28. Januar 2026 – Chiara-Lee Haartje

Warnstreiks:

Lehrkräfte gehen auf die Straße

Im Tarifstreit der Länder spitzt sich die Lage zu: Lehrkräfte und andere Beschäftigte im Bildungswesen rufen bundesweit zu Warnstreiks auf. Besonders im Osten drohen Unterrichtsausfälle. Zehntausende gehen auf die Straße.

Lehrerin, Ältere Lehrerin, Schule
Shutterstock: stockfour, Shutterstock

Im Tarifkonflikt um die Beschäftigten der Länder geraten die Schulen zunehmend in den Fokus. Vor allem in Ostdeutschland kann es am Donnerstag zu Unterrichtsausfällen kommen, da viele Lehrkräfte dort angestellt und somit streikberechtigt sind.

Zehntausende Beschäftigte bei bundesweiten Kundgebungen

Nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) werden bundesweit zehntausende Beschäftigte aus dem Bildungsbereich an Warnstreiks und Demonstrationen teilnehmen. Zentrale Kundgebungen sind unter anderem in Berlin, Hamburg, Köln, Leipzig und Mannheim geplant.

Warum vor allem der Osten betroffen ist

In den östlichen Bundesländern sind viele Lehrkräfte keine Beamten, sondern Tarifbeschäftigte. Dadurch dürfen sie sich an Arbeitsniederlegungen beteiligen. Für Schülerinnen und Schüler sollen vor Ort dennoch Betreuungsangebote organisiert werden.

Forderung nach höherem Einkommen

Die Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Zudem verlangen sie, dass ein Tarifergebnis inhaltlich gleich auf Beamtinnen und Beamte übertragen wird – was in einigen Ländern wegen der Kosten auf Widerstand stößt.

Arbeitgeber legen kein Angebot vor

Kritik übt die GEW daran, dass die Arbeitgeber bislang kein Angebot in der laufenden Tarifrunde vorgelegt haben. Weitere Warnstreiks bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 11. Februar gelten daher als wahrscheinlich.

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(Quelle: dpa)

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