05. Januar 2026 – Chiara-Lee Haartje
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher hält trotz Insolvenz und Baustopp an der Fertigstellung des Elbtowers fest. Bis 2029 soll das Hochhaus stehen, inklusive neuem Naturkundemuseum und angepasstem Bauplan.
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher zeigt sich zuversichtlich, dass der Elbtower am östlichen Ende der HafenCity bis Ende 2029 fertiggestellt werden kann. Auch der geplante Einzug des neuen Naturkundemuseums in das Gebäude bleibe realistisch. Die notwendigen Baugenehmigungen lägen im Wesentlichen bereits vor, betonte der SPD-Politiker.
Neuer Investor nach Signa-Insolvenz
Seit Dezember 2024 verhandelt ein Konsortium um den Hamburger Immobilienentwickler Dieter Becken exklusiv mit Insolvenzverwalter Torsten Martini über den Kauf des halbfertigen Rohbaus. Die Bauarbeiten waren vor mehr als zwei Jahren gestoppt worden, nachdem die Signa-Gruppe von René Benko Rechnungen nicht mehr beglichen hatte.
Stadt plant Naturkundemuseum im Elbtower
Nach einer Eckpunktevereinbarung vom Oktober 2025 will die Stadt Hamburg fast die Hälfte des Gebäudes zu einem Festpreis von 595 Millionen Euro übernehmen, um dort das seit Langem geplante Naturkundemuseum unterzubringen. Der vom Stararchitekten David Chipperfield entworfene Elbtower soll dabei nicht mehr 245, sondern künftig 199 Meter hoch werden.
Tschentscher: Abriss wäre die schlechtere Alternative
Ein Abriss des Rohbaus und eine komplette Neuplanung wären aus Sicht des Bürgermeisters die deutlich schlechtere Lösung. Das würde das Projekt um Jahre zurückwerfen. Die lange Dauer der Verhandlungen sei notwendig, da das Museum detailliert in die bestehende Struktur integriert werden müsse. Wichtig sei ein tragfähiger Vertrag, der am Ende auch umgesetzt werden könne.
Keine Steuergelder für alte Signa-Schulden
Tschentscher stellte erneut klar, dass die Stadt keine offenen Rechnungen aus der Signa-Insolvenz begleichen werde. Die neuen Investoren verfolgten ein eigenständiges Konzept. Für Hamburg ergebe sich daraus der Vorteil, das Naturkundemuseum günstiger zu realisieren als bei einem kompletten Neubau.
HafenCity als städtebauliches Zukunftsprojekt
Der Bürgermeister verwies auf die besondere städtebauliche Entwicklung der HafenCity: Mit Elbphilharmonie, Elbtower und möglicherweise einer neuen Oper entstehe ein einzigartiges Ensemble. In einigen Jahrzehnten könne man rückblickend sagen, dass diese Entwicklung visionär gewesen sei.
Neue Oper ebenfalls auf dem Weg
Ende November 2025 hatte die Hamburgische Bürgerschaft den Weg für den Bau einer neuen Oper am Baakenhöft freigemacht. Die Kühne-Stiftung will dafür bis zu 340 Millionen Euro investieren. Die Stadt beteiligt sich unter anderem an Erschließung, Flutschutz und Infrastruktur.
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Foto: Bloomicon / Shutterstock.com
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