Aktuelle News

Der Live-Ticker zum Coronavirus in Norddeutschland

Wir halten euch in unserem Live-Ticker über die aktuelle Zahl der Coronavirus-Infizierten in Hamburg und Norddeutschland auf dem Laufenden und informieren euch über die aktuellen Lage in und um Hamburg.

Foto: Shutterstock
Foto: Shutterstock

Nichts verpassen im Corona-Live-Ticker!

Welche Veranstaltungen und Events werden abgesagt? Was berichtet die Gesundheitsbehörde? Und wie entwickelt sich die Zahl der infizierten Patienten weiter? Das alles erfahrt ihr im Live-Ticker, wo wir euch montags bis freitags immer auf dem aktuellen Stand halten!

Meldungen vom 27.07.21

17:54 Uhr

Bund-Länder-Runde kommt bereits am 10. August zusammen

Bereits am 10. August wollen die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über weitere Maßnahmen innerhalb der Corona-Pandemie beraten. Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Michael Müller, dazu: "Der Korridor, um der gegenwärtigen Entwicklung noch wirksam entgegen zu wirken, wird enger". Damit die Corona-Infektionen nicht noch weiter ansteigen, müsse gehandelt werden. Eigentlich war die nächste Bund-Länder-Konferenz für Ende August geplant.

17:18 Uhr

Niedersachsen: Anpassung der Corona-Verordnung für mehr Handlungsspielraum bei steigenden Inzidenzen

Mit einer Anpassung der niedersächsischen Corona-Verordnung will die Landesregierung den Kommunen mehr Handlungsspielraum bei steigenden Inzidenzen einräumen - und «besonders kritische Bereiche» stärker einschränken. Wie die
Landesregierung am Dienstag in Hannover mitteilte, müssen Diskotheken, Clubs und Shisha-Bars künftig bereits ab einer örtlichen
Sieben-Tage-Inzidenz über 10 schließen. Die angepasste Verordnung tritt bereits am Mittwoch in Kraft. Sie ist als Übergangsregelung gedacht - bis sich Bund und Länder auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt haben. «Hier geht es ganz konkret darum, einen Bereich noch mal gesondert in den Blick zu nehmen, der im Infektionsgeschehen entsprechend aufgefallen ist», sagte die stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs, Claudia Schröder, am Dienstag in Hannover. Für Diskotheken, Clubs und Shisha-Lokale gilt außerdem: Bei Inzidenzen unter 10 gilt künftig die Maskenpflicht auch beim Tanzen, Betreiber müssen die Besucherzahl auf 50 Prozent der Kapazität begrenzen und ein Hygienekonzept vorlegen. Bars und Kneipen ohne Tanzfläche seien von der neuen Regelung ausgenommen, hieß es. Lockerungen könnte es hingegen künftig in anderen Bereichen geben. Die Anpassung sieht nämlich vor, dass Landkreise und kreisfreie Städte künftig per Allgemeinverfügung einzelne Bereiche - etwa Beherbergung, Gastronomie (außer Discos, Clubs und Shisha-Lokale), Einzelhandel, körpernahe Dienstleistungen und Sport - von Verschärfungen ausnehmen, wenn die nachweislich nicht zu einem Anstieg des Infektionsgeschehens beigetragen haben.

16:54 Uhr

Besucher der Sands Bar müssen sich einem Reihentest unterziehen

Wegen eines möglichen Corona-Ausbruchs in einer Hamburger Cocktailbar sind bis zu 500 Personen aufgerufen, sich einem Reihentest zu unterziehen. Grund sei ein Besucher der «Sands Bar» am Dammtor, der später positiv getestet worden sei, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, am Dienstag. Schon am Tag nach seinem Besuch am vergangenen Sonnabend habe er heftige Symptome entwickelt. «Teilnehmer des Abends berichten ebenso wie Bild- und Videoaufnahmen von im späteren Verlauf nicht mehr eingehaltenen Abständen, Maskenpflichten und zahlreichen Kontakten unter den tanzenden, feiernden und singenden Gästen.» Der Inhaber der Bar, Kristian Zrno, wies die Darstellung zurück. Zwar seien an dem Abend in seinem Lokal vier Geburtstage gefeiert worden, bei denen auch «Happy Birthday» gesungen worden sei. Es sei aber nicht massenhaft zur Musik gesungen oder getanzt worden. «Das Tanzen ist definitiv gelogen», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Die Bar bewirtschafte derzeit nur den Außenbereich mit rund 150 Sitzplätzen. «Es findet alles auf der Terrasse statt unter freiem Himmel.» Laut Gesundheitsbehörde könne man 305 Barbesucher über hinterlegte Kontaktdaten erreichen. «Wir gehen aber aufgrund der Schilderungen von einem deutlich größeren Personenkreis aus, der sich in Ansteckungsgefahr befindet», sagte Helfrich. «Ein- bis zweihundert Personen, die sich angesteckt haben könnten, können wir daher nicht erreichen.» Ein Reihentest, der am Donnerstag in der «Sands Bar» stattfinde, solle Klarheit schaffen. «Wir rufen daher alle Personen, die sich am vergangenen Sonnabend nach 19.30 Uhr in der Bar Sands aufgehalten haben, auf, sich beim Gesundheitsamt zu melden und für eine Testung anzumelden.»

16:31 Uhr

Niedersachsen: Hannover 96 darf trotz gestiegener Corona-Zahlen vor Zuschauern spielen

Trotz gestiegener Corona-Zahlen darf Fußball-Zweitligist Hannover 96 sein erstes Saison-Heimspiel gegen Hansa Rostock am Samstag wie geplant vor 22 250 Zuschauern austragen. Die Region Hannover gab am Dienstag bekannt, vorerst keine neue Allgemeinverfügung zu erlassen, obwohl die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt an drei Tagen nacheinander den Wert von 35 überschritt.
«Die zuletzt gestiegenen Zahlen lassen sich mit hinreichender Sicherheit auf Einrichtungen mit Tanz- und Feierbetrieb zurückführen», heißt es in der Mitteilung der Region. Gleichzeitig entschied das Land Niedersachsen, seine Corona-Verordnung mit Gültigkeit ab Mittwoch so anzupassen, dass Landkreise und kreisfreie Städte künftig per Allgemeinverfügung einzelne Bereiche wie den Sport von Verschärfungen ausnehmen können, wenn die nachweislich nicht zu einem Anstieg des Infektionsgeschehens beigetragen haben. Voraussetzung für einen Besuch des Rostock-Spiels (Samstag, 13.30 Uhr/Sky) ist, dass die Zuschauer geimpft, getestet oder genesen sind. Auch Gästefans aus Rostock sind zugelassen.

16:19 Uhr

Rot-grüne Senat hat in Hamburg keine weiteren Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beschlossen

Trotz bundesweit höchster Inzidenz hat der rot-grüne Senat in Hamburg keine weiteren Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen. Die am Dienstag verabschiedete Verordnung schreibe die bestehende im Wesentlichen fort, sagte
Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag. «Es gibt im Prinzip keine Veränderung außer minimalen Erleichterungen im Bereich der Pflegeeinrichtungen.» Die neue Verordnung, die am Mittwoch in Kraft treten soll, gelte für vier Wochen. Die Corona-Inzidenz in Hamburg war am Dienstag erstmals seit zwei Monaten wieder über die Marke von 30 gestiegen. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Neuinfizierten je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen mit 30,61 an. Am Vortag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 29,4 gelegen, eine Woche zuvor bei 16,9. Laut Robert Koch-Institut (RKI), das die Inzidenz auf anderer Grundlage berechnet, belegt Hamburg mit einem Wert von 26,8 den Negativ-Spitzenplatz unter den Ländern, gefolgt von Berlin (24,8) und dem Saarland (22,6).

15:23 Uhr

Hunderte nach Barbesuch zu Corona-Reihentest aufgerufen

Wegen eines möglichen Corona-Ausbruchs in einer Hamburger Cocktailbar sind bis zu 500 Personen aufgerufen, sich einem Reihentest zu unterziehen. Grund sei ein Besucher der «Sands Bar» am Dammtor, der später positiv getestet worden sei, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde am Dienstag. Schon am Tag nach seinem Besuch am vergangenen Sonnabend habe er heftige Symptome entwickelt. «Teilnehmer des Abends berichten ebenso wie Bild- und Videoaufnahmen von im späteren Verlauf nicht mehr eingehaltenen Abständen, Maskenpflichten und zahlreichen Kontakten unter den tanzenden, feiernden und singenden Gästen.»

15:10 Uhr

Land will mit Kampagne Unentschlossene zum Impfen bewegen

Mit einer breit angelegten Werbe- und Informationskampagne zur Corona-Impfung will Niedersachsen Unentschlossene zum Impfen bewegen. Dafür nimmt das Land nach Angaben des Gesundheitsministeriums etwa 3,6 Millionen Euro in die Hand. Über Social Media, Plakate, Flyer, einer Website und mithilfe eines Kampagnen-Teams soll ab August in neun Sprachen für die Impfung gegen das Coronavirus geworben werden. «Die Impfquote ist zum jetzigen Moment in Ordnung, aber nicht, um gut durch den Winter zu kommen», sagte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) am Dienstag in Hannover. Während mittlerweile die große Mehrheit der besonders gefährdeten über 60-Jährigen geimpft sei (77,9 Prozent), müsse die Impfbeteiligung vor allem bei den Menschen mittleren Alters (48 Prozent) zunehmen. Besonders diese Gruppe und Jüngere wolle man mit der Kampagne erreichen. «Wir brauchen noch zehn Prozentpunkte (...), um insgesamt in eine Situation zu kommen, dass wir mit gutem Gewissen in den Herbst gehen können», sagte Behrens. In Niedersachsen haben nach Angaben des Gesundheitsministeriums bisher knapp 64 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten; 49,1 Prozent sind demnach vollständig gegen das Virus geimpft. Rund 11 Prozent der Bevölkerung sind unter 12 Jahre alt, für sie steht noch kein Impfstoff zur Verfügung.

14:40 Uhr

Söder: Brauchen im Corona-Kampf klare Linien für den Herbst

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Politik in Bund und Ländern aufgefordert, mit einer klaren Strategie gegen eine vierte Corona-Welle in den Herbst zu gehen. Mitte August werde es eine Ministerpräsidentenkonferenz geben, sagte Söder am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. «Dafür brauchen wir klare Linien», sagte er. Es dürfe in der Pandemiebekämpfung kein Zögern geben und die Hoffnung, «in die Bundestagswahl zu stolpern», sagte Söder. Söder sprach sich dafür aus, geimpften Menschen ihre Freiheitsrechte zurückzugeben, Ungeimpften dagegen nicht ohne weiteres. Es gehe nicht um die Benachteiligung Ungeimpfter oder um einen Impfdruck durch die Hintertür. Jedoch sei das Vorenthalten von Grundrechten für Geimpfte nicht zu rechtfertigen. Er sprach sich dafür aus, das Impfen für Minderjährige deutlich voranzubringen. Ziel müsse es sein, bei den Schülerinnen und Schülern im neuen Schuljahr die Quarantänezeiten so weit wie möglich zu reduzieren, sagte Söder. In Großbritannien, wo die Infektionszahlen deutlich in die Höhe gegangen sind, befänden sich derzeit 20 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Quarantäne.

14:20 Uhr

Hamburger Dom startet nach Corona-Zwangspause - erstes großes Volkfest

Mit einem dynamisch anpassbaren Sicherheitskonzept öffnet der Hamburger Dom am Freitag nach anderthalb Jahren Corona-Zwangspause wieder für Besucher. Laut Bundesverband des Ambulanten Gewerbes und der Schausteller ist es das bundesweit erste größere Volksfest am regulären Standort. Es sei damit auch ein Testlauf für die Schaustellerbranche, sagten Wirtschaftsstaatsrat Andreas Rieckhof und Domreferatsleiter Sören Lemke am Dienstag. Wegen der Pandemie war der Dom vier Mal abgesagt worden. Anfangs dürfen nur 7000 Menschen gleichzeitig auf das Heiligengeistfeld, später bis zu 9500. Sie brauchen ein kostenloses Zeitfenster, müssen Maske tragen und einen Nachweis mitbringen, dass sie vollständig geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Auch ist mit 184 Schaustellern diesmal rund ein Drittel weniger als üblich vertreten. «Nur so können wir die Abstände einhalten, die erforderlich sind», sagte Rieckhof. Außerdem wurden 300 Handwasch- und Hygiene-Stationen aufgebaut. Alkohol darf auf dem Dom nur auf den Sitzplätzen der Gastronomiebetriebe getrunken werden. Schon jetzt seien rund 30 000 kostenlose Tickets gebucht worden.

14:00 Uhr

Hochbahn: Rückkehr zu Vor-Corona-Fahrgastzahlen dauert zwei Jahre

Die Hamburger Hochbahn stellt sich auf eine längere Zeit mit weniger Fahrgästen im Nahverkehr ein. Bis die Nutzung von Bussen und U-Bahn wieder das Niveau von 2019 erreiche, werdes es «sicherlich zumindest zwei Jahre dauern», sagte der Chef der Hamburger Hochbahn AG, Henrik Falk, dem «Hamburger Abendblatt». «Es ist eine Herausforderung, wieder all die Kunden an Bord zu holen, die wir vor der Pandemie hatten.» Aktuell liege die Auslastung bei knapp 70 Prozent im Vergleich zum Juli 2019, verglichen mit rund 75 Prozent im Spätsommer 2020 nach dem ersten Lockdown, sagte der Chef des öffentlichen Verkehrsbetriebs. «In den vergangenen Wochen sind die Fahrgastzahlen sukzessive angestiegen. Unser Ziel ist es, dass wir uns in den nächsten Monaten bei 75 bis 80 Prozent einpendeln.»

13:30 Uhr

Scholz stellt öffentliche Bezahlung von Corona-Tests in Frage

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, Corona-Tests nicht mehr öffentlich zu bezahlen - wenn alle, die sich impfen lassen können, ein Impfangebot erhalten haben. Scholz schrieb am Dienstag auf Twitter, das Wichtigste sei nun, möglichst viele von einer Impfung überzeugen. «Ich bin für mobile Impfteams in Turnhallen, vor Supermärkten und Fußballstadien. Der Impfstoff muss jetzt zu den Leuten kommen.» Viele Veranstaltungen würden weiterhin nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete möglich sein, so Scholz. «Aber der Zeitpunkt wird kommen, an dem alle, die sich impfen lassen können, ein Impfangebot erhalten haben.» Dann werde es nicht mehr möglich sein, die Corona-Tests öffentlich zu bezahlen. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hatte sich gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe gegen eine Impfpflicht ausgesprochen. Allerdings sollte die Allgemeinheit aus ihrer Sicht nicht mehr auf Dauer für die Kosten von Corona-Tests aufkommen müssen, wenn Menschen ihre Impfangebote nicht wahrnähmen.

13:00 Uhr

Appell zum Blutspenden: Reserven für Notfälle werden knapp

Der Mangel an Blutkonserven ist drastisch, der Bedarf aktuell wegen der Versorgung von Opfern der Flutkatastrophe besonders hoch: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung haben am Dienstag an die Bürger appelliert, schnellstmöglich Blut zu spenden. Der Bestand habe sich aufgrund der Corona-Pandemie und wegen der Urlaubszeit stark verringert. In einigen Regionen Deutschlands würden dringend Blutpräparate benötigt, um die vielen Verletzten versorgen zu können. Laut Blutspendediensten ist die Lage so gravierend, dass sogar schon die Reserven für Notfälle knapp werden. Erschwerend komme hinzu, dass die Infrastruktur in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten teilweise beschädigt sei und einige Blutspendedienste nun keine Termine anbieten könnten. Bürger sollten zur Blutspende alternativ auf nicht vom Hochwasser betroffene Regionen ausweichen. Spahn sagte: «Jede Spende hilft, das Leid der Menschen zu lindern und die Versorgung sicherzustellen.» Die BZgA betonte, umfassende Hygienekonzepte in den Spendeeinrichtungen stellten sicher, dass kein erhöhtes Risiko für eine Ansteckung mit dem Coronavirus bestehe.

12:13 Uhr

Regierung berät über weitere Testpflichten für Reiserückkehrer

Die Bundesregierung berät über erweiterte Testpflichten für Reiserückkehrer als Corona-Schutz zum Ende der Sommerferienzeit. Das Gesundheitsministerium ist für «eine schnellstmögliche Ausweitung der Testpflichten bei Einreise», wie eine Sprecherin auf Anfrage am Dienstag sagte. Die Abstimmungen innerhalb der Regierung dazu liefen. Minister Jens Spahn hatte bereits in der vergangenen Woche deutlich gemacht, dass eine Ausweitung der Testpflicht aus seiner Sicht wie der des Bundesinnenministeriums sehr schnell kommen solle.

12:00 Uhr

Aktuelle Zahlen zur Corona-Zahlen

11:40 Uhr

Corona-Inzidenz knackt 30er-Marke - 87 neue Fälle

In Hamburg ist die Corona-Inzidenz am Dienstag erstmals seit zwei Monaten wieder über die 30er-Marke gestiegen. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Neuinfizierten je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen mit 30,61 an. Am Vortag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 29,4 gelegen, eine Woche zuvor bei 16,9. Am Dienstag kamen 87 neu bestätigte Infektionen hinzu - 12 weniger als am Vortag, aber 24 mehr als am Dienstag vor einer Woche.

11:15 Uhr

Leonhard sieht in Urlaubsreisen Grund für steigende Corona-Zahlen

Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard sieht die Reiserückkehrer als Grund für hohe Corona-Infektionszahlen in der Stadt. «Hamburg ist als eines der ersten Bundesländer in die Sommerferien gestartet. Wir merken deswegen früher als andere Teile der Bundesrepublik den Effekt von Corona-Infektionen, die im Ausland erfolgt sind und nun durch Rückreisen hierher getragen werden», sagte die SPD-Politikerin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Laut Robert Koch-Institut ist die Corona-Sieben-Tage-Inzidenz derzeit in keinem anderen Bundesland so hoch wie in Hamburg.

10:50 Uhr

Über 70 Prozent der Erwachsenen mindestens einmal gegen Covid geimpft

Mehr als 70 Prozent der Erwachsenen in Deutschland haben mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Dienstag auf Twitter mit. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI/Stand 9.30 Uhr) wurden 61 Prozent der gesamten Bevölkerung mindestens einmal geimpft. Das sind 50,7 Millionen Menschen. Fast die Hälfte der Bevölkerung (49,7 Prozent) ist inzwischen vollständig geimpft. Laut RKI wurden am Montag 313 275 Impfungen verabreicht. Unter den Bundesländern lag Bremen dem RKI zufolge nach wie vor an erster Stelle mit einem Anteil von 69,9 Prozent mindestens einmal geimpfter Menschen. Auch bei den vollständig Geimpften belegte Bremen mit 57,5 Prozent den Spitzenplatz. Schlusslicht bei den Erstimpfungen blieb Sachsen (51,7 Prozent), genau wie bei den vollständig Geimpften (45,8 Prozent).

10:28 Uhr

EU erreicht 70 Prozent Erstimpfungsquote bei Erwachsenen

In der EU haben 70 Prozent der Erwachsenen mindestens eine Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Wie EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Dienstag mitteilte, haben zudem 57 Prozent der Volljährigen bereits den vollen Impfschutz. Damit habe Europa im weltweiten Vergleich aufgeholt. Unter anderem waren etwa die USA oder Israel zunächst deutlich schneller darin, der Bevölkerung Impfangebote zu machen. Man müsse die Anstrengungen aber beibehalten, so von der Leyen. «Die Deltavariante ist sehr gefährlich.» Sie rufe daher jeden und jede dazu auf, sich impfen zu lassen, sofern die Möglichkeit dazu bestehe.

09:10 Uhr

EU-Kommission erlaubt 525-Millionen-Beihilfe für Ferienflieger Condor

Deutschland darf den Ferienflieger Condor mit einer staatlichen Beihilfe von 525,3 Millionen Euro unterstützen. Die Genehmigung ist auf mehrere Entscheidungen der EU-Kommission zurückzuführen und betrifft den Angaben zufolge zwei Maßnahmen, wie die Brüsseler Behörde am Dienstag mitteilte. Zum einen handelt es sich um 204,1 Millionen Euro zur Entschädigung von Condor für in der Corona-Pandemie erlittenen Schaden und zum anderen um 321,2 Millionen Euro, um eine Restrukturierung der Airline zu unterstützen. Den Angaben zufolge fliegt Condor an 126 Ziele weltweit.

08:30 Uhr

Grüne kritisieren Corona-Kurs der Landesregierung

Dass Landkreise und kreisfreie Städte mehr Handlungsspielraum bei den Corona-Regeln bekommen sollen, stößt bei den Grünen in Niedersachsen auf Kritik. «Ein einheitliches Vorgehen mit einheitlichen Kriterien für Niedersachsen ist wichtig», sagte die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Julia Willie Hamburg, in einem Interview der Zeitung «Neue Presse» (Dienstagsausgabe). «Die Verantwortung schon wieder auf die Kommunen abzuwälzen, ist dagegen falsch», so Hamburg. Die Landesregierung will die Corona-Verordnung in dieser Woche anpassen. Der Änderungsentwurf sieht unter anderem vor, dass die Landkreise und kreisfreien Städte mehr Handlungsspielraum erhalten. Sie sollen per Allgemeinverfügung einzelne Bereiche von Verschärfungen ausnehmen können, wenn diese nachweislich nicht zum Anstieg des Infektionsgeschehens beigetragen haben.

07:58 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen sinkt leicht

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Fällen in Niedersachsen ist am Dienstag im Vergleich zum Vortag leicht gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts lag der Wert bei 15,5, - so viele Corona-Infektionen pro 100 000 Einwohner wurden in den vergangenen sieben Tagen gemeldet. Am Montag hatte die Inzidenz bei 15,9 gelegen. Am Wochenende kommt es mitunter zu Meldeverzögerungen. Landesweit wurden am Dienstag im Vergleich zum Vortag 101 neue Infektionen registriert. Vier Menschen mit Covid-19 starben. Die mit Abstand höchste Inzidenz im Vergleich der niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte hat weiterhin der Kreis Lüneburg mit 59,7. Einen Wert von 0 erreicht anders als am Vortag kein Landkreis und auch keine kreisfreie Stadt.

07:30 Uhr

Test-Zentren zur Urlaubszeit stärker gefragt

Die niedersächsischen Corona-Testzentren sind im Urlaubsmonat Juli stärker besucht worden als noch im Monat zuvor. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) sind im Juli bislang rund 2,4 Millionen Tests abgerechnet worden. Im Juni seien es hingegen nur rund 1,6 Millionen Tests gewesen. Eine mögliche Erklärung für den Anstieg könnten laut KVN Reisen sein, für die Urlauber einen negativen Corona-Test vorlegen müssen.

07:13 Uhr

Mehrsprachige Impfkampagne für Geflüchtete in Niedersachsen erfolgreich gestartet

Eine mehrsprachige Impfkampagne fördert aus Sicht des niedersächsischen Flüchtlingsrats die Impfbereitschaft unter Geflüchteten und Menschen ohne Deutsch-Kenntnisse in Niedersachsen. «Wir haben den Eindruck, die Quote der Impfwilligen ist seit der Kampagne angestiegen», sagte der Geschäftsführer vom Flüchtlingsrat Niedersachsen, Kai Weber. Seit knapp zwei Monaten klärt die Kampagne landesweit Flüchtlinge über die Corona-Impfung auf. Bisher ist die Kampagne nach Angaben vom Flüchtlingsrat Niedersachsen «hervorragend angelaufen». Ziel der Kampagne sei es, Geflüchtete und alle Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, mit grundlegenden Informationen zum Impfen zu versorgen. Mit der Kampagne könne man gegen Vorbehalte oder Verschwörungstheorien halten.

07:05 Uhr

RKI registriert 1545 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 14,5

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit knapp drei Wochen an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen lag sie bei 14,5 - am Vortag betrug der Wert 14,3, beim Tiefststand vom 6. Juli 4,9. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 1545 Corona-Neuinfektionen, wie aus den Zahlen vom Dienstagmorgen weiter hervorgeht, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.37 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 1183 Ansteckungen gelegen. Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

07:00 Uhr

Lauterbach warnt vor Unterricht ohne Einschränkungen

Der SPD-Politiker Karl Lauterbach hat vor einem Schulstart nach den Sommerferien ohne jegliche Corona-Beschränkungen gewarnt. «Ich habe schon aus den Ländern von der Idee gehört, nach dem Sommer den Unterricht ohne jede Einschränkung auch bei hohen Inzidenzen wieder durchzuführen. Wir hätten bis Ende des Schuljahres eine komplette Durchseuchung aller Schüler», sagte er der «Rheinischen Post» (Dienstag). Fahre man die Schutzmaßnahmen in Schulen zu früh herunter, würden sich sehr viele Kinder mit Covid-19 infizieren. Es sei unklar, wie viele von ihnen nach einer Erkrankung mit Long-Covid-Spätfolgen oder gar einem schwächeren Immunsystem zu kämpfen hätten. Alternativ könnten Schulen an Wechselunterricht, Masken, Test und Quarantäne für erkrankte Schüler festhalten. «Auch die Impfung von über zwölfjährigen Jugendlichen kann aus meiner Sicht sehr dabei helfen, die Pandemie zu überwinden», sagte Lauterbach.

06:55 Uhr

Mediziner: Weniger Intensiv-Patienten bei neuer Corona-Welle

Intensivmediziner rechnen bei einer neuen Corona-Welle mit weniger Patienten auf den Intensivstationen als in der jüngsten Hochphase. «Ich bin mir sicher, dass die Zahlen der Patienten auf den Intensivstationen und in den Krankenhäusern bei einer vierten Welle nicht so hoch sein werden wie bei der dritten Welle», sagte Stefan Kluge, Vorstandsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). Zugleich sagte er aber auch: «Es ist noch nicht vorbei.» Das Virus sei in seiner Delta-Variante viel ansteckender als noch vor einem Jahr. «Deshalb sollten jetzt auch nicht alle Regeln, wie etwa das Maskentragen in Supermärkten, aufgehoben werden.»

06:50 Uhr

Spanien und die Niederlande sind nun Corona-Hochinzidenzgebiete

Spanien und die Niederlande sind seit Mitternacht als Corona-Hochinzidenzgebiete eingestuft. Damit gelten bei der Einreise von dort nach Deutschland zusätzliche Auflagen, wie das Robert Koch-Institut mitgeteilt hatte. Mit der Entscheidung reagierte die Bundesregierung auf einen deutlichen Anstieg der Infektionszahlen in beiden Ländern. Wer aus einem Hochinzidenzgebiet nach Deutschland zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen. Kurz vor Inkrafttreten der Entscheidung am Dienstag hätten nur sehr wenige deutsche Touristen ihren Urlaub auf der spanischen Mittelmeerinsel Mallorca vorzeitig beendet, hieß es dort. Die Reisebranche hatte die Entscheidung der Bundesregierung kritisiert. Nach Angaben des Reiseverbandes DRV machten in der vergangenen Woche etwa 200 000 Pauschalreisende aus Deutschland in Spanien Urlaub - etwa 60 Prozent von ihnen auf den Balearen, 30 Prozent auf den Kanaren und der Rest auf dem Festland. Hinzu kommen insgesamt geschätzt etwa 200 000 Individualurlauber aus Deutschland in dem Land.

Meldungen vom 26.07.21

17:50 Uhr

Einreisebeschränkungen in die USA bleiben

Die USA wollen die wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreisebeschränkungen für Reisende aus Europa und anderen Staaten vorerst nicht aufheben. «Wegen der Delta-Variante werden wir die bestehenden Reisebeschränkungen an dieser Stelle beibehalten», sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki.

17:30 Uhr

Spanien und Niederlande ab Mitternacht Hochinzidenzgebiete

Spanien und die Niederlande sind von Mitternacht an als Corona-Hochinzidenzgebiete eingestuft. Mit der schon am Freitag verkündeten Entscheidung reagiert die Bundesregierung auf einen deutlichen Anstieg der Infektionszahlen in beiden Ländern. Wer aus einem Hochinzidenzgebiet nach Deutschland zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen. Kurz vor dem Inkrafttreten der Entscheidung hätten nur sehr wenige deutsche Touristen ihren Urlaub auf der spanischen Mittelmeerinsel Mallorca vorzeitig beendet, hieß es dort.

16:59 Uhr

Schleswig-Holstein gegen generelle Impfpflicht

Die schleswig-holsteinische Landesregierung ist gegen eine generelle Impfpflicht. «Die Impfung bleibt eine persönliche Entscheidung, ebenso wie die Entscheidung, mit den Risiken einer Erkrankung zu leben, wenn ein Impfangebot nicht wahrgenommen wurde», sagte Gesundheitsstaatssekretär Matthias Badenhop. Eine Impfpflicht sei als letztes Mittel nur in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen denkbar, wo besondere Verantwortung für die Gesundheit anderer getragen werde - sofern auf anderem Wege kein ausreichender Immunisierungsgrad erreicht werden könne. «Individuelle Einschränkungen für Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, sind nicht der richtige Weg», sagte Badenhop. Im Umkehrschluss könne es aber auch keinen Lockdown, also Einschränkungen für alle mehr geben, wenn jeder die Chance gehabt habe, ein Impfangebot wahrzunehmen.

16:41 Uhr

Wirtschaft im Kreis Lüneburg warnt vor neuen Einschränkungen

Nach dem Anstieg der Corona-Inzidenz im Landkreis Lüneburg hat die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg davor gewarnt, die regionale Wirtschaft erneut einzuschränken. Auf Basis der betrieblichen Hygienekonzepte sollten die wirtschaftlichen Freiheiten erhalten bleiben. «Es kann nicht sein, dass jetzt erneut Branchen leiden müssen, die für das gegenwärtige Infektionsgeschehen keine Verantwortung tragen», sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Sönke Feldhusen. Der Kreis Lüneburg hatte am Montag mit 63,0 die mit Abstand höchste Inzidenz im Vergleich der niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte. «Unsere aktuelle Konjunkturumfrage zeigt, dass die Wirtschaft gerade erst auf Erholungskurs ist. Eine erneute Verschärfung trifft mit Gastronomie, Tourismus und Einzelhandel genau diejenigen, die in den vergangenen Monaten Geld und Mühe investiert haben», betonte Feldhusen. Statt Verschärfungen nach dem alten Stufenplan der aktuellen niedersächsischen Corona-Verordnung brauche es neue Maßstäbe, die zum Beispiel den Impffortschritt, regionale Verbreitungswege oder die Hospitalisierung berücksichtigten. Die 7-Tage-Inzidenz könne nicht mehr der einzige Indikator sein.

16:07 Uhr

Hamburger Tourismus stabilisiert sich

Der Tourismus in Hamburg lässt das tiefe Corona-Tal nach Brancheneinschätzung in diesem Sommer hinter sich, rechnet aber auch für 2022 noch nicht mit einer Rückkehr auf das Niveau vor der Pandemie. «Es kommen wieder mehr Gäste in die Stadt. Das ist auch der Tenor unserer Gespräche mit der Hotellerie», sagte der Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH, Michael Otremba, dem «Hamburger Abendblatt». Demnach steigt die Belegung der Gästebetten knapp zwei Monate nach dem Ende des Beherbergungsverbotes in der Hansestadt allmählich an. «An den Wochenenden liegt die Auslastung in einigen Häusern bei 60 Prozent und mehr», sagte Otremba. «Im August wird die Nachfrage weiter steigen, und es gibt Hotels, die eine Belegung von rund 80 Prozent erwarten.» Otremba äußerte sich zuversichtlich, dass die Lage 2021 besser wird als im vorigen Jahr, rechnet aber selbst für 2022 nicht mit einer Rückkehr auf das Vorkrisenniveau. «Wir sind 2020 auf den Stand von 2006 zurückgefallen, aber an der aktuellen Entwicklung sehen wir, dass Hamburg die Kraft hat, wieder zu alter Stärke zurückzufinden», sagt er. «Es wird Zeit brauchen, und wir werden sicher auch im nächsten Jahr noch nicht wieder auf dem Niveau von 2019 sein.»

16:00 Uhr

Delta-Variante dämpft Konjunkturaussichten

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juli überraschend eingetrübt. Der Ifo-Index für das Geschäftsklima sank um 0,9 Punkte auf 100,8 Zähler, wie das Münchner Institut bekanntgab. Das führende deutsche Konjunkturbarometer, das auf einer Umfrage unter etwa 9000 Unternehmen basiert, fiel damit erstmals seit Beginn des Jahres. Analysten wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 102,5 Punkte gerechnet. Ausschlaggebend für den Rückgang ist die Einschätzung der künftigen Geschäfte. Hier ging der entsprechende Indexwert zurück, während die Bewertung der aktuellen Lage erneut besser war.

15:32 Uhr

Bundesregierung: Jetzt kann sich jeder sofort Impfen lassen

Für die Corona-Impfungen gibt es nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums inzwischen ausreichend Impfstoff, um allen Interessierten «unmittelbar» ein Impfangebot machen zu können. «Das zu Beginn der Impfkampagne ausgegebene Ziel, jeder impfwilligen Person bis Ende des Sommers ein Angebot einer Erstimpfung zu machen, wurde also bereits zu Anfang des Sommers und damit deutlich früher erreicht - und somit übererfüllt», heißt es in einem Bericht, mit dem Ressortchef Jens Spahn den Gesundheitsausschuss des Bundestags und seine Länder-Kollegen über den Stand informierte.«Jetzt ist es von besonderer Bedeutung, die Bürger mit dem Angebot zu erreichen, die sich bisher noch nicht für eine Impfung entschieden haben», heißt es in dem Bericht weiter. Dafür seien konkrete niedrigschwellige Angebote vor Ort besonders wichtig. «Es besteht weniger ein Mangel an Information als mehr ein Mangel an Gelegenheit.» Für das noch bis Ende September laufende dritte Quartal werden demnach insgesamt mehr als 100 Millionen Impfdosen erwartet. Da die Verfügbarkeit an Impfstoffen die Nachfrage bereits deutlich übersteige, soll die Verteilung umgestellt werden. Ab Mitte August will der Bund verfügbare Mengen nicht mehr «vollumfänglich», sondern «ausschließlich nach dem jeweils angeforderten Bedarf» ausliefern.

14:58 Uhr

Lindner hält Risiko falsch negativer Corona-Tests für verantwortbar

Nach Auffassung von FDP-Chef Christian Lindner rechtfertigt das Risiko falsch negativer Coronatests nicht die Ungleichbehandlung von geimpften und negativ getesteten Menschen. «Es ist ein verantwortbares Risiko», sagte Lindner am Montag auf der Insel Usedom. Neben Tests, die nicht anschlagen, gebe es auch Impfdurchbrüche, und auch Genesene könnten sich erneut infizieren. Es gehe um die Frage, welches Risiko verantwortbar sei und welche Folgen es etwa hätte, wenn negativ getestete Menschen «prinzipiell keinen Zugang, auch nach Test, zum Beispiel zum gesellschaftlichen Leben haben». Steigende Corona-Infektionszahlen hatten die schon seit längerem geführte Debatte um mehr Einschränkungen für Ungeimpfte neu entfacht. Laut SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach dürfte die Gleichstellung negativ Getesteter mit Geimpften und Genesenen wegen zu vieler falsch negativer Tests nicht aufrechtzuerhalten sein, sollten die Fallzahlen wieder deutlich steigen. Damit sei zu rechnen, «wenn die Menschen aus den Ferien zurückkommen und sich im Herbst wieder verstärkt in Innenräumen begegnen», hatte er der «Süddeutschen Zeitung» gesagt. Lindner hält hingegen an der Gleichbehandlung negativ Getesteter, Geimpfter und Genesener fest. Man wisse, dass sie in gleicher Weise keine Gefahr für ihre Mitmenschen seien, sagte er vor der Ahlbecker Seebrücke bei seiner Wahlkampf-Sommertour. Er warnte vor einer «Untertanenmentalität» und davor, sich unverhältnismäßige Eingriffe in die eigene Freiheit gefallen zu lassen.

14:30 Uhr

Die meisten Urlauber bleiben im Corona-Hochinzidenzland Spanien

Die meisten deutschen Touristen auf Mallorca lassen sich den Urlaub von der Einstufung Spaniens als Hochinzidenzgebiet offensichtlich ganz und gar nicht vermiesen. Kurz vor Inkrafttreten der Entscheidung der Bundesregierung am Dienstag hätten nur sehr wenige Besucher den Urlaub auf der spanischen Mittelmeerinsel vorzeitig abgebrochen, sagte der Sprecher des Reiseveranstalters Tui, Aage Dünhaupt, am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

14:05 Uhr

Dehoga hält nichts von möglicher Disco-Schließung ab 10er-Inzidenz

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Niedersachsen hat eine mögliche Anpassung der niedersächsischen Corona-Verordnung im Hinblick auf Diskotheken, Clubs, Bars und Shisha-Lokale scharf kritisiert. «Davon halten wir gar nichts, weil die Betriebe in der Lage sind, Hygienekonzepte zu erstellen und diese auch umzusetzen», sagte Hauptgeschäftsführer Rainer Balke am Montag. Die niedersächsische Landesregierung will in dieser Woche die Corona-Verordnung anpassen und dabei nach eigenen Angaben noch stärker «die Verursacher von Infektionen» in den Blick nehmen. In dem Änderungsentwurf heißt es unter anderem, dass die Schließung von Diskotheken, Clubs, Bars und Shisha-Lokalen bei einer Inzidenz von mehr als 10 vorgesehen sei. Der Entwurf befindet sich allerdings noch in der Verbandsbeteiligung und kann sich daher noch ändern.

13:30 Uhr

Rabe für volle Präsenz nach Schulferienende trotz hoher Inzidenz

Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) setzt auch bei weiter steigenden Corona-Infektionszahlen auf die volle Öffnung der Schulen nach den Sommerferien Mitte kommender Woche. Gänzlich ausschließen könne er erneute Einschränkungen zwar nicht, sagte er am Montag beim Besuch der Lernferien in der Helmuth Hübener-Stadtteilschule in Barmbek-Nord. «Gefahren gibt es immer, aber im Moment dürfen wir mutig und zuversichtlich sein. Im Vergleich zum letzten Jahr haben wir die Sicherheitsmaßnahmen um ein Vielfaches erweitert. Deswegen, glaube ich, können wir jetzt im Moment eher über die Schulöffnung reden und nicht über künftige Schulschließungen.» Er wünsche sich, dass man mit den Schulen künftig «schonender umgehe», sagte der Senator. «Und dass wir hier doch noch mal genau hingucken, wann wir welche Maßnahmen ergreifen.» Der bisherige Kurs zur Eindämmung der Pandemie habe «gerade gegenüber Kindern und Jugendlichen doch besondere Härten» beinhaltet. Nun gebe es ein Umdenken: «Von den Wissenschaftlern, von vielen Politikern wird gesagt: Die Schulen zu allerletzt - und wirklich zu allerletzt.»

12:46 Uhr

Gesundheitsministerin setzt beim Impfen weiter auf Freiwilligkeit

Die steigenden Corona-Infektionszahlen haben die Debatte um eine Impfpflicht und den Umgang mit Ungeimpften neu aufflammen lassen. Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) sprach sich am Montag auf NDR Info erneut für die Freiwilligkeit bei der Corona-Impfung aus und sagte, dass vorerst Getestete die gleichen Rechte haben sollen wie Geimpfte oder Genesene. «Wir sind ja noch mitten in der Impfkampagne», so Behrens. Niedersachsen versuche jetzt noch einmal, gezielt die Gruppe der 20- bis 40-Jährigen anzusprechen und diese von einer freiwilligen Impfung zu überzeugen. Die jüngere Generation könne sich noch gar nicht so lange impfen lassen, bis Ende Juni sei ja noch nach Prioritätsgruppen geimpft worden. «Jetzt muss man erst mal allen die Chance geben zu verstehen, dass man sich überall impfen lassen kann», sagte die Gesundheitsministerin dem Sender. Corona-Tests seien immer «nur eine Krücke», eine Momentaufnahme über die aktuelle Viruslast. Im Herbst müsse man deshalb darüber nachdenken, ob die, die sich dann immer noch nicht impfen haben lassen, für ihre Tests bezahlen sollten. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hatte sich im ZDF-«Morgenmagazin» ähnlich geäußert: «Wenn alle, die sich Impfen lassen können, das dann trotzdem nicht machen, dann muss man auch vielleicht darüber nachdenken, ob die Testmöglichkeiten dann eben auf deren Kosten gehen und nicht mehr auf Kosten der Allgemeinheit.» Die Grünen-Fraktionsvorsitzende im niedersächsischen Landtag, Julia Willie Hamburg, sagte am Montag, die Debatte helfe nicht weiter und sorge «eher dafür, dass sich Menschen zurückgesetzt fühlen». Es gebe immer noch viele, insbesondere Kinder, die noch keinen Zugang zur Impfung haben. «Erst wenn tatsächlich alle die Möglichkeit haben, sich impfen zu lassen, werden sich solche weitergehenden Fragen stellen», sagte Hamburg.

12:30 Uhr

Bundesregierung will über zusätzliche Corona-Maßnahmen beraten

Die Bundesregierung will angesichts rasch steigender Corona-Infektionszahlen über ein stärkeres Gegensteuern beraten. Die aktuelle Lage biete trotz der niedrigen Inzidenzen durchaus Anlass zur Sorge, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Montag in Berlin. Stand heute seien die Fallzahlen binnen einer Woche um 75 Prozent gestiegen. «Wenn sich diese Entwicklung so fortsetzt, müssen wir zusätzliche Maßnahmen ergreifen.» Es gelte alles zu tun, um eine Situation wie im Frühjahr zu vermeiden, sagte sie mit Blick auf die zurückliegende dritte große Corona-Welle.

12:15 Uhr

Corona-Inzidenz in Hamburg bei knapp 30 - Fast 100 neue Fälle

Die Corona-Inzidenz in Hamburg ist am Montag auf knapp 30 gestiegen. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Neuinfizierten je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen mit 29,4 an. Am Vortag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 26,6 gelegen, eine Woche zuvor bei 15,4. Am Montag kamen 99 neu bestätigte Infektionen hinzu - 27 mehr als am Vortag und 52 mehr als am Montag vor einer Woche. Laut Robert Koch-Institut (RKI), das die Inzidenz auf anderer Grundlage berechnet, belegt Hamburg mit einem Wert von 25 den Negativ-Spitzenplatz unter den Ländern, gefolgt von Berlin (23,8) und dem Saarland (22,4).

11:57 Uhr

Aktuelle Zahlen zur Corona-Lage

11:50 Uhr

Städte- und Gemeindebund zu Corona: «Brauchen flexibleres Verfahren»

Der niedersächsische Städte- und Gemeindebund (NSGB) hat die in dieser Woche geplante Anpassung der Corona-Verordnung im Grundsatz begrüßt. «Wir müssen den Instrumentenkasten möglichst weit und flexibel halten», sagte NSGB-Sprecher Thorsten Bullerdiek der Deutschen Presse-Agentur am Montag in Hannover. Der Änderungsentwurf zur Corona-Verordnung befinde sich bei dem kommunalen Spitzenverband aber noch in der Endabstimmung. Der Entwurf sieht unter anderem vor, dass die Landkreise und kreisfreien Städte mehr Handlungsspielraum erhalten. Sie sollen per Allgemeinverfügung einzelne Bereiche von Verschärfungen ausnehmen können, wenn diese nachweislich nicht zum Anstieg des Infektionsgeschehens beigetragen haben. Durch die laufende Verbandsbeteiligung kann sich der Entwurf nochmals ändern. Gleichzeitig ist geplant, die Regelungen in denjenigen Bereichen zu verschärfen, die laut Staatskanzlei «zuletzt nachweislich erheblich zur Zunahme der Infektionen beigetragen haben». Vorgesehen ist darin beispielsweise, Diskotheken, Clubs, Bars und Shisha-Lokale bei einer Inzidenz über 10 zu schließen.

11:40 Uhr

Dänemark will Kreuzgeimpften dritte Dosis anbieten

In Dänemark soll Menschen mit einer Kreuzimpfung zweier verschiedener Corona-Impfstoffe eine dritte Dosis angeboten werden. Das dänische Gesundheitsministerium teilte dem Rundfunksender DR mit, dass den Kreuzgeimpften das Angebot eines dritten Pikses gemacht werde, nachdem die nationale Impfkampagne abgeschlossen sei. Grund dafür ist laut DR, dass mehrere Länder außerhalb des EU- und Schengenraums eine Impfung mit unterschiedlichen Präparaten bei der Einreise nicht als vollständige Impfung anerkennen. Das kann Reiseprobleme für jene rund 150 000 dänischen Bürger mit sich bringen, die zwei unterschiedliche Corona-Impfstoffe bekommen haben. Dänische Medien hatten zuletzt von einer in Dänemark lebenden Thailänderin berichtet, die ihre Eltern nicht in Thailand besuchen kann, weil sie mit der Kreuzimpfung nicht quarantänefrei einreisen kann.

11:17 Uhr

Hamburger Senat will trotz hoher Inzidenzwerte Corona-Regeln verlängern

Trotz der laut Robert Koch-Institut bundesweit höchsten Sieben-Tage-Inzidenz will der Hamburger Senat an den bisherigen Corona-Regeln festhalten. Die für Dienstag erwartete neue Verordnung werde bis auf ganz kleine Ausnahmen der noch geltenden entsprechen, sagte Martin Helfrich, Sprecher der Gesundheitsbehörde, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Im Prinzip werde sie «fast unverändert verlängert». Sie solle am Mittwoch in Kraft treten und vier Wochen gelten. «Ob es dann weiteren Änderungsbedarf gibt, hängt vom Verlauf des Infektionsgeschehens ab.»

10:45 Uhr

Fast die Hälfte der Bevölkerung voll gegen Corona geimpft

Fast die Hälfte der Menschen in Deutschland wurde vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) am Montag (Stand 9.45 Uhr) sind inzwischen 49,4 Prozent der Gesamtbevölkerung voll geimpft. Das sind rund 41,1 Millionen Menschen. 50,6 Millionen - 60,9 Prozent - haben mindestens eine Impfdosis erhalten. Laut RKI wurden am Sonntag 119 376 Impfungen verabreicht. Unter den Bundesländern lag Bremen dem RKI zufolge nach wie vor an erster Stelle mit einem Anteil von 69,8 Prozent mindestens einmal geimpfter Menschen. Auch bei den vollständig Geimpften belegte Bremen mit 56,9 Prozent den Spitzenplatz. Schlusslicht bei den Erstimpfungen blieb Sachsen (51,6 Prozent), genau wie bei den vollständig Geimpften (45,6 Prozent).

10:05 Uhr

Lambrecht bekräftigt Absage an Corona-Impfpflicht

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat ihre Ablehnung einer Corona-Impfpflicht bekräftigt. «Es wird keine allgemeine Impfpflicht geben, sondern wir müssen dafür werben, dass ich mich mit dieser Impfung selbst und vor allen Dingen auch andere schütze», sagte Lambrecht am Montag im ZDF-«Morgenmagazin». Ihre Absage gelte auch für eine Impfpflicht bei einzelnen Berufsgruppen. «Ich glaube, wir sollten bei dem Verfahren bleiben, dass Geimpfte, Genesene und auch negativ Getestete Zugänge haben», sagte Lambrecht. «Wenn alle, die sich Impfen lassen können, dass dann trotzdem nicht machen, dann muss man auch vielleicht darüber nachdenken, ob die Testmöglichkeiten dann eben auf deren Kosten gehen und nicht mehr auf Kosten der Allgemeinheit.»

09:00 Uhr

Ryanair rechnet nach Verlust mit deutlicher Erholung im Sommer

Die schleppende Erholung des Reisegeschäfts in der Corona-Krise hat den Billigflieger Ryanair in den roten Zahlen gehalten. Unter dem Strich stand im ersten Geschäftsquartal (bis Ende Juni) ein Verlust von 273 Millionen Euro, wie der Easyjet-Rivale am Montag in Dublin mitteilte. Damit fiel das Minus fast anderthalb Mal so hoch aus wie kurz nach Beginn der Pandemie ein Jahr zuvor. Ryanair-Chef Michael O'Leary rechnet aber mit deutlich steigenden Passagierzahlen im Sommer, sofern die Infektionszahlen keine weiteren Rückschläge im Fluggeschäft nach sich ziehen.

08:15 Uhr

Corona-Inzidenz leicht gestiegen - Kreis Lüneburg bei 63

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Fällen in Niedersachsen ist am Montag auf 15,9 gestiegen. So viele Corona-Infektionen pro 100 000 Einwohner wurden in den vergangenen sieben Tagen gemeldet. Am Wochenende lag der Wert bei 15,8. Die mit Abstand höchste Inzidenz im Vergleich der niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte hatte der Kreis Lüneburg mit 63,0. Einen Wert von 0 hatten die Kreise Lüchow-Dannenberg und Wesermarsch. Die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen stieg im Vergleich zu Sonntag um 57. Am Wochenende gibt es mitunter Meldeverzögerungen. Nach Daten des DIVI-Intensivregisters werden in Niedersachsen derzeit 24 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt, 8 von ihnen werden invasiv beatmet. Die Zahl der freien Intensivbetten lag am Montagmorgen bei 348, davon haben 149 eine spezielle Ausstattung zur Behandlung von Corona-Patienten.

07:30 Uhr

Auf Hamburgs Alster ist es während der Corona-Krise voller geworden

Auf der Hamburger Alster ist es als Folge der Corona-Pandemie noch enger geworden. Ob Tret- oder Schlauchboote, Stehpaddler, Segler oder Ruderer - an schönen Sommertagen herrscht Hochbetrieb, denn viele haben im Zuge der Corona-Pandemie neue Hobbys auf dem Wasser entdeckt. «Der Nutzungsdruck auf die Alster hat zugenommen», sagte der Sprecher der Umweltbehörde, Björn Marzahn, der Deutschen Presse-Agentur. Das führt oft zu Unmut zwischen den verschiedenen Gruppen, die auf der Alster und ihren Kanälen unterwegs sind. Fragen zu Sicherheit und Naturschutz sorgen für hitzige Diskussionen. Im Mai trafen sich Vertreter der Interessengruppen zu einem Runden Tisch. Man habe keine Einigung gefunden, aber Vorschläge entgegengenommen, die die Behörde nun prüfe, berichtete Marzahn. Im Frühherbst wolle man sich erneut treffen.

07:10 Uhr

Frankreichs Parlament billigt strengere Corona-Regeln

Das französische Parlament hat nach langen Debatten in der Nacht zum Montag eine Verschärfung der Corona-Regeln gebilligt. Damit wird eine Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen eingeführt. Zudem wird die Nachweispflicht über einen negativen Coronatest, eine Impfung oder Genesung ausgeweitet. Premierminister Jean Castex begrüßte die neuen Regelungen. Die Änderungen sind umstritten. Am Samstag waren nach Angaben des Innenministeriums landesweit mehr als 160 000 Menschen dagegen auf die Straße gegangen. Am Rande von Demonstrationen gegen Impfpass und Impfpflicht kam es zu Ausschreitungen. Es gab zahlreiche Festnahmen. Von August an wird nun ein «pass sanitaire» - also ein Nachweis über einen negativen Coronatest, eine Impfung oder Genesung - auch für Fernzüge, Bars oder Restaurants nötig sein. Frankreich kämpft derzeit gegen eine vierte Corona-Welle. Von den etwa 67 Millionen Einwohnern haben etwa 40 Millionen zumindest eine Impfung.

07:05 Uhr

Größere Treffen und Feiern in Schleswig-Holstein erlaubt

Die Schleswig-Holsteiner dürfen sich wieder in großer Runde treffen und auch größere Feiern abhalten. Seit Montag sind im Norden private Treffen von bis 25 Menschen erlaubt. Kinder unter 14 Jahren, Genesene und Geimpfte werden dabei nicht mitgezählt. Das geht aus der neuen Corona-Verordnung hervor. Diese hatte die Landesregierung in der vergangenen Woche beschlossen. Erleichterungen gibt es bei der Testpflicht. Sie gilt beispielsweise nicht mehr beim Besuch von Innenräumen in Restaurants und auch nicht mehr bei Veranstaltungen wie Feiern und Empfängen. Die Begrenzung der Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen wie Feiern und Empfängen ist aufgehoben. Das gilt auch für Veranstaltungen mit Marktcharakter. Dort gelten aber weiter die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sowie eine Quadratmeterbeschränkung (pro Person sieben Quadratmeter begehbare Fläche). Bei Veranstaltungen mit Sitzungscharakter wie beispielsweise beim Sport ist weiter eine maximale Auslastung von 50 Prozent erlaubt. Nur noch einen - höchstens 48 Stunden alten - negativen Corona-Test benötigen Urlauber, die im Hotel übernachten wollen. Ein Folgetest ist nicht mehr nötig. Auf Schiffen muss man draußen keine Maske mehr tragen. Die verbliebenen Testpflichten beim Sport sowie bei Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe sind weggefallen. Bei Demonstrationen im Freien und Gottesdiensten gibt es keine Begrenzung der Teilnehmerzahl mehr.

07:00 Uhr

RKI registriert 958 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 14,3

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit knapp drei Wochen an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Montagmorgen lag sie bei 14,3 - am Vortag betrug der Wert 13,8 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 958 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.50 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 546 Ansteckungen gelegen. Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

06:55 Uhr

16 weitere Corona-Fälle bei den Olympischen Spielen

Drei weitere Athleten sind bei den Olympischen Spielen in Tokio positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gaben die Organisatoren am Montag bekannt. Insgesamt gab es 16 weitere Neuinfektionen im Umfeld der Sommerspiele. Damit stieg die Zahl der positiven Tests bei den Spielen seit Beginn der Erfassung am 1. Juli auf 148. Welche Athleten betroffen sind, teilten die Veranstalter nicht mit. Im deutschen Team hatte es am Eröffnungstag in Radsportler Simon Geschke den ersten Corona-Infizierten gegeben.

undefined
Radio Hamburg Live
Audiothek