20. Februar 2026 – Mira Oetinger

Schulstreik gegen Wehrpflicht

Schülerinnen und Schüler demonstrieren in der Hamburger Innenstadt gegen den Wehrdienst

Sie wollen kein "Kanonenfutter" werden und keine Post von der Bundeswehr bekommen: Zahlreiche Schülerinnen und Schüler in Hamburg folgen dem Aufruf des Bündnis "Schulstreik gegen Wehrpflicht".

Schulstreik gegen Wehrpflicht, Demonstration
Schülerinnen und Schüler in Hamburg nehmen am Schulstreik teil und demonstrieren gegen die mögliche Einführung einer Wehrpflicht I Foto: picture alliance/dpa | Marcus Golejewski

Erneut sind in Hamburg viele Schülerinnen und Schüler gegen den neuen Wehrdienst auf die Straße gegangen. Nach Schätzungen eines dpa-Fotografen zogen deutlich mehr als 1.000 junge Menschen am Vormittag vom Hauptbahnhof vor das Rathaus. Auf Plakaten waren Slogans wie "Wir sterben nicht in Euren Kriegen" oder "Fuck Wehrpflicht" zu lesen.

Die Polizei gab die Zahl der Teilnehmer mit "in der Spitze rund 1.200 Personen" an; die Initiatoren vom Bündnis "Schulstreik gegen Wehrpflicht" hatten der Anmeldung zufolge mit 2.500 Menschen gerechnet.

Zweite Demo gegen Wehrpflicht

Es war bereits die zweite Demo dieser Art. Anfang Dezember hatte das Bündnis schon einmal zum Schulstreik aufgerufen, nachdem der Bundestag grünes Licht für den neuen Wehrdienst gegeben hatte. Das Bündnis sprach anschließend von 5.000 Teilnehmern, die Polizei von 1.700.

Das Gesetz war dann am 1. Januar in Kraft getreten. Im Rahmen der neuen Wehrpflicht erhalten junge Männer und Frauen, die volljährig werden, nun Post mit einem Fragebogen, um Eignung und Motivation für die Bundeswehr zu erheben. Junge Männer müssen den Bogen verpflichtend ausfüllen, denn nach dem Grundgesetz ist eine Wehrpflicht nur für sie möglich. Für junge Frauen ist dies freiwillig.

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(Quelle: dpa)

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