05. März 2026 – Mara Schwarzenberger
Kosten von 400.000 Euro, Terminprobleme mit dem Sommerdom und ungünstige Anstoßzeiten lassen die Fanpläne in Hamburg scheitern. Auch eine kleinere Lösung in Eppendorf wird am Ende verworfen.
Das diesjährige Public-Viewing zur Fußball WM findet nicht statt. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, hat der Chef der Bergmanngruppe auch in diesem Jahr wieder eine Fußball-Oase auf dem Heiligengeistfeld geplant. Die Fußballweltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada vom 11. Juni bis zum 26. Juli ist das Sportevent des Jahres. Wie bereits bei den früheren Turnieren, sollten dieses Jahr zehntausende Fans zusammenkommen, um die insgesamt 104 Spiele gemeinsam zu verfolgen.
Tradition seit 2006
Seit der WM 2006 gilt das Heiligengeistfeld in Hamburg als traditioneller Ort für große Fußball-Feste. Auch bei der Heim-EM 2024 wurde das Gelände wieder zur großen Partyzone. Das Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Schottland verfolgten rund 50.000 Menschen gemeinsam vor Ort.
Trotz dieser erfolgreichen Tradition musste Bergmann seine Pläne schlussendlich aufgeben. Laut Abendblatt prüfte er zwar verschiedene Möglichkeiten, das Event doch noch stattfinden zu lassen, doch letztendlich scheiterte das Vorhaben besonders an den hohen Kosten. Für die rund fünf Wochen andauernde Veranstaltung wären etwa 400.000 Euro nötig gewesen. Bergmann hatte auf Sponsoren gehofft, so das Abendblatt. Die finanzielle Unterstützung blieb jedoch aus. Hinzu kam ein weiteres Problem: Weil der Fußball-Weltverband FIFA das Teilnehmerfeld auf 48 Teams erweitert hat, dauert das Turnier nun eine Woche länger. Dadurch hätte sich der Zeitplan mit dem Hamburger Sommerdom überschnitten. Das Finale hätte zum Beispiel nicht auf dem Heiligengeistfeld übertragen werden können, weil dort bereits der Aufbau für das Volksfest begonnen hätte.
Eppendorf als Plan B
Ebenfalls nachgedacht wurde über einen alternativen Standort. Es gab konkrete Überlegungen, eine kleinere Version des Fanfests im Bezirk Hamburg-Nord zu veranstalten. Als möglicher Ort galt unter anderem der Marie-Jonas-Platz in Eppendorf. Der Bezirk zeigte sich laut Bergmann zunächst offen für die Idee und hätte ein Public Viewing für etwa 2.500 Besucher sogar unterstützt. Am Ende stellte sich jedoch auch die zeitliche Planung der Spiele als großes Hindernis heraus. Die WM 2026 wird in vier verschiedenen Zeitzonen ausgetragen. Das bedeutet, dass Spiele teilweise früh morgens ausgetragen werden. Uhrzeiten, die sich kaum für ein großes Public Viewing eignen und bei denen die Nachtruhe auf öffentlichen Plätzen kaum einzuhalten wäre.
Weitere News On Air
Weitere Nachrichten aus Hamburg, Deutschland und der Welt hört ihr immer zur vollen Stunde bei uns im Programm. Holt euch einfach unsere kostenlose App, hört uns über euren Smartspeaker oder schaltet mit einem Klick unten auf den Playbutton das Webradio ein. Zum Nachhören gibt's das Ganze natürlich auch noch mal als Podcastangebot.
Foto: Bloomicon / Shutterstock.com
Für iOS & Android
Holt euch die kostenlose Radio Hamburg App
Hört uns an jedem Ort auf der Welt in bester Qualität & störungsfrei über unsere kostenlose App. Holt sie euch jetzt für Android oder iOS.