23. Januar 2026 – Chiara-Lee Haartje
Bundeskanzler Friedrich Merz lädt am Montag zum Nordsee-Gipfel nach Hamburg ein. Im Fokus stehen Offshore-Windenergie, Wasserstoff und eine engere Zusammenarbeit der Nordsee-Anrainer.
Bundeskanzler Friedrich Merz will am Montag in Hamburg führende Vertreter der Nordsee-Anrainerstaaten versammeln, um über die Zukunft der Energiegewinnung auf See zu beraten. Ziel ist es, die Nordsee zu einem zentralen Standort für saubere Energie auszubauen.
Internationale Energie-Partnerschaft im Fokus
Am 26. Januar 2026 richtet die Bundesregierung den dritten internationalen Nordsee-Gipfel auf Ebene der Staats- und Regierungschefs sowie der Energieministerinnen und -minister aus. Eingeladen sind unter anderem Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Irland, Luxemburg, die Niederlande und Norwegen sowie die Europäische Kommission. Erstmals nehmen auch Island und die Nato teil. Zudem werden Vertreterinnen und Vertreter aus der Wirtschaft erwartet.
Ausbau von Windparks und Wasserstoffmarkt
Im Mittelpunkt der Gespräche stehen der grenzüberschreitende Ausbau der Offshore-Windenergie und die Entwicklung eines leistungsfähigen Wasserstoffmarktes. Windparks auf See gelten als Schlüsseltechnologie, um die Klimaziele zu erreichen und fossile Energieträger zu ersetzen. Gleichzeitig soll Wasserstoff als sauberer Energieträger stärker etabliert werden.
Vernetzte Offshore-Infrastruktur geplant
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Aufbau einer vernetzten Offshore-Infrastruktur im gesamten Nordseeraum. Dabei geht es unter anderem um die Verbindung von Windparks verschiedener Länder, um einen intensiveren internationalen Stromhandel zu ermöglichen. Merz betonte, es müssten jetzt die Weichen für eine grenzüberschreitende Energieerzeugung und den Transport gestellt werden.
Branche sieht Herausforderungen beim Ausbau
Bereits beim Nordsee-Gipfel 2023 im belgischen Ostende hatten sich die Anrainerstaaten darauf verständigt, die Nordsee zu einem «grünen Kraftwerk» Europas zu entwickeln. Allerdings zeigte sich zuletzt auch Gegenwind: In Deutschland blieb im vergangenen Sommer erstmals eine Ausschreibung für zwei Offshore-Windflächen ohne Gebote. Verbände sehen dafür vor allem hohe wirtschaftliche Risiken für die Unternehmen verantwortlich.
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Foto: Bloomicon / Shutterstock.com
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