16. November 2021 – Stefan Angele

Darauf müsst ihr bei der Unternehmensgründung achten

Das eigene Unternehmen gründen: Wichtige Tipps für den Start in Hamburg

Foto:  Toa Heftiba on Unsplash
Foto: Toa Heftiba on Unsplash

Eine eigene Firma gründen – das ist für Viele der große Traum. Gerade die Stadt Hamburg bietet sich dabei als Standort an. In diesem Beitrag zeigen wir, worauf ihr beim Unternehmensgründung in Hamburg achten solltet und geben wichtige Tipps für den Start!

Was Hamburg als Standort so attraktiv macht

Die Hansestadt Hamburg gehört zu den wirtschaftlich starken Metropolen Deutschlands. Zahlreiche Unternehmen haben hier ihr Firmensitz; aber auch gründungsinteressierte Unternehmer finden das geeignete Umfeld, um sich zu etablieren. Das liegt neben dem guten wirtschaftlichen Klima auch an dem großen Angebot an qualifizierten Mitarbeitern und Unternehmern, die ihr Know-how in den Wirtschaftsraum einbringen.

Aufgrund dieser idealen Rahmenbedingungen hat Hamburg Berlin seit 2017 als Gründerhauptstadt Deutschlands abgelöst. Im Vergleich zu anderen Großstädten, wo die Zahlen der Unternehmensgründungen entweder stagnieren oder fallen, liegen sie in Hamburg weiterhin auf einem stabil hohen Niveau – Tendenz weiter steigend.

Der notwendige Papierkram

Ihr habt eine tolle Geschäftsidee, das Gründerteam ist bereit und euer Businessplan ist schon fertig. Doch bevor es wirklich losgehen kann, gibt es für die Gründung einer eigenen Firma einiges an Papierkram zu erledigen. Dafür müsst ihr euch beispielsweise entscheiden, ob ihr als Freiberufler, Unternehmergesellschaft (UG) oder als GmbH arbeiten wollt und euer Gewerbe entsprechend beim zuständigen Gewerbeamt oder der Handwerkskammer anmelden. Die Stadt Hamburg bietet Gründern mittlerweile sogar die Option an, ihr Unternehmen einfach online anzumelden.

Damit eure Idee sowie euer Markenname auch rechtlich abgesichert sind, solltet ihr diese beim Deutschen Patent- und Markenamt anmelden. Ein Markenname muss dabei bestimmten Richtlinien entsprechen: Er darf beispielsweise keine Ähnlichkeit zu einem anderen Markennamen innerhalb der Branche aufweisen und darf keine sonstigen geschützten Begriffe enthalten.

Versicherung nicht vergessen

Neben dem Schutz des eigenen Markennamens solltet ihr nicht den Versicherungsschutz für euer Unternehmen vergessen. Versicherer wie insureq.de haben sich speziell auf die Absicherung von Start-ups und KMUs spezialisiert und empfehlen Gründern immer eine risikobezogene Versicherungslösung: Je nach euren individuellen Bedürfnissen solltet ihr euch über den Schutz einer Berufshaftpflicht, einer Betriebshaftpflicht und einer D&O-Haftpflicht informieren und die Optionen wählen, die am besten passen. Auch die Absicherung von wichtigem Equipment, Technik, Büroräumen oder Lagerbestand über eine Elektronik- oder Inhaltsversicherung sollte dabei nicht außer Acht gelassen werden.

Der richtige Arbeitsplatz

Nicht jedes Unternehmen benötigt gleich zu Beginn einen festen Hauptsitz. Oft genügt dafür schon ein Co-Working-Space, also ein Arbeitsplatz in einem Büro, der von mehreren Start-ups gemeinsam genutzt wird. Das spart nicht nur Kosten und die aufwendige Bürosuche, sondern fördert auch den Austausch mit anderen Gründern. Im Hamburg gibt es mit mehr als 60 verschiedenen Co-Working-Spaces mittlerweile in fast jedem Stadtteil einen Arbeitsplatz, der euch offen steht.

Wer sich in Hamburg auf die Suche nach eigenen Büroräumen macht, muss ein wenig Zeit und Geduld mitbringen: Die Mieten sowie die Nachfrage sind im Vergleich zu anderen Großstädten in Deutschland sehr hoch. Informiert euch daher am besten bereits vor dem Start über die Konditionen, um bei der Suche gezielter vorgehen zu können.

Fördermittel für Gründer

Wenn ihr ein Unternehmen gründen möchtet, aber noch nicht über die notwendigen finanziellen Mittel verfügt, solltet ihr darüber nachdenken, Fördermittel zu beantragen. Das geht zum Beispiel über Programme der Stadt Hamburg, die gezielt nach Gründern sucht, die hier ihr Unternehmen aufbauen wollen.

Aber auch andere Finanzierungsoptionen wie Inkubatoren, Acceleratoren oder Crowdfunding können euch bei der Finanzierung helfen. Hierfür benötigt ihr einen haltbaren Businessplan, der jedoch durch die engagierte Unterstützung vieler Gründer-Programme in Hamburg gar nicht so schwer zu schreiben ist.

Mit anderen Gründern in Hamburg vernetzen

Ein großes Netzwerk ist für Gründer eine wichtige Ressource: Viele Gründer-Programme bieten euch deshalb die Möglichkeit, mit anderen Unternehmern in Hamburg zusammenzukommen und sich auszutauschen. Dabei bekommt ihr wichtige Insider-Informationen und könnt aus den Erfolgen und Misserfolgen anderer Unternehmen lernen.

Sich aktiv in der Gründer-Community zu beteiligen hat weitere Vorteile: über regelmäßige Workshops und Kurse könnt ihr eure Fähigkeiten weiter ausbauen und wichtige Tools, Tipps und Tricks für die Leitung des eigenen Unternehmens sammeln. Hier erhaltet ihr wertvolle Unterstützung, die beispielsweise für das Schreiben eines Businessplans oder die Bewerbung bei Accelatoren wichtig sein kann.

Fazit

Hamburg ist ein großartiger Standort für Gründer aus allen Branchen. Mit etwas Vorbereitung und Engagement könnt ihr in der Hansestadt dabei sein und die nächste große Idee verwirklichen.

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