13. Januar 2021 – Sebastian Tegtmeyer

Ab Donnerstag (14. Januar)

Strengere Test-Pflichten für Einreisen aus Corona-Risikogebieten

Für Einreisen nach Deutschland aus Ländern mit hohen Corona-Infektionszahlen sollen strengere Test-Pflichten kommen. Wer in den letzten zehn Tagen in einem Risikogebiet war, soll künftig spätestens 48 Stunden nach Einreise einen negativen Test vorweisen müssen.

Foto: Shutterstock
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Das sieht ein Verordnungsentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn vor, den das Bundeskabinett am Mittwoch beschlossen hat. Bei Gebieten mit besonders hohen Infektionszahlen oder wenn dort neue ansteckendere Virus-Varianten kursieren, muss das Testergebnis schon vor der Einreise da sein und etwa auch der Fluggesellschaft vorgelegt werden können. Generell gilt für Einreisende aus Risikogebieten schon jetzt eine Pflicht, sich nach der Rückkehr in Quarantäne zu begeben. Das soll auch so bleiben.

Risikogebiete auf der Homepage des RKI einsehbar

Spahn sagte: "Auslandsreisen in Risikogebiete passen nicht zur Pandemielage. Wer trotzdem darauf nicht verzichten will, muss sich künftig bei seiner Rückkehr testen lassen." Virus-Mutationen seien eine zusätzliche Gesundheitsgefahr, daher müsse eine Ausbreitung in Deutschland so weit wie möglich verhindert werden. Welches Gebiet in welche Kategorie fällt, soll jeweils aktuell auf der Website des Robert Koch-Instituts (RKI) zu finden sein.

Die Verordnung soll an diesem Donnerstag in Kraft treten. Sie legt zudem fest, dass Einreisende ab 1. März per SMS Informationen über die in Deutschland geltenden Einreise- und Infektionsschutzmaßnahmen bekommen sollen.

Grenze liegt bei 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner

Als Gebiet mit besonders hohen Infektionszahlen gelten derzeit Regionen, in denen es mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen gibt. Für Einreisende aus Großbritannien und Südafrika war die Testpflicht bereits eingeführt worden, nachdem dort eine besonders ansteckende Variante des Virus aufgetaucht war. "Wir haben ja sehr schnell gehandelt", betonte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. In Deutschland sei das ansteckendere Virus bisher nur "in Einzelfällen" nachgewiesen worden.

(dpa)

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