25. Februar 2026 – Chiara-Lee Haartje
Die Bundesregierung will das Heizungsgesetz reformieren und stärker auf Gas- und Ölheizungen setzen. In Hamburg sorgt das für heftige Kritik und politischen Gegenwind von der CDU.
Die geplante Reform des Gebäudeenergiegesetzes durch die schwarz-rote Bundesregierung stößt in Hamburg auf ein geteiltes Echo. Hamburgs Zweite Bürgermeisterin und Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) wirft Berlin eine „Rolle rückwärts“ bei der Wärmewende vor.
Die Eckpunkte, auf die sich CDU, CSU und SPD verständigt haben, seien ein „fataler und besorgniserregender Rückschritt“, erklärte Fegebank. Die Pläne bedeuteten faktisch den Abschied von den geltenden Klimazielen. Weder 2040 noch 2045 sei so Klimaneutralität erreichbar.
Gas- und Ölheizungen weiter erlaubt
Nach dem Eckpunktepapier sollen Immobilienbesitzer auch künftig Öl- und Gasheizungen einbauen dürfen. Ab Januar 2029 müssen diese allerdings mit einem wachsenden Anteil klimafreundlicher Kraftstoffe betrieben werden.
Die bislang vorgesehene Vorgabe, dass neue Heizungen zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen, soll hingegen entfallen. Fegebank kritisierte, fossilen Heizungen werde damit „wieder der rote Teppich ausgerollt“. Unter dem Deckmantel der Technologieoffenheit würden Bürgerinnen und Bürger in eine Kostenfalle gelockt. Planungssicherheit für Wirtschaft und Handwerk gehe verloren, am Ende müssten vor allem Mieter und Eigentümer die Folgen tragen.
CDU begrüßt Berliner Kurs
Anders bewertet die Hamburger CDU die Einigung in Berlin. Der Fraktionsvorsitzende Dennis Thering sprach von einem „modernen und realistischen Rahmen für die Wärmewende“. Zugleich warnte er den rot-grünen Senat davor, die Bundespläne durch strengere landesrechtliche Vorgaben zu konterkarieren. Wer Investitionen fördern und Akzeptanz sichern wolle, dürfe Fortschritt nicht durch zusätzliche Hürden behindern. Fegebank kündigte hingegen an, Hamburg werde im Rahmen seiner Möglichkeiten weiter konsequent auf eine Wärmewende mit sauberen, günstigen und verlässlichen Energien setzen.
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Foto: Bloomicon / Shutterstock.com
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