Fünf Männer verurteilt

Erste Urteile um G20-Krawalle gefallen

Fünf Männer sind am Freitag in Hamburg zu Strafen verurteilt worden, weil sie an den Ausschreitungen am 7. Juli 2017 im Zusammenhang mit G20 beteiligt waren.

Foto: Shutterstock
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Brennende Mülltonnen, eingeschlagene Fenster, zerstörte Autos - die G20-Randale hat definitiv seine Spuren hinterlassen und auch die Mitschuldigen bekommen dies jetzt zu spüren. Fünf Männer sind in Hamburg am Freitag (10.07.) zu Strafen verurteilt worden.

Ein Franzose und vier Hessen verurteilt

Ein 24-Jähriger aus Frankreich galt als Hauptangeklagter und bekam eine Haftstrafe von drei Jahren aufgedrückt. Ein aus Hessen stammender 26-Jähriger erhält eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und fünf Monaten, ein weiterer Hesse ein Jahr und drei Monate auf Bewährung. Die zwei weiteren Angeklagten, auch aus Hessen stammend und Anfang 20, müssen wegen Landfriedensbruch 20 Arbeitsleistungen absolvieren. Alle Angeklagten wurde Landfriedensbruch und Beihilfe zur Brandstiftung vorgeworfen.

Diskussionen im Gerichtssaal

Zufrieden war mit dem Urteil weder die Staatsanwaltschaft, noch die Verteidigung. Die Vorsitzende Richterin erklärte ihre Entscheidung für die Strafen damit, dass die Täter selber keine Autos angezündet und auch nicht mit Steinen geworfen hätten. Daher die, nach Meinung der Staatsanwaltschaft, milde Strafe. Einen Freispruch konnte die Verteidigung nicht erlangen, da die Angeklagten eindeutig Landfriedensbruch begangen haben.

Auch die Anwälte wurden während der Verhandlung ermahnt. Seitens der Staatsanwaltschaft sei es zu politischer Stimmungsmache gekommen, die Verteidigung setzte auf ideologische.

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