24. Januar 2026 – Sebastian Tegtmeyer
Nullnummer zwischen FC St. Pauli und HSV
Kaum Chancen, keine Tore: Der FC St. Pauli und der Hamburger SV liefern sich im Stadtduell eine müde Nullnummer. Die Polizei zeigt sich nach der Partie dagegen und spricht von keinen größeren Zwischenfällen.
Der FC St. Pauli und der HSV haben sich in einem schwachen Stadtderby torlos voneinander getrennt. Zum Auftakt des 19. Spieltags in der Fußball-Bundesliga lieferten sich beide Teams im Millerntor-Stadion ein mageres 0:0. Beide Mannschaften taten sich offensiv extrem schwer und konnten sich kaum Chancen erspielen.
Maue Nullnummer am Millerntor
St. Pauli kletterte durch das Remis und den ersten Punktgewinn im Jahr 2026 zumindest vorübergehend vom 18. auf den 16. Platz und steht nun bei 13 Zählern. Den ersehnten Befreiungsschlag verpassten die Kiez-Kicker aber. Der HSV hat fünf Punkte mehr auf dem Konto als der Stadtrivale und belegt den 13. Rang. Entscheidend absetzen konnten sich die Rothosen von St. Pauli in der Tabelle durch das Unentschieden aber nicht.
Polizei zeigt sich sehr zufrieden
"Aus polizeilicher Sicht sind wir mit dem Verlauf des Einsatzes beim heutigen Stadtderby sehr zufrieden. Es gab keine größeren Sicherheitsstörungen", sagte Polizeisprecher Christian Schreiber nach dem Spiel vor gut 29.000 Zuschauern im Millerntor-Stadion.
Keine besonderen Vorkommnisse bei Fanmärschen
Mit Fanmärschen hatten sich die Anhänger beider Clubs auf die 113. Auflage des Duells eingestimmt, bei dem es in der jüngeren Vergangenheit ebenfalls zumeist ruhig geblieben war. Nach Angaben der Polizei zogen etwa 5.000 St.-Pauli-Fans und etwa 3.000 HSV-Anhänger durch die Straßen zum Stadion.
"Wir hatten etwas Pyrotechnik bei den Fanmärschen", hatte die Polizei etwa eine Stunde vor dem Anpfiff des Auftaktspiels des 19. Spieltages der Fußball-Bundesliga mitgeteilt. "Aber es gab keine besonderen Vorkommnisse. Alles war entspannt und friedlich."
Knapp 1.200 Polizisten im Einsatz
Abgesichert wurde die Partie mit einem großen Aufgebot aus knapp 1.200 Polizisten. Hamburger Einsatzkräfte wurden von der Bundespolizei und Kollegen aus Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein unterstützt. Während des Einsatzes kam es im Zusammenhang mit vereinzelten Straftaten zu Identitätsfeststellungen. Belastbare Zahlen zu eingeleiteten Ermittlungsverfahren und Festnahmen lagen in der Nacht nicht vor.
"Unter Berücksichtigung der letzten Derbys, sowie einer intensiven Einsatzvorbereitung, die auch einen konstruktiven Austausch mit beiden Vereinen beinhaltete, konnte unser Einsatzkonzept modifiziert und damit die Zahl der Einsatzkräfte für dieses Spiel deutlich reduziert werden", sagte Polizeisprecher Schreiber. "Die in diesem Zusammenhang getroffenen Absprachen haben sich als tragfähig erwiesen, sodass die Sicherheit der Veranstaltung jederzeit gewährleistet war."
Positive Entwicklung in vergangenen Jahren
Vor der Austragung des brisanten Stadtderbys hatte die Hamburger Polizei mit Blick auf Krawalle in früheren Jahren auf eine erfreuliche Tendenz hingewiesen. "Wir verzeichnen eben schon eine positive Entwicklung, die bei unserer Lagebeurteilung natürlich nicht unberücksichtigt bleibt", hatte ein Polizeisprecher der Hamburger Polizei der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Das Verhältnis zwischen den Fans beider Clubs ist traditionsgemäß alles andere als freundschaftlich. Bei den Derbys der vergangenen Jahre kam es trotzdem nicht zu größeren Zwischenfällen.
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