12. Oktober 2021 – Stefan Angele

Verändert das Internet den Sprachgebrauch?

Sprache: Veränderungen durch das Internet

Foto: HE Photography/Shutterstock
Foto: HE Photography/Shutterstock

Im Zeitalter der Digitalisierung verändert sich vieles oder entwickelt sich vollkommen neu. Insbesondere im Bereich der Kommunikation hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. So nutzen immer mehr Menschen die digitalen Kommunikationswege – sei es über Twitter, WhatsApp oder Facebook. Doch diese neue Art der Kommunikation wirkt sich auch auf die Sprache aus. Eine korrekte Rechtschreibung oder Interpunktion wird immer häufiger zweitrangig. Doch wie verändert sich die Sprache wirklich und zieht diese Veränderung einen Verfall der Sprache mit sich?

Die Sprache im permanenten Wandel

Die digitale Welt hat einen großen Einfluss darauf, wie sich die Sprache verändert. Es lässt sich festhalten, dass sich die Sprache in einem permanenten Wandel befindet. Tagtäglich kommen neue Abkürzungen, Memes oder Emojis hinzu. Einst waren dies lustige Bilder oder freundliche Smileys, doch in der heutigen Zeit nehmen sie einen festen Bestandteil der digitalen Kommunikation ein. Einige Menschen fühlen sich jedoch mit dieser ständigen Veränderung überfordert und wissen teilweise gar nicht, welche Bedeutung, welche Abkürzung hat. Auf bedeutungonline.de/ können die neusten Abkürzungen mit der dazugehörigen Bedeutung unkompliziert nachgeschlagen werden, sodass sich Nutzer immer auf dem neusten Stand befinden. Das Gleiche gilt zudem für Memes, denn viele Menschen wissen gar nicht, worum es sich bei Memes handelt und was sie überhaupt sind.

Auch Emojis nehmen einen immer größer werdenden Teil in der Kommunikation ein. Digitale Gespräche werden heutzutage teilweise nur noch mithilfe von Smileys geführt. Zudem geben die verwendeten Emojis einen Einblick in die Gefühlswelt und die aktuellen Emotionen der Nutzer. Dies konnte beispielsweise auch bei der letzten Bundestagswahl beobachtet werden. Zahlreiche Menschen haben ihren Emotionen, mithilfe von Emojis, im Netz freien Lauf gelassen. Positive Rückmeldungen wurden mit einem Daumen nach oben versehen, wohingegen negative Rückmeldungen mit einem Daumen nach unten versehen wurden. Ein kurzer Blick in den Kurznachrichtendienst Twitter konnte einen klaren Trend widerspiegeln. Zudem nutzen auch viele Politiker, Künstler und Prominente diese Art der digitalen Kommunikation, um in einem konstanten Austausch mit ihren Followern zu stehen. Heutzutage geschieht nichts mehr in der Welt, über das auf Kurznachrichtendiensten nicht diskutiert wird.

Verfällt die Sprache durch den digitalen Wandel?

Ob mit dem veränderten Sprachgebrauch im Netz ein Verfall der einst bekannten Sprache einhergeht, lässt sich nicht pauschal sagen. Viele Nutzer begrüßen die Veränderungen der Sprache und nutzen sie tagtäglich in ihrer Kommunikation. Das gilt übrigens nicht nur für die Kommunikation über Twitter, Telegramm, WhatsApp und Co., denn auch in der Geschäftswelt ist diese Veränderung mittlerweile angekommen. Bei der Verfassung einer E-Mail werden Abkürzungen bewusst eingesetzt, um diese zu verkürzen. Zudem setzen viele Unternehmen auf die Digitalisierung und erweitern ihre Internetpräsenz, was dazu führt, dass die sozialen Medien immer weiter in den Vordergrund rücken. So lässt sich pauschal nicht sagen, dass die Sprache verfällt. Zumal Abkürzungen und der Verzicht auf eine korrekte Rechtschreibung und Interpunktion in der Vergangenheit auch abseits der digitalen Welt häufig zum Einsatz kam. Ein wunderbares Beispiel sind hierbei die klassischen Postkarten. Postkarten stellen Verfassern nur wenig Platz zur Verfügung und dieser reicht oftmals nicht aus, um alle Informationen dem Empfänger mitteilen zu können. Aufgrund dessen wurden in der Vergangenheit schon Abkürzungen und Smileys verwendet, um den Informationsaustausch kompakt zu halten.

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