22. Juli 2021 – Linda Shllaku

Hamburg

Fälle von Kindeswohlgefährdung haben zugenommen

Mit der Veröffentlichung der Zahlen des Statistikamts Nord ist zu entnehmen, dass die Kindesmissbrauchsfälle in der Corona-Pandemie in Hamburg deutlich zugenommen haben.

Foto: Shutterstock
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Nach Zahlen des Statistikamts Nord habe der Kindesmissbrauch durch Misshandlungen oder Vernachlässigungen in der Corona-Pandemie deutlich zugenommen. Insbesondere sei die Zahl der Verdachtsfälle angestiegen.

600 Verfahren mehr als im vergangenen Jahr

Im vergangenen Jahr sind somit 2.660 Verfahren eingeleitet worden. Das sind etwa 600 mehr als noch im Jahr 2019. Auch ist die Zahl der tatsächlich festgestellten Kindeswohlgefährdungen gestiegen – allerdings nicht so stark. Die Zunahme bei sexueller Gewalt gegen Minderjährige ist dramatisch. Rund 60 Kinder und Jugendliche mussten sofort in Sicherheit gebracht werden. Das sind mehr als doppelt so viele als noch im Jahr davor.

Als Auslöser sehen Experten vor allem auch die Corona-Pandemie. Die Dunkelziffer kann damit tatsächlich auch gut höher sein. Normalerweise kommen viele Hinweise auf mögliche Misshandlungen oder Vernachlässigungen durch die Schule. Durch die Schulschließungen während Corona entfallen diese. allerdings.

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