12. Januar 2026 – Chiara-Lee Haartje

Vorwurf: Fehlverhalten

Das wahre Aus von Stefan Kuntz? Jetzt meldet sich der HSV zu Wort

Schwere Vorwürfe: Der Aufsichtsrat des Hamburger SV nennt Vorwürfe wegen angeblichen Fehlverhaltens als Grund. Kuntz weist die Anschuldigungen zurück und lässt sich anwaltlich vertreten.

Stefan Kuntz
Foto: picture alliance / SvenSimon

Der HSV bestätigte, dass die Trennung von Sportvorstand Stefan Kuntz mit Vorwürfen wegen eines möglichen Fehlverhaltens zusammenhängt. Offiziell waren zunächst familiäre Gründe angegeben worden.

Sofortige Aufklärung eingeleitet

Der Hamburger SV bestätigte mit einem Statement des HSV-Aufsichtsrates, dass die Trennung von Sportvorstand Stefan Kuntz im Zusammenhang mit Vorwürfen wegen eines möglichen Fehlverhaltens steht. Zunächst wurden bei der Verkündung der Trennung zum 31. Dezember 2025 offiziell familiäre Gründe angegeben. Nach Angaben des Aufsichtsrats waren die Vorwürfe dem Gremium bereits im Dezember 2025 bekannt geworden. Daraufhin habe der Aufsichtsrat umgehend mit der Unterstützung spezialisierter externer Anwälte die Situation überprüft und die Aufklärung der Vorfälle eingeleitet. Anschließend wurde in Absprache mit Kuntz eine "schnellstmögliche Trennung" angestrebt, um weitere Unklarheiten und mögliche Risiken für den Verein zu vermeiden. Der HSV betonte, dass Kuntz "insbesondere in Kenntnis der gegen ihn erhobenen Vorwürfe der Trennung zugestimmt" habe und während des gesamten Prozesses anwaltlich vertreten wurde.

Zuvor veröffentlichte Stefan Kuntz auf seinem Instagram-Account: "Ich weise diese Vorwürfe entschieden zurück!" Er habe im Sinne seiner Familie und nahestehender Personen seine Anwälte eingeschaltet, um gegen "falsche Vorwürfe und Vorverurteilungen" vorzugehen. Mit diesem Statement bezog er sich am Sonntagabend auf die Vorwürfe der "BILD" zur sexuellen Belästigung.

Überraschender Abschied

Die Vertragsauflösung erfolgte zum 31. Dezember 2025. Kuntz erklärte: "Manchmal gibt es wichtigere Dinge als Fußball. Das ist nun bei mir der Fall." Unter seiner Führung kehrte der HSV nach sieben Jahren Abstinenz in die Bundesliga zurück. Der 63-Jährige war seit Mai 2024 Sportvorstand und hatte Jonas Boldt abgelöst. Die Entscheidung zur Trennung sei in Kenntnis der Vorwürfe und mit anwaltlicher Unterstützung getroffen worden, betonte der HSV.

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(Quelle: dpa)

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