14. September 2021 – Stefan Angele

Neue Coronaverordnung

2G-Modell kommt auch nach Niedersachsen

Foto: View Apart/Shutterstock
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Was Hamburg vorgemacht hat, kommt nun auch nach Niedersachsen. Künftig dürfen Betriebe die 2G-Regel anwenden, also nur noch Geimpften und Genesenen Zutritt gewähren, wodurch Coronauflagen wegfallen dürfen.

2G für Restaurants, Kultur und Sport

Die sogenannte 2G-Regel soll in Niedersachsen demnach künftig in mehr Bereichen angewendet werden können - etwa in der Gastronomie, der Kultur, bei Veranstaltungen oder dem Sport. Das kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstag (14.09.) im Landtag in Hannover an. Dort sollen dann die Maskenpflicht und das Abstandhalten entfallen. Menschen bis 18 Jahren sollen demnach auch ohne Impfung oder Genesung Zutritt bekommen, da sie sich regelmäßig vor dem Schulbesuch testen. Kinder, die jünger als zwölf Jahre sind, können sich noch nicht impfen lassen.

Neue Regeln ab kommender Woche

Die derzeitige Corona-Landesverordnung gilt noch bis zum 22. September. Die Ausweitung der 2G-Regel wird somit voraussichtlich in der kommenden Woche umgesetzt. Nach der 2G-Regel wird der Zutritt zu bestimmten Bereichen nur gewährt, wenn Menschen gegen das Coronavirus geimpft oder genesen sind. Ein negativer Corona-Schnelltest reicht dann in der Regel nicht mehr aus. In der derzeitigen Corona-Verordnung können Betreiber von Diskotheken, Clubs und Shisha-Bars bereits den Zugang auf Gäste beschränken, die geimpft oder genesen sind. Dann muss zum Beispiel keine Maske mehr getragen werden. Privaten Veranstaltern ist es bereits freigestellt, die 2G-Regel einzuführen. Weitere Lockerungen, zum Beispiel der Wegfall der Maskenpflicht, ist damit dann jedoch nicht verbunden. Am Mittwoch (15.09.) soll den Fraktionen ein neuer Verordnungsentwurf vorgelegt werden.

Neuer Corona-Leitwert

Die Krankenhauseinweisungen von Covid-19-Patienten sollen darüber hinaus künftig eine größere Rolle bei der Bewertung der Corona-Pandemie spielen als bisher. Weil sagte, die neue Corona-Verordnung, die ab Mitte kommender Woche gelten soll, werde angepasst. Für einen Wechsel von einer Warnstufe in die nächsthöhere müsse der entsprechende Leitwert bei dem Krankenhausindikator erreicht sein - hinzukommen müsse dann ein weiterer Indikator, entweder die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen oder der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen. Auch dort müssten jeweils die bereits bekannten Schwellenwerte überschritten werden. Daneben werde auch die 50er Inzidenzschwelle beibehalten, ab dem der Zutritt für bestimmte Bereiche auf Genesene, Geimpfte und Getestete (3G) beschränkt werden soll. Damit will Niedersachsen eine Neuregelung des Infektionsschutzgesetzes des Bundes umsetzen.

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