06. Januar 2026 – Chiara-Lee Haartje
Hamburg kommt beim Klimaschutz voran: Der Senat sieht die Hansestadt auf Kurs, die CO2-Emissionen bis 2030 deutlich zu senken. Ein Zwischenbericht zeigt Fortschritte, aber auch Baustellen.
Der rot-grüne Senat sieht Hamburg bei der Umsetzung seiner Klimaziele insgesamt auf einem guten Weg. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sprach bei der Vorstellung des Klimazwischenberichts 2025 von erkennbaren Fortschritten, verwies jedoch auch auf bestehende Herausforderungen in einzelnen Bereichen.
CO2-Ausstoß deutlich gesunken
Nach Angaben des Senats hat Hamburg seine CO₂-Emissionen bis 2023 im Vergleich zum Referenzjahr 1990 bereits um 42,9 Prozent reduziert. Das langfristige Ziel des Klimaplans sieht eine Reduktion um 70 Prozent bis zum Jahr 2030 vor. Allein im Vergleich zum vorherigen Zwischenbericht sanken die Emissionen binnen eines Jahres um 6,4 Prozent.
Wirtschaft wächst, Emissionen sinken
Tschentscher betonte, dass Hamburg trotz steigender Einwohnerzahlen, wachsender Beschäftigung und zunehmender Wirtschaftsleistung erhebliche Fortschritte beim Klimaschutz erzielt habe. Grundlage dafür seien ein wissenschaftlich fundierter Klimaplan und eine konsequent umgesetzte Klimaschutzstrategie.
Klimazahlen machen „Appetit auf mehr“
Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) zeigte sich mit Blick auf den im Oktober beschlossenen Klimaentscheid optimistisch. Die Hamburgerinnen und Hamburger hatten darin das Ziel der Klimaneutralität um fünf Jahre auf 2040 vorgezogen. Die aktuellen Zahlen bestätigten aus ihrer Sicht, dass dieses Ziel erreichbar sei.
Verkehr und Netzausbau als größte Baustellen
Trotz der positiven Entwicklung sieht der Senat weiterhin großen Handlungsbedarf. Besonders im Verkehrssektor müsse die Elektrifizierung deutlich schneller vorankommen, sagte Fegebank. Dafür seien allerdings auch bundespolitische Entscheidungen notwendig. Zudem stelle der Ausbau der Energie- und Stromnetze weiterhin eine zentrale Herausforderung dar.
Blick nach vorn
Verlässliche Daten zur jährlichen CO2-Reduktion liegen laut Senat stets mit einem zeitlichen Verzug von zwei Jahren vor. Dennoch ist die Richtung klar: Hamburg will seinen Klimakurs fortsetzen und die verbleibenden Hürden gezielt angehen.
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Foto: Bloomicon / Shutterstock.com
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