14. September 2021 – Linda Shllaku

Zehntägiges Programm

Das Hamburger Filmfest steht in den Startlöchern

Das Hamburger Filmfest steht in den Startlöchern. Erneut werden hochklassige Filme und viel nationale und internationale Prominenz erwartet. Die haben die Macher oft schon gebucht, bevor sie auf den Festivals der Welt Erfolge feierten und Preise abräumten.

Foto von Vlada Karpovich von Pexels
Foto von Vlada Karpovich von Pexels

Die Macher des Hamburger Filmfestes haben bei der Auswahl ihrer Produktionen für das zehntägige Programm erneut ein gutes Näschen bewiesen. So stehen vom 30. September an zahlreiche Deutschlandpremieren von Filmen an, die bei internationalen Festivals bereits abgeräumt haben. Unter anderem werden die in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnete Buchverfilmung «Happening», der Locarno-Gewinnerfilm «Die Rache ist mein, alle anderen zahlen bar» sowie der Cannes-Jury-Preis-Gewinner «Große Freiheit» gezeigt, wie das Filmfest am Dienstag in Hamburg mitteilte. Eröffnet wird das 29. Filmfest Hamburg mit dem Film «Große Freiheit» von Sebastian Meise - einer anspruchsvollen, deutschsprachigen Produktion, die die Kriminalisierung Homosexueller im Nachkriegsdeutschland beleuchtet. Auch dieser Film lief in Cannes, wo er seine Weltpremiere feierte. Insgesamt stehen Kinofans in den fünf Festivalkinos 110 Langfilme aus 57 Ländern zur Auswahl. Abschlussfilm ist den Angaben zufolge Jacques Audiards Liebesreigen «Wo in Paris die Sonne aufgeht» über Lebens- und Liebesentwürfe vier junger Menschen im heutigen Paris.


Einen Tag nach dem Start des Filmfestes Hamburg kommen übrigens auch die jüngeren Filmfans auf ihre Kosten. Dann startet nämlich das Michel Kinder- und Jugend Filmfest mit dem Film «Willi und die Wunderkröte». Die Kinos werden während des Festivals im Schachbrettmuster belegt. Wer in den Saal möchte, muss gegen das Coronavirus geimpft, getestet oder genesen sein (3G Regel). Filmstreams wird es nicht geben. Lediglich Branchenveranstaltungen und vorab aufgezeichnete Werksgespräche wird es online geben. Das Festival kostet rund 1,2 Millionen Euro, rund 850 000 Euro davon übernimmt die Stadt. Der Rest soll über Sponsorengelder und die Eintrittskarten erwirtschaftet werden.

Im Rahmen des Filmfestes werden zudem Preise im Wert von 130 000 Euro verliehen. So gehen in der Sektion «Televisionen» acht abendfüllende Fernsehproduktionen ins Rennen um den mit 25 000 Euro dotierten Preis, darunter «Bring mich nach Hause», «Mutter, Kutter, Kinde» und «Das Weiße Haus am Rhein». Auch für den Hamburger Produzentenpreis für Deutsche Kinoproduktionen und den Hamburger Produzentenpreis für Internationale Kino-Koproduktionen gibt es jeweils 25 000 Euro. Auf dem roten Teppich werden an den zehn Tagen viele Regisseure und Schauspieler erwartet. Unter anderem hat sich bereits der britische Regisseur und Schauspieler Kenneth Branagh angekündigt, der auf dem Festival seinen Film «Belfast» vorstellen wird. Auch Birgit Minichmayr, Ronald Zehrfeld, Alexandra Maria Lara und die Regisseure Mathieu Amalric und Andrea Arnold werden erwartet.

(dpa)

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