Es bleibt kalt

Winterwetter im Norden: Die Sonne geht, die Wolken kommen

Zuletzt hat sich der Winter im Norden von seiner schönen Seite gezeigt: eisig kalt und viel Sonne. Nun wird es wolkig und nass. Weil die Böden gefroren sind, kann das gefährlich werden.

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Wolken am Himmel I Foto: Lifestyle Graphic, Shutterstock

Von Christiane Bosch, dpa

Wer heute noch einmal seine Nase in die Sonne halten kann, sollte das tun und es ordentlich genießen. Denn in den kommenden Tagen wird sie sich in ganz Norddeutschland kaum noch blicken lassen, wie Meteorologe Karsten Kürbis vom Deutschen Wetterdienst der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg sagte. Stattdessen gibt es Wolken, Schnee, Schneegriesel, Regen und die Gefahr von Blitzeis.

Die Wolken machen sich zuerst in Niedersachsen, westlich der Weser breit. "Dort geht es in der zweiten Nachthälfte, also nach Mitternacht, mit leichtem Regen und leichtem Schneefall los. Da muss man mit akuter Glätte rechnen und ganz vorsichtig fahren." Es werde für den Bereich wohl auch wieder Glatteis-Warnungen geben.

Schon am Freitagmorgen hatte es in der Region zahlreiche Glätteunfälle aufgrund von Blitzeis auf den Straßen gegeben. Dabei waren auch mehrere Menschen leicht verletzt worden. Teils war die Schule ausgefallen, weil die Busse nicht sicher fahren konnten.

Wolkig und frostig auch am Wochenende

Bis zum Wochenbeginn bleibt es im gesamten Norden wolkig und frostig. Dort, wo es Niederschläge gebe, seien auch leichter Schneefall beziehungsweise Schneegriesel möglich. Fürs Schlittenfahren reiche das aber noch lange nicht. Das werde eher eine leichte Puderzucker-Schicht.

Ob Schnee oder Regen - damit drohen wieder glatte Fahrbahnen und Gehwege. Denn dort, wo es regnet oder schneit, trifft der Niederschlag auf gefrorenen Boden, und damit ist Blitzeis möglich.

Temperaturen fühlen sich wegen des Ostwindes eisiger an

Mit den Wolken, die sich über ganz Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ausbreiten werden, steigen auch die Temperaturen wieder leicht an. "Nächtliche Werte von unter zehn Grad minus sind dann nicht mehr möglich. Dafür sind die Wolken einfach zu dicht." Der DWD-Experte ging von nächtlichen Temperaturen von minus 2 bis minus 6 Grad Celsius aus. Tagsüber pendeln sich die Temperaturen rund um den Gefrierpunkt ein.

Die Temperaturen fühlen sich jedoch aufgrund des eisigen Ostwindes vor allem an den Küsten deutlich kälter an, wie Kürbis weiter sagte. "Auf Helgoland sind Sturmböen der Windstärke acht möglich, das sind so 65 Stundenkilometer. Das ist nicht ungewöhnlich, das ist kein großer Sturm, aber es fühlt sich doch sehr eisig an."

Feinstaubwerte im Norden über dem Grenzwert

Wer Schwierigkeiten bei schlechter Luft hat, sollte in den kommenden Tagen gut auf sich achten, denn die Feinstaubwerte sind im Norden derzeit hoch. "In Mecklenburg-Vorpommern, Teilen Schleswig-Holsteins und Hamburgs liegen die Feinstaubwerte über den Grenzwerten." Warum die Luft verschmutzt ist, konnte der Meteorologe nicht sagen. Aber die aktuelle Hochdrucklage führt dazu, dass die dreckige Luft sich nicht mit den höheren Luftschichten mischt und deshalb in der unteren Schicht hängen bleibt.

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(Quelle: dpa)

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