Unterstützung. «Das zeigt, was für eine gute Nachbarschaft wir miteinander pflegen.» Über die Ausleihe des Impfstoffs hatte der Bund mit Dänemark einen Vertrag abgeschlossen.

13:30 Uhr

Tschentscher kritisiert mangelnden Nachweis von Genesenen-Status

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat kritisiert, dass es für Corona-Genesene bisher keinen klaren und kontrollierbaren Nachweis gibt. Ein einfaches Dokument könne auch den Beginn und das Ende dieses Status' regeln, sagte er dem Norddeutschen Rundfunk. «Das ist natürlich etwas sehr Wichtiges, weil es ansonsten zu Verwirrung kommt.» Zudem erschwere die Regelung ohne Nachweis auch die Arbeit der Polizei. «Unsere Polizei wird dort sehr viel Ärger mit haben, dass wir jetzt hier kein vernünftiges Dokument haben. Es ist einfach an der Stelle nicht gut vorgearbeitet worden», kritisierte Tschentscher bereits am Wochenende. Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) setzt bei diesem Thema indes auf den schlichten Nachweis durch Befund. «Da gibt es ja keinen Ausweis "Ich hatte mal Corona"», sagte Leonhard am Montag in Hamburg - insbesondere weil die Immunität nur sechs Monate anhalte. Alle müssten zum jetzigen Zeitpunkt wissen, wer vor dem späten November erkrankt ist, für den gelte diese Regelung nicht. Corona-Infizierte gelten der Bundesregierung zufolge 28 Tage nach der Infektion als genesen und für maximal sechs Monate als immun. Wer darüber ist, sollte sich demzufolge schnell um eine Impfung bemühen, sagte Leonhard. Als Dokument gelten ihr zufolge auch ausländische Testbescheinigungen, die die Daten nach internationalen Standards enthalten. Seit diesem Sonntag gelten in der Corona-Pandemie bestimmte Einschränkungen für Geimpfte und Genesene nicht mehr, bislang betrifft das aber nur einen kleinen Teil der Menschen.

13:00 Uhr

Urlauberansturm in Cuxhaven bleibt vorerst aus

Nach über einem halben Jahr coronabedingter Pause sind in Cuxhaven am Montag die ersten Übernachtungsgäste eingetroffen. «Es geht verhalten los», sagte Kristian Kamp, Chef des Cuxhavener Branchenverbands Dehoga und Betreiber des Strandhotels Duhnen. Sein Hotel sei am ersten Tag zu 20 Prozent ausgelastet, 60 Prozent wären erlaubt. «Das geht jetzt langsam wieder los.» Kamp sagte, die meisten seiner Hotellerie-Kollegen machten diese Woche wieder auf, manche würden aber auch bis Juni warten. Die Stimmung sei gut. Kurdirektor Erwin Krewenka sagte, er rechne erst im Laufe der Woche mit erhöhtem Gästeaufkommen. Auch auf dem beliebten Wohnmobilstellplatz am Fährhafen herrscht Leere. Auf den frisch hergerichteten Terrassen der Restaurants in Cuxhaven-Duhnen saßen vereinzelt Gäste. Laut der aktuellen Corona-Verordnung können in Kreisen und Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche) unter 100 der Handel, die Außen-Gastronomie und der Tourismus unter Auflagen wieder öffnen. Zunächst dürfen aber nur Menschen aus Niedersachsen in Niedersachsen übernachten. Im Landkreis Cuxhaven lag der Inzidenzwert am Montag bei unter 50.

12:23 Uhr

Aktuelle Zahlen zur Corona-Lage

12:15 Uhr

192 neue Fälle - Corona-Inzidenz in Hamburg stagniert

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist nach Angaben der Gesundheitsbehörde am Montag minimal auf 83,9 gestiegen. Damit lag sie den sechsten Tag in Folge unter der wichtigen Marke von 100. Die Behörde gab die Zahl der Neuinfektionen am Montag mit 192 an, nach 148 am Vortag und 232 vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag vor einer Woche bei 98,6. Auf anderer Berechnungsgrundlage ermittelt das Robert Koch-Institut (RKI) für Hamburg bereits seit 13 Tagen einen Wert von unter 100. Am Montag nannte das RKI eine Inzidenz von 74,8 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Das ist weiterhin der bundesweit zweitniedrigste Wert nach Schleswig-Holstein (50,8).

12:00 Uhr

Büsum komplettiert die Tourismus-Modellregion im Norden

Als vierte und letzte Modellregion in Schleswig-Holstein ist Büsum am Montag in die Tourismus-Saison gestartet. In dem Nordsee-Urlaubsort im Kreis Dithmarschen können unter strengen Corona-Schutzauflagen wieder Gäste ihren Urlaub verbringen. Mit dabei sind die Nachbargemeinden Westerdeichstrich und Büsumer Deichhausen. Mehr als 600 Betriebe hätten sich für das Modellprojekt angemeldet, sagte der Geschäftsführer der Tourismus Marketing Service Büsum GmbH, Olaf Raffel. Es bestünden mehr als 10 000 Übernachtungsmöglichkeiten. «Es ist eine enorme Nachfrage, die wir erleben.» Die Unternehmen seien gut vorbereitet, in Büsum seien zehn Corona-Teststationen eingerichtet worden. Im nördlichsten Bundesland hatte am 19. April als erstes die Schleiregion mit Eckernförde den Tourismus langsam wieder hochgefahren. Am 1. Mai folgte der Kreis Nordfriesland mit den Inseln und Halligen. Die innere Lübecker Bucht mit den Orten Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Sierksdorf und Neustadt ist seit Sonnabend dabei. In allen Modellregionen gelten strenge Auflagen. Vom 17. Mai an plant Schleswig-Holstein zudem weitere Öffnungsschritte in Tourismus und Gastronomie. Voraussetzung dafür ist eine stabile Infektionslage.

11:45 Uhr

Mehr als 35 Millionen Corona-Impfdosen in Deutschland verabreicht

Die Impfstellen in Deutschland haben in der Corona-Pandemie mittlerweile insgesamt mehr als 35 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus verabreicht. Das geht aus neuen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag hervor (Stand: 10. Mai, 11.30 Uhr). Davon seien etwas weniger als 27,3 Millionen bei Erstimpfungen und weitere gut 7,8 Millionen bei Zweitimpfungen verabreicht worden. In Deutschland haben laut RKI damit 32,8 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Den vollen Impfschutz erhielten demnach bislang 9,4 Prozent der Bevölkerung. Am Sonntag wurden den Angaben zufolge 268 787 Impfspritzen gesetzt. An bereits zwei Tagen in den vergangenen Wochen hatte die Zahl der beim RKI gemeldeten verabreichten Impfdosen binnen eines Tages bei mehr als einer Million gelegen. Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften hat das Saarland mit 36,9 Prozent. Brandenburg und Sachsen liegen mit 28,8 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück.

11:35 Uhr

Spahn: Zehn Millionen Dosen Johnson & Johnson bis Ende Juli

Nach den ersten Lieferungen des Corona-Impfstoffs des US-Konzerns Johnson & Johnson in Deutschland erwartet Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zehn Millionen Impfdosen davon bis Ende Juli. Das sagte Spahn am Montag in Berlin. Der Impfstoff wird in Deutschland künftig in der Regel bei Menschen ab 60 eingesetzt, wie Spahn bestätigte. Nach ärztlicher Aufklärung können sich aber auch Jüngere dafür entscheiden. Das hatten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Morgen beschlossen. Die Priorisierung für diesen Impfstoff wird in Arztpraxen und bei Betriebsärzten zugleich aufgehoben. Wie bei dem Vakzin von Astrazeneca sind sehr seltene Fälle von Thrombosen als Nebenwirkungen der Grund für die Einschränkung für Jüngere.

11:15 Uhr

EU-Ethikratsvorsitzende kritisiert neue Corona-Erleichterungen

Die Vorsitzende des Europäischen Ethikrates hat die seit Sonntag geltenden Erleichterungen für Genesene und Geimpfte in der Corona-Pandemie kritisiert. «Ich halte (diesen Schritt) tatsächlich für ein Problem, weil es eine Ungerechtigkeit bedingt», sagte Christiane Woopen am Montag im «ARD»-Morgenmagazin. Nach Ansicht Woopens sollten etwa auch Menschen mit einem negativen PCR-Test Erleichterungen genießen und nicht anders behandelt werden als Geimpfte oder Genesene. «Wenn jetzt die Debatte unter dem Stichwort Neid geführt wird, dann ist das irreführend», sagte sie. Weil dabei der Einzelne aufgefordert würde, nicht neidisch zu sein. «Es geht aber um die politische Verantwortung, diese Möglichkeiten, die Grundrechte wieder auszuüben, allen Menschen zu ermöglichen - und dafür gibt es eben die technischen Möglichkeiten», betonte Woopen. Auch im Umgang mit Genesenen, deren Erkrankung länger her sei als sechs Monate, bedürfe es dringend einer Nachjustierung. Woopen fragte, warum die Fragen zur Rücknahme der Grundrechtseinschränkungen nicht schon vor einem Jahr gestellt worden seien, schließlich habe es auch dann schon Genesene gegeben. «Wenn es jetzt wirklich auf den Grundrechtsschutz für den Einzelnen ankommt, dann hätten wir schon seit über einem Jahr ganz andere Debatten führen müssen», sagte sie.

11:00 Uhr

Senatorin kündigt Aufhebung der Corona-Notbremse in Hamburg an

Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) hat die Aufhebung der Corona-Notbremse in der Hansestadt ab Mittwoch angekündigt. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde lag die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen am Montag den fünften Werktag in Folge unter 100.

10:32 Uhr

14-tägige Übergangsphase im Tourismus - Erwartungen zu Pfingsten

Der Harzer Tourismusverband geht angesichts der Öffnung der Unterbringungsmöglichkeiten von einer 14-tägigen Übergangsphase aus. «Was bei uns telefonisch ankam, ist die Nachfrage da», sagte Verbandsgeschäftsführerin Carola Schmidt am Montag der Deutschen Presse-Agentur. «Wir freuen uns riesig, wir können ja alles anbieten. Ich gehe davon aus, dass sich alles schnell erholen wird.» In den Modellregionen in Schleswig-Holstein habe man gesehen, dass die Menschen raus wollten. Nach sechsmonatiger Schließung bräuchten manche Hoteliers allerdings etwas Zeit, um zu öffnen: Mitarbeiter müssten zurückgeholt, Lagerbestände aufgefüllt werden. «Das geht nicht in drei, vier Tagen», sagte sie. Schnell könnten Ferienhäuser und -wohnungen wieder angeboten werden. «Die private Vermietung hat sehr gelitten, sie konnte nicht auf Überbrückungshilfe zugreifen», betonte Schmidt. «Jeder Betrieb wird versuchen, das Beste draus zu machen. Wir sind froh, dass wir Perspektiven haben.»

10:15 Uhr

Elektroindustrie erholt sich weiter von Corona-Krise

Die deutsche Elektroindustrie kommt nach dem Corona-Krisenjahr 2020 zunehmend in Schwung. Bestellungen, Umsatz und Produktion stiegen im ersten Quartal 2021. Die Aufträge legten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15,6 Prozent zu, wie der Branchenverband ZVEI am Montag in Frankfurt mitteilte. Allein im März gab es ein Plus von gut 31 Prozent gegenüber dem schwachen Vorjahresmonat. Der Zuwachs sei nicht nur der anziehenden Konjunktur zu verdanken, «sondern stellt auch eine statistische Gegenbewegung auf den Rückgang im März des vergangenen Jahres dar, dem damals ersten Lockdown-Monat der Pandemie», erläuterte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann. Zugleich setzte die Branche mit zuletzt fast 872 000 Mitarbeitern mehr um und stellte mehr her. Die um Preiseffekte bereinigte Produktion (real) stieg im ersten Quartal 2021 um 3,1 Prozent. Die Auslastung der Kapazitäten verbesserte sich. Allerdings bereitet Materialknappheit der Elektroindustrie zunehmend Sorgen. «So litten zuletzt nur noch 17 Prozent der Firmen unter Auftragsmangel, aber 63 Prozent unter Materialknappheit», berichtete Gontermann. Der Umsatz lag im ersten Quartal mit 47,9 Milliarden Euro um 3,1 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Nach den kräftigen Einbußen im Corona-Krisenjahr 2020 rechnete die Elektroindustrie in diesem Jahr zuletzt mit einem Wachstum der Produktion um fünf Prozent. Damit könnten vier Fünftel des Rückgangs aus dem vergangenen Jahr aufgeholt werden.

09:56 Uhr

MV-Wirtschaftsminister Glawe: Schiffbau braucht Bundeshilfe

Der deutsche Schiffbau ist nach Ansicht von Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) weiter auf Hilfe des Bundes angewiesen. Die Finanzierung von Neubauprojekten stelle die Branche vor große Herausforderungen, sagte Glawe am Montag vor der 12. Nationalen Maritimen Konferenz in Rostock. Die Unternehmen seien nicht in der Lage, ihre hohen und langfristig laufenden Bauzeitfinanzierungen ohne finanzielle Hilfen zu decken. Angesichts der Zurückhaltung von Banken und Versicherern sei die Bundeshilfe notwendig. An maritimen Bauprojekten hingen tausende Arbeitsplätze, nicht nur auf den Werften, sondern auch bei Zulieferern. «Es findet ein großer Teil der Wertschöpfung auch außerhalb der Werften statt und davon vor allem auch in Bundesländern abseits der deutschen Küstenländer, sagte Glawe.» Die maritime Branche sorge deshalb nicht allein im Norden für wirtschaftliches Wachstum. Mit mehr als 1000 Teilnehmern beginnt am Montag die 12. Nationale Maritime Konferenz. Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie wird sie überwiegend digital abgehalten.

09:40 Uhr

Kinderschutzbund: Kinder werden in der Corona-Pandemie diskriminiert

Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes hat den Umgang der Politik mit Kindern in der Corona-Pandemie scharf kritisiert. «Die Kinder werden ohnehin benachteiligt und diskriminiert schon in dem gesamten Verfahren, das wir haben, seitdem es diese Pandemie gibt», sagte Heinz Hilgers am Montag im Deutschlandfunk. Die neuen Erleichterungen für Geimpfte und Genesene würden Kinder erneut benachteiligen. Dass Kinder verpflichtend getestet würden und Erwachsenen nicht, stehe «in einem Ungleichverhältnis». Dass die Infektionszahlen bei Kindern anstiegen, sei logisch. «Jedes Kind wird verpflichtet, das zur Schule geht oder Kita, sich zweimal die Woche testen zu lassen. Wenn Sie das im Bereich der Wirtschaft machen würden, hätten Sie ganz andere Zahlen», sagte Hilgers. Er forderte, dass die über 12-Jährigen bis zum Ende der Sommerferien geimpft werden könnten, damit danach wieder normalerer Unterricht stattfinden könne. Mit Blick auf die Ferien sagte er: Es brauche jetzt eine «riesige Kraftanstrengung» gemeinsam von Bund, Ländern, Gemeinden und freien Trägern, um vor allem für benachteiligte Kinder ein Ferienprogramm auf die Beine zu stellen. «Dass Bereitstellen von Milliarden alleine lässt ja noch keine Ferienfreizeit stattfinden», auch kein Homeschooling oder Schwimmkurs, so Hilgers. Kinder zeigten bereits Zeichen, dass sie von der Pandemie stark belastet seien. »Wir müssen jetzt entgegensteuern», sagte er.

09:19 Uhr

Corona-Party mit rund 50 Gästen von Polizei in Stade aufgelöst

In Stade hat die Polizei am Sonntagabend eine Party mit rund 50 Gästen aufgelöst. Als die Beamten das Grundstück betraten, seien sie auf eine «extrem aggressive Stimmung» getroffen, teilte die Polizei am Montag mit. Die Gäste seien nicht bereit gewesen, die Feier zu beenden. Erst nachdem zusätzliche Streifenwagen aus Stade, Buxtehude, Bremervörde, Seevetal und Buchholz eingetroffen waren, konnten die mehr als 30 Beamtinnen und Beamten die Party auflösen. Insgesamt wurden laut Polizei neben der Erteilung von Platzverweisen etwa 20 Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz erstattet. Der Einsatz dauerte rund zwei Stunden.

09:00 Uhr

Impfstoff von Johnson & Johnson künftig vor allem für Menschen ab 60

Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson soll in Deutschland in der Regel bei Menschen ab 60 eingesetzt werden. Nach ärztlicher Aufklärung können sich auch Jüngere dafür entscheiden, beschlossen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern weiter, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag erfuhr. Die Priorisierung für diesen Impfstoff wird in Arztpraxen und bei Betriebsärzten aufgehoben.

08:40 Uhr

Tourismus im Corona-Tief: Gut zwei Drittel weniger Gäste im Quartal

Die Corona-Einschränkungen haben den Inlandstourismus in Deutschland im ersten Quartal drastisch ausgebremst. Die Zahl der Gästeübernachtungen lag in den ersten drei Monaten das laufenden Jahres mit 22,6 Millionen um mehr als zwei Drittel (68,8 Prozent) unter dem Wert des Vorjahreszeitraums, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Dabei blieben vor allem ausländische Gäste fern, wie die Wiesbadener Behörde am Montag mitteilte. Bei Besuchern aus dem Ausland verzeichneten Hotels und Pensionen im ersten Vierteljahr gerade einmal 2,4 Millionen Übernachtungen und damit ein Minus von 81,1 Prozent binnen Jahresfrist. Bei den inländischen Reisenden lag die Zahl mit 20,2 Millionen Übernachtungen um 66,2 Prozent unter Vorjahr. Auch der diesjährige März brachte für die Branche keinen Lichtblick: Zwar fiel der Rückgang bei den Übernachtungszahlen in dem Monat mit knapp 43 Prozent moderater aus als im Januar und Februar dieses Jahres mit jeweils 76 Prozent. Dies erklärt sich aber damit, dass im März 2020 die Corona-Krise Deutschland bereits voll erfasst hatte und ein Beherbergungsverbot für privatreisende Gäste seinerzeit die Übernachtungszahlen in den Keller rauschen ließ. Verglichen mit dem Jahr vor der Krise bedeuteten die 9,1 Millionen Gästeübernachtungen im März 2021 einen Rückgang um fast drei Viertel. Touristische Übernachtungen sind derzeit verboten. Hotels, Pensionen oder Gasthöfe dürfen seit vergangenem Herbst nur noch Geschäftsreisende aufnehmen. Doch für viele Betriebe lohnt sich der Aufwand offenbar nicht: Von den etwa 52 000 in der Statistik erfassten Beherbergungsbetrieben hatten nach Angaben des Bundesamtes in diesem März nur 30 114 geöffnet.


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