27. Februar 2026 – Chiara-Lee Haartje
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit zieht Bilanz für 2025: Schäden in Millionenhöhe, tausende überprüfte Personen – und zahlreiche Strafverfahren.
In Hamburg hat die Hauptzollamt Hamburg im Jahr 2025 Schwarzarbeit in erheblichem Umfang aufgedeckt. Nach Angaben der Behörde entstand ein Gesamtschaden von rund 15,4 Millionen Euro.
Tausende Kontrollen, fast 2.900 Strafverfahren
Im vergangenen Jahr überprüfte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit:
- 547 Arbeitgeber
- 5.282 Personen
In der Folge wurden knapp 2.900 Strafverfahren eingeleitet. Die Gerichte verhängten 26 Freiheitsstrafen sowie Geldstrafen in Höhe von insgesamt 676.020 Euro.
Zahlreiche Bußgeldverfahren
Zusätzlich leitete die Finanzkontrolle mehr als 1.600 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Darunter befanden sich 140 Verfahren wegen Verstößen gegen das Mindestlohngesetz. Die festgesetzten Bußgelder summieren sich auf 837.650 Euro.
Zusammensetzung des Schadens
Der Gesamtschaden von 15,4 Millionen Euro ergibt sich aus:
- nicht gezahlten Sozialversicherungsbeiträgen
- hinterzogenen Steuern
- nicht gezahlten Mindestlöhnen
- ausstehenden Urlaubskassenbeiträgen
- sowie zu Unrecht bezogenen Sozialleistungen
Ziel der Kontrollen ist es laut Hauptzollamt, faire Wettbewerbsbedingungen zu sichern und kriminelle Strukturen konsequent aufzudecken. Die Prüfungen erfolgen auf Grundlage konkreter Hinweise oder eigener Risikoeinschätzungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit.
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Foto: Bloomicon / Shutterstock.com
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