17. März 2021 – Stefan Angele

Betrüger unterwegs

Vorsichtig beim Kauf von Corona-Selbsttests im Netz

Foto: Shutterstock
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Corona-Tests zum selbst durchführen sind beim Discounter oder in der Drogerie immer noch schwer zu bekommen. Eine Alternative ist es, sie im Internet zu bestellen. Aber hier wird vor Betrügern gewarnt. Die versuchen die große Nachfrage zu nutzen.

Gigantischer Ansturm verführt Betrüger

Immer dort wo hohe Nachfrage und geringes Angebot herrscht, sind Betrüger nicht weit und so gab es in den vergangenen Wochen immer häufiger Meldungen von dubiosen oder gar verbrecherischen Corona-Schnelltest-Abzocken im Netz. Experten raten deshalb momentan gerade beim Kauf von Selbsttests im Internet besonders vorsichtig zu sein, damit am Ende vielleicht nicht ohne Test dasteht oder die Tests völlig funktionslos sind.

Beachtet diese Tipps beim Kauf von Selbsttests im Netz

Es gibt einige Tipps, mit denen ihr Fakeshops und Betrüger schnell enttarnen könnt:

  • Checkt das gesamte Sortiment des Webshops. Falls der Shop keinerlei anderen ähnlichen Produkte im Angebot hat, solltet ihr davon die Finger lassen
  • Welche Zahlungsmittel sind verfügbar. Falls nur Vorkasse oder Kreditkarte angeboten werden, kann das ein trügerisches Indiz sein
  • Vergleicht die Preise. Sind die Tests bei einem Shop deutlich günstiger als bei vielen anderen Shops, kann das eigentlich nicht sein
  • Wie viel Produkte könnt ihr kaufen? Bei den Tests herrscht immer noch massive Knappheit. Könnt ihr in einem Shop also massenweise und unbegrenzt bestellen, kann das ein Zeichen auf verdächtige Aktivitäten sein.
  • Überprüft das Impressum. Ist vielleicht gar keines vorhanden? Wo sitzt die Firma? Fehlen wichtige Angaben?
  • Checkt im Zweifel die Kontaktdaten. Ihr könnt natürlich auch versuchen, bei den im Impressum hinterlegten Kontaktdaten anzurufen. Führen die Daten ins Leere, dann unbedingt die Finger von dem Shop lassen.
  • Werft einen Blick in die AGBs und Nutzungsbedingungen. Auch hier solltet ihr überprüfen, ob alle Angaben vorhanden sind oder ob die entsprechenden Seiten sogar ganz fehlen.
  • Googelt den Webshop. Falls andere User schon auf den Webshop hereingefallen sind, dann werden sie das sicherlich irgendwo im Netz erzählen. Eine einfache Google-Suche kann deshalb schon schnell schwarze Schafe enttarnen
  • Überprüft euer Produkt. Checkt vor dem Kauf unbedingt, ob es sich auch wirklich um einen zugelassenen Selbsttest handelt. Oftmals werden im Netz nämlich Produkte verkauft, die nicht funktionieren, nur von Experten durchgeführt werden können oder schlichtweg nicht zugelassen sind. Eine Liste der in Deutschland zugelassenen Tests findet ihr auf der Website des Bundesinstituts für Medizinprodukte und Arzneimittel.

Achtet auf Gütesiegel

Es gibt aber auch Merkmale, an denen ihr einen echten und verifizierten Webshop schnell erkennen könnt. Das sind beispielsweise Gütesiegel, wie das Trusted Shops-Logo oder das s@fer-shopping-Siegel des TÜVs. Aber auch diese Siegel können natürlich auch einfach kopiert werden. Checkt deshalb immer noch einmal, ob die Shops auch wirklich bei diesen Siegeln registriert und zertifiziert sind.

Was mache ich, wenn es schon passiert ist?

Solltet ihr dennoch auf einen Fakeshop im Netz hereingefallen sein, dann kann es schwierig werden wieder an das bezahle Geld heranzukommen. Wer den Betrügern Geld überwiesen hat, der kommt auch nur so lange an das Geld wieder ran, wie das Geld noch auf dem betrügerischen Konto ist. Allerdings werden genau diese Konto von den Betreibern ständig geleert, geschlossen und durch neue Konten ersetzt. Gleiches gilt auch bei der Bezahlung per Kreditkarte. Gerade hier sollten die Betroffenen vorsorglich die Kreditkarte sperren lassen, damit sich die Betrüger mit den Daten nicht noch mehr Geld holen. Allgemein gilt: Alle Belege, Rechnungen, Mails und Co. aufbewahren und das Ganze zur Anzeige bringen, also Polizei und Verbraucherschutz informieren. So werden auf jeden Fall andere vor dem Shop gewarnt.

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