10. Januar 2026 – Sebastian Tegtmeyer

Nach Sturmtief "Elli"

Bahnfernverkehr im Norden auf allen Hauptstrecken angelaufen

Wintersturm "Elli" verlief glimpflicher als befürchtet. Dennoch kam der Bahnverkehr in Teilen Deutschlands zeitweise zum Erliegen. Nun kündigt sich allmählich Entspannung an.

ICE, Deutsche Bahn
ICE im Schnee I Foto: Picture Alliance

Der wetterbedingt teils ausgesetzte Fernverkehr der Bahn in Norddeutschland ist nach Unternehmensangaben auf allen Hauptstrecken wieder angelaufen. Allerdings sei weiterhin nur ein reduziertes Angebot möglich und es könne noch zu Ausfällen kommen, teilte die Deutsche Bahn (DB) am Sonntagvormittag mit.

Fernverkehr zweitweise komplett eingestellt

Die Bahn hatte wegen der Folgen von Wintersturm "Elli" den Fernverkehr im Norden Deutschlands seit Freitag zeitweise komplett eingestellt. Am Samstag hieß es dann, man wolle den Fernverkehr in Norddeutschland schrittweise wieder aufnehmen. So laufe der Bahnverkehr auf der Verbindung Hamburg–Bremen-Osnabrück–NRW–Frankfurt seit Samstagmittag wieder, hieß es von der Bahn.

Seit Sonntagfrüh fahren demnach auch wieder Züge auf den Verbindungen Hamburg–Hannover–Kassel–Süddeutschland, Berlin–Hannover–NRW und Hamburg–Berlin, wenn auch noch nicht wieder mit dem fahrplanmäßigen Angebot. Im Laufe des Sonntags soll nach Bahn-Angaben auch der Verkehr Richtung Dänemark und Niederlande sowie an die Küsten wieder aufgenommen werden.

Noch größere Einschränkungen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein

Im Nahverkehr Schleswig-Holsteins und Niedersachsens komme es am Sonntag noch zu größeren Einschränkungen. "Mehrere Strecken können noch nicht befahren werden", erklärte die Bahn. "Hier erwarten wir erst im Laufe des Tages schrittweise Erhöhungen des Fahrplanangebotes nach erfolgten Räumarbeiten." Die S-Bahn Hamburg fahre bereits "in großen Teilen Normalbetrieb".

Die Deutsche Bahn bat Reisende, sich vor Fahrtantritt in der App "DB Navigator" oder auf www.bahn.de über die aktuelle Verkehrslage zu informieren. Kunden könnten zudem weiterhin die kostenfreie Sonderhotline 08000 996633 nutzen.

Wie es weitergeht

Ein Ende der winterlichen Verhältnisse ist noch nicht in Sicht – höchstens ein kurzes Durchatmen vor der nächsten möglichen Unwetterlage. Am Sonntag soll es heiter bis wolkig und vor allem im Nordosten und Westen oftmals sonnig und trocken werden. Der DWD-Meteorologe Marcel Schmidt erwartet gar einen "Wintertag wie aus dem Bilderbuch. Bei zeitweiligem Sonnenschein lohnt sich ein Winterspaziergang durch die frisch verschneite Landschaft."

Danach kann es jedoch sehr glatt werden: "In der Nacht zum Montag erreicht eine Warmfront den Westen Deutschlands, bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt fällt allenfalls anfangs Schneefall", erklärt DWD-Meteorologe Thore Hansen. Rasch gehe der Schnee in Regen über, der auf den kalten Böden gefriere und zu Glatteis führe. "Damit stellt sich nach kurzer Pause die nächste Unwettersituation an. Am Montag breitet sich der gefrierende Regen auf weite Teile des Landes aus."

In der Südwesthälfte könne es dadurch eine hohe Glatteisgefahr geben, schreibt der Wetterdienst. In der Nordosthälfte sei es zwar anfangs trocken, es könne aber auch schneien oder gefrierenden Regen geben.

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(Quelle: dpa)

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