02. Februar 2026 – Isabell Wüppenhorst

68. Verleihung

Die Grammys: Große Musik, große Looks und große Statements

Große Grammy-Gewinnerinnen und Gewinner und klare politische Statements: Die Grammys sorgen mit legendären Auftritten und mutigen Reden für Gesprächsstoff weltweit. Wir fassen die wichtigsten Momente, Gewinnerinnen und Gewinner sowie die auffälligsten Looks für euch zusammen.

Olivia Dean, Grammys
Foto: picture alliance / Richard Shotwell/Invision/AP | Richard Shotwell, Foto: picture alliance / Richard Shotwell/Invision/AP

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02.02.2026
Jetzt anhören: Radio Hamburg Musikexperte Tim Gafron über die Grammys 2026
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Ein Abend, 90 Kategorien und jede Menge Radio Hamburg Mega-Stars: Die Grammy Awards zeigen sich glamourös und emotional wie eh und je. Zwischen legendären Auftritten, Grammy-Geschichte schreibenden Gewinnern und modischen Grenzgängen wird schnell klar: Diese Verleihung ist mehr als nur eine Musikshow. Denn: Über dem Glanz liegt eine deutliche Botschaft, die sich durch den gesamten Abend zieht. In vielen Dankesreden wird die Einwanderungspolitik der Regierung von Donald Trump offen kritisiert. Die Message der Grammys ist eindeutig: Wir gehören zusammen, unabhängig von Herkunft, Sprache oder Identität.

Comedian Trevor Noah moderiert den Abend und bezieht immer wieder pointiert Stellung. Dem US-Präsidenten Donald Trump gefällt der politische Ton der Veranstaltung nicht. Im Anschluss reagiert er mit scharfer Kritik an der Verleihung. Wir haben für euch die wichtigsten Gewinnerinnen und Gewinner, die größten Momente und die auffälligsten Looks der Grammys zusammengefasst.

Olivia Dean ist "Beste Nachwuchskünstlerin"

Radio Hamburg Mega-Star Olivia Dean ist aus unserem Programm nicht mehr wegzudenken. Mit Mega-Hits wie "Man I Need" ist sie weltweit erfolgreich und ein solcher Erfolg soll belohnt werden. In der Kategorie "Beste Nachwuchskünstlerin" setzt sie sich gegen Leon Thomas, Alex Warren, Lola Young, Addison Rae und Katseye durch. Als ihr Name fällt, kann man sich nur mit ihr freuen. Ein ganz besonderer Moment.

Auf der Bühne zeigt sich Olivia Dean sichtlich gerührt und sagt unter Tränen: "Ich hätte nie wirklich gedacht, dass ich hier oben sein würde." Doch auch sie verlässt die Bühne nicht, ohne die Einwanderungspolitik der Regierung von Donald Trump zu kritisieren. Ihre Großeltern seien Einwanderer gewesen und sie sagt: "Ich bin das Produkt von Mut und diese Menschen verdienen es, gefeiert zu werden. Wir sind nichts ohne einander."

Die besten Outfits der Radio Hamburg Mega-Stars

Extravagante Mode gehört auf dem roten Teppich längst dazu: Stars und Sternchen sorgen mit bunten, verrückten und oft ungewöhnlichen Outfits regelmäßig für Gesprächsstoff. Während besonders extreme Fashion-Momente sonst eher der Met Gala oder Heidi Klums legendärer Halloween-Party vorbehalten sind, werden auch die Grammy Awards immer mehr zur Bühne für echte Mode-Statements.

So sorgte Justin Bieber für einen der wohl ungewöhnlichsten Auftritte des Abends: Auf der Bühne erschien er lediglich in Boxershorts und Socken. Auf dem roten Teppich zeigte er sich zuvor zwar noch klassisch im Anzug, an der Seite seiner Frau Hailey Bieber, doch sein Bühnenoutfit dürfte so schnell nicht in Vergessenheit geraten. Für einen weiteren Wow-Moment sorgte Chappell Roan: Sie kam in einem fast durchsichtigen, burgunderfarbenen Kleid, das lediglich an zwei Piercings an ihren Brustwarzen befestigt war.

Großer Grammy-Moment für drei absolute Superstars

In der Kategorie "Beste Pop Duo Performance" sichern sich Cynthia Erivo und Ariana Grande den Grammy für "Defying Gravity". Auch Lady Gaga darf jubeln. Sie gewinnt in der Kategorie "Beste Dance Pop Aufnahme" mit ihrem Song "Abracadabra". Und letzteren Song performt Gaga auch auf der Bühne der Grammys. Legendär, wie wir es von dem Radio Hamburg Mega-Star gewohnt sind. Damit setzen sich die drei Sängerinnen gegen Stars wie Huntr/x, Ejae, Audrey Nuna, Rei Ami, Katseye, Rosé, Bruno Mars, SZA, Kendrick Lamar, Selena Gomez, Benny Blanco, Zara Larsson, Tate McRae und PinkPantheress durch.

Justin Bieber, Sabrina Carpenter, Lady Gaga, Bruno Mars und mehr

Neben der Preisverleihung haben Radio Hamburg Mega-Stars wie Bruno Mars, Lady Gaga, Sabrina Carpenter und Justin Bieber mit Auftritten auf der Grammy-Bühne für jede Menge Unterhaltung gesorgt. Lady Gaga überzeugt beispielsweise nicht nur mit ihrem Grammy-ausgezeichneten Mega-Hit "Abracadabra", sondern auch mit einem mega Hut, während Justin Bieber lediglich in Socken und Unterhose performt. Olivia Dean zeigt mit "Man I Need", warum sie zur Nachwuchskünstlerin des Jahres gekürt worden ist, und Sabrina Carpenter legt wie immer eine exzellente Performance von "Manchild" hin.

Bad Bunny gewinnt den Grammy für "Album des Jahres"

Für den aus Puerto Rico stammenden Sänger Bad Bunny könnten die letzten und kommenden Wochen kaum aufregender sein. Der 31-Jährige steht nicht nur bei der Halbzeitshow des Super Bowl auf der Bühne: Er sichert sich jetzt auch noch einen Grammy Awards in der Königskategorie Album des Jahres für "DeBÍ TiRAR MáS FOToS".

Es ist das erste Album mit ausschließlich spanischsprachigen Songtexten, das diesen Grammy gewinnt. Das Werk ist eine Hommage an seine Heimat Puerto Rico und setzt sich intensiv mit Themen wie kultureller Identität und Kolonialismus auseinander. Über den Grammy-Erfolg hinaus erreichte das Album in mehreren Ländern Platz eins der Charts. In seiner Dankesrede wurde Bad Bunny deutlich politisch. Noch bevor er Gott dankte, sagte er: "ICE raus! Wir sind keine Wilden, wir sind keine Tiere, wir sind keine Fremden – wir sind Menschen, und wir sind Amerikaner."

Donald Trump wettert gegen die Preisverleihung

Die diesjährigen Grammy Awards zeigten sich allgemein politisch. Vor allem Donald Trump und die US-amerikanische Behörde ICE geriet dabei ins Visier der Kritik. Der reagierte im Anschluss scharf und bezeichnete die Preisverleihung als "Müll" sowie als "praktisch nicht anschaubar". Besonders Trevor Noah nahm Trump ins Visier: Der Comedian hatte während der Show gescherzt, Trump wolle Grönland nur deshalb haben, weil die Privatinsel von Jeffrey Epstein nicht mehr verfügbar sei.

Billie Eilish gewinnt & nutzt die Grammy-Bühne für politisches Statement

Die Kategorie "Song des Jahres" geht an Billie Eilish und ihren Bruder Finneas O'Connell für den Song "Wildflower". Für Billie Eilish ist es bereits der zehnte Grammy! Auch in ihrer Dankesrede nutzt sie die große Bühne der Grammy Awards für ein klares politisches Statement. Trotz des Glanzes der Musikverleihung sei im Land aktuell an ganz andere Dinge zu denken. Sie sagt: "So dankbar ich auch bin, ich habe ehrlich gesagt nicht das Bedürfnis, etwas anderes zu sagen als: Niemand ist illegal auf gestohlenem Land. Es ist wirklich schwer zu wissen, was man jetzt sagen und tun soll. Ich bin voller Hoffnung in diesem Raum und habe das Gefühl, dass wir einfach weiterkämpfen, unsere Stimme erheben und protestieren müssen. Unsere Stimmen sind wirklich wichtig, und die Menschen sind wichtig. ‚Fuck ICE‘ ist alles, was ich sagen möchte."

K-Pop-Song "Golden" & Dalai Lama gewinnen ersten Grammy

Der Radio Hamburg Mega-Hit Golden schreibt Grammy-Geschichte: Erstmals überhaupt wird ein K-Pop-Song bei den Grammy Awards ausgezeichnet. Bekannt aus dem Netflix-Hit KPop Demon Hunters, hat der Song weltweit Millionen Fans begeistert. "Golden" gewinnt den Grammy in der Kategorie "Bester für visuelle Medien geschriebener Song" und setzt damit ein starkes Zeichen für die internationale Bedeutung von K-Pop. Und für besondere spirituelle Worte gewinnt der Dalai Lama seinen ersten Grammy. In der Kategorie "Beste Aufnahme für Hörbuch, Erzählung und Storytelling" setzt er sich mit dem Hörbuch "Meditations: The Reflections of His Holiness the Dalai Lama" durch.

Hier die wichtigsten Gewinnerinnen und Gewinner im Überblick

  • "Album des Jahres": Bad Bunny für "DeBÍ TiRAR MáS FOToS"
  • "Song des Jahres": Billie Eilish und Finneas O'Connell für "Wildflower"
  • "Aufnahme des Jahres": Kendrick Lamar und SZA für "luther"
  • "Beste neue Künstlerin": Olivia Dean
  • "Beste Pop Solo Performance": Lola Young für "Messy"
  • "Beste Pop Duo Performance": Cynthia Erivo & Ariana Grande für "Defying Gravity"
  • "Beste Dance/ Electronic-Aufnahme": Tame Impala für "End of Summer"
  • "Bestes Dance/ Electronic-Album": FKA Twigs für "Eusexua"
  • "Beste Dance Pop Aufnahme": Lady Gaga für "Abracadabra"
  • "Bestes Rock Album": Turnstile für "Never Enough"
  • "Bester Rap-Song": Kendrick Lamar und Lefty Gunplay für "tv off"
  • "Beste Aufnahme für Hörbuch, Erzählung und Storytelling": Dalai Lama für "Meditations: The Reflections of His Holiness the Dalai Lama"
  • "Bestes Rap-Album": Kendrick Lamar für "GNX"
  • "Bestes Música Urbana Album": Bad Bunny für "DeBÍ TiRAR MáS FOToS"
  • "Bestes Contemporary Country Album": Jelly Roll für "Beautifully Broken"
  • "Bestes Traditional Country Album": Zach Top für "Ain't In It For My Health"
  • "Bestes Pop Vocal Album": Lady Gaga für "MAYHEM"

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