Den Tränen nahe

Joaquin Phoenix hält emotionale Oscar-Rede

Joaquin Phoenix wurde bei den 92. Academy Awards als "Bester Hauptdarsteller" ausgezeichnet und hielt eine emotionale Rede.

Foto: Shutterstock
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Joaquin Phoenix überzeugte 2019 in seiner Rolle als "Joker" im gleichnamigen Film. Als "Bester Hauptdarsteller" bei den 92. Academy Awards nominiert, zweifelte fast niemand an, dass er den Oscar in dieser Kategorie auch gewinnen würde. So kam es nun auch und was mehr als der Gewinn an sich im Kopf blieb, ist die Dankesrede des Schauspielers.

Ein Appell an die Menschen

Nachdem Phoenix bereits bei den Bafta Awards ein politisches Thema in seine Dankesrede aufnahm, hierbei ging es um systematischen Rassismus in der Filmindustrie, nutzte der Oscar-Gewinner seine Reichweite auch bei den Academy Awards. In seiner Rede machte Joaquin Phoenix auf den gemeinsamen "Kampf gegen Ungerechtigkeit" aufmerksam, zu dem er kollektiv aufforderte. Er appellierte, dass wir uns von dem Glauben, "dass eine Nation, ein Volk, eine Rasse, ein Geschlecht oder eine Spezies das Recht hat, eine andere ungestraft zu beherrschen, zu kontrollieren, zu benutzen oder auszubeuten" abwenden und beschrieb weiter: "Wir gehen in die Natur und plündern sie, um ihre Ressourcen zu bekommen. Wir glauben, dass wir das Recht haben, eine Kuh künstlich zu besamen. Und wenn sie dann geboren wird, stehlen wir ihr Baby, obwohl wir ihre Angstschreie hören.". Phoenix ist bekanntlich Veganer, seit er ein kleines Kind war. Das hatte er damals zusammen mit seinem verstorbenen Bruder River Phoenix beschlossen.

Phoenix gedenkt seinem Bruder

Joaquin Phoenix sagt weiter, dass er nicht immer alles richtig gemacht hatte, "egoistisch" und "grausam" war, er jedoch eine zweite Chance bekam, auch von den Menschen, die im Saal der Preisverleihung saßen. Gegen Ende seiner Rede hatte der Schauspieler mit den Tränen zu kämpfen. Er zitierte seinen Bruder, der 1993 mit nur 23 Jahren gestorben war: "Lasse dich durch Liebe retten und Frieden wird dir folgen.". Mit diesen Worten beendete er seine emotionale Rede und verließ die Bühne.

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